Steven Henikoff

US-amerikanischer Molekularbiologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Steven Henikoff erwarb 1968 an der University of Chicago einen Bachelor in Chemie und 1977 bei Matthew Meselson an der Harvard University einen Ph.D. im Biochemie und Molekularbiologe. Als Postdoktorand arbeitete er bei Charles Laird und Benjamin Hall an der University of Washington. Seit 1981 ist er am Fred Hutchinson Cancer Research Center, seit 1988 als Professor für Grundlagenforschung (Basic Sciences). Seit 1990 forscht Henikoff zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute. Außerdem hat er eine Gastprofessur (Affiliate Faculty) an der University of Washington inne.

Henikoff und Mitarbeiter erforschen Struktur, Funktion und Evolution der DNA-Moleküle, der Chromosomen. Er entwickelte Werkzeuge zum Vergleich von Gensequenzen, zur Bestimmung der Genanordnung in lebenden Zellen und zum Verständnis der biologischen Funktionen von Genen. Henikoff hat maßgeblich zum Aufbau der Infrastruktur für die Analyse des menschlichen Genoms beigetragen hat und erkannte als einer der Ersten das Potenzial von Computertechnologie und Internet für die biologische Forschung. Das Henikoff-Labor konzentriert sich auf die Vererbung, die nicht von der DNA-Sequenz abhängt. Dazu werden genomische Werkzeuge auf die Untersuchung von Proteinen des Epigenoms angewendet: Histone, Transkriptionsfaktoren, Nukleosomen-Remodellierer und RNA-Polymerase II.[2]

Henikoff und seine Frau Jorja Henikoff entwickelten 1992 BLOSUM, eine evidenzbasierte Substitutionsmatrix, die für Sequenzalignment von Proteinen benutzt wird und eine wichtige Rolle in der Bioinformatik spielt.

Henikoff hat laut Google Scholar einen h-Index von 158,[3] laut Datenbank Scopus einen von 131[4] (jeweils Stand Februar 2026).

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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