Stephanie Grond

deutsche Chemikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Grond studierte ab 1988 Chemie und Biologie an der Universität Göttingen. Ihr Studium beendete sie im Dezember 1993 mit dem Erwerb des Diploms. Anschließend war sie Doktorandin bei Axel Zeeck, unter dessen Betreuung sie im Juni 1997 mit der Schrift Die Bildung von 1-O-Acylrhamnosiden und anderen Metaboliten durch dirigierte Biosynthese mit Streptomyces griseoviridis (Tü 3634) und Untersuchung ihrer Biogenese von der Universität Göttingen zur Dr. rer. nat. promoviert wurde. Ab November 1997 war sie für einige Monate als Gymnasiallehrerin bei der Bezirksregierung Braunschweig tätig, bevor sie im April 1998 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl von Axel Zeeck zurückkehrte. Ab März 2000 war Grond als Postdoktorandin bei Heinz G. Floss an der University of Washington in Seattle tätig, bevor sie im April 2001 nach Deutschland zurückkehrte und unter der Leitung von Axel Zeeck eine Junior-Forschungsgruppe zur Identifikation und Regulation von neuen sekundären Metaboliten und deren Biosynthese anführte.

Im Dezember 2007 habilitierte Grond sich an der Universität Göttingen in biomolekularer Chemie. Seit September 2009 hat sie an der Universität Tübingen am dortigen Institut für organische Chemie in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät den Lehrstuhl für organische Chemie inne.

Forschung

Gronds Forschungsschwerpunkte liegen in der Erforschung und Entdeckung neuer mikrobieller Sekundärmetaboliten. Dabei konzentriert sie sich vorrangig auf Bakterien der Gattung Streptomyces sowie in Kooperationen auch Pseudomonaden und Staphylokokken. Ein besonderer Fokus liegt auf der Kombination von biologischem und chemischem Screening sowie auf Zufütterungsexperimenten mit stabilen Isotopen, um Biosynthesewege zu entschlüsseln. Unter anderem gelang ihr und ihrer Forschungsgruppe die Isolierung eines neuen Antibiotikums aus dem Mikrobiom der Nasenschleimhaut.[1][2] Zudem erforschte sie Collinolacton im Hinblick auf stressreduzierende Wirkungen zur Vorbeugung von Nervendegeneration im Hinblick auf Alzheimer-Erkrankungen.[3] Zudem erkannte sie mit ihrer Forschungsgruppe die wachstumshemmenden Wirkungen des Zuckermoleküls 7-Desoxy-sedoheptulose (7dSh) und so die Einsatzmöglichkeiten als Herbizid in Alternative zu künstlichen Substanzen.[4]

Einzelnachweise

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