Stjepan Radeljić
bosnischer Fußballspieler
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Stjepan Radeljić (* 5. September 1997 in Nova Bila) ist ein bosnisch-kroatischer Fußballspieler.
| Stjepan Radeljić | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 5. September 1997 | |
| Geburtsort | Nova Bila, Bosnien und Herzegowina | |
| Größe | 201 cm | |
| Position | Innenverteidigung | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| –2014 | NK Vitez | |
| 2014–2016 | HŠK Zrinjski Mostar | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2016–2018 | VfB Stuttgart II | 43 (2) |
| 2018–2021 | NK Osijek II | 20 (1) |
| 2020–2021 | → NK Široki Brijeg (Leihe) | 18 (2) |
| 2021–2023 | Sheriff Tiraspol | 48 (3) |
| 2023– | HNK Rijeka | 77 (4) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2015 | Bosnien und Herzegowina U19 | 1 (0) |
| 2017–2018 | Bosnien und Herzegowina U21 | 12 (0) |
| 2024– | Bosnien und Herzegowina | 7 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: Saisonende 2025/26 2 Stand: 2. Juli 2026 | ||
Karriere
Verein
Zwischen Mostar, Stuttgart und Osijek
Radeljić begann seine Karriere in den Jugendabteilungen des NK Vitez und des HŠK Zrinjski Mostar. Bei Mostar gehörte er in der Saison 2015/16 bereits 13-mal dem Spieltagskader der ersten Mannschaft an, ohne jedoch eingesetzt zu werden.
Im Juli 2016 wechselte der Innenverteidiger zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in die Regionalliga.[1] In seiner ersten Saison kam er an 24 von 38 Spieltagen zum Einsatz, stand 17-mal in der Startelf und absolvierte 13 Partien über die volle Distanz. Durchschnittlich befand er sich rund 65 Minuten pro Spiel auf dem Feld. Stuttgart II belegte am Saisonende Rang sieben.
2017/18 war Radeljić in der Hinrunde zunächst nur sporadisch im Einsatz, entwickelte sich in der zweiten Saisonhälfte jedoch weitgehend zum Stammspieler. Insgesamt absolvierte er 19 Ligaspiele, davon 17 von Beginn an. Seine durchschnittliche Einsatzzeit stieg auf mehr als 81 Minuten pro Partie. Die Mannschaft schloss die Saison auf Rang zehn ab.
Im Sommer 2018 zog es ihn nach Kroatien zur zweiten Mannschaft des NK Osijek in die zweite Liga.[2] Dort gehörte der Bosnier sofort zur Stammformation und absolvierte 20 Ligaspiele. Osijek II belegte den dritten Tabellenplatz. Parallel dazu sammelte er erste Erfahrungen im Profibereich der ersten Mannschaft. So kam er einmal im Pokal sowie zweimal in der Qualifikation zur Europa League zum Einsatz und debütierte international gegen Petrocub Hîncești. Darüber hinaus gehörte er bis einschließlich des 11. Spieltags fünfmal dem Spieltagskader der ersten Mannschaft in der Liga an, ohne eingesetzt zu werden.
Die Saison 2019/20 verlief deutlich schwieriger. Für die zweite Mannschaft stand Radeljić überhaupt nicht mehr im Kader, während er bei der ersten Mannschaft lediglich dreimal im Oktober und November ohne Einsatz auf der Bank saß.
Karriereschub über Široki Brijeg nach Tiraspol
Im Januar 2020 wechselte der Defensivspieler auf Leihbasis bis Saisonende zum NK Široki Brijeg.[3] Vor dem coronabedingten Saisonabbruch absolvierte er dort noch drei Ligaspiele, jeweils über die volle Distanz.
Die Leihe wurde im Sommer um ein weiteres Jahr verlängert.[4] In der Saison 2020/21 gehörte Radeljić bis zur Winterpause erneut zu den Stammspielern und kam in 15 der 19 Ligapartien zum Einsatz. Dabei stand er stets in der Startelf und wurde nur einmal vorzeitig ausgewechselt.
Im Februar 2021 wurde die Leihe allerdings vorzeitig beendet. Statt nach Osijek zurückzukehren, schloss sich der Innenverteidiger bis Jahresende auf Leihbasis Sheriff Tiraspol an.[5] In Moldau etablierte er sich sofort als Stammspieler und absolvierte zwölf Ligaspiele, davon zehn in der Startelf. Sheriff gewann die Meisterschaft und erreichte zudem das Pokalfinale, das gegen Sfântul Gheorghe Suruceni im Elfmeterschießen verloren ging. Auch im moldauischen Supercup unterlag die Mannschaft im Juni 2021 demselben Gegner erneut im Elfmeterschießen.
Die Saison 2021/22 wurde anschließend zur bislang erfolgreichsten seiner Karriere. Sheriff Tiraspol setzte sich in der Qualifikation zur Champions League gegen KS Teuta Durrës, den FC Alaschkert Jerewan, den FK Roter Stern Belgrad und Dinamo Zagreb durch und erreichte erstmals die Gruppenphase. Dort sorgte die Mannschaft mit Siegen gegen Schachtar Donezk und Real Madrid an den ersten beiden Spieltagen international für Aufsehen. Nach weiteren Niederlagen belegte Sheriff Rang drei und wechselte in die Europa League, wo das Team in der Zwischenrunde erst im Elfmeterschießen gegen Sporting Braga ausschied. In der Liga absolvierte Radeljić 18 Spiele, gewann erneut die Meisterschaft und zudem den Pokal nach einem 1:0-Finalsieg gegen Sfântul Gheorghe Suruceni.
Nach Ablauf der Leihe verpflichtete Sheriff Tiraspol den Abwehrspieler im Januar 2022 fest. Auch 2022/23 gehörte er zur Stammformation und kam auf 18 Ligaeinsätze, davon 16 von Beginn an. Zeitweise führte er die Mannschaft zudem als Kapitän aufs Feld. Sheriff gewann erneut Meisterschaft und Pokal, wobei das Finale gegen den FC Zaria Bălți im Elfmeterschießen entschieden wurde. International spielte die Mannschaft zunächst in der Europa League und wechselte nach Rang drei in der Gruppenphase in die Conference League, wo erst im Achtelfinale gegen OGC Nizza Endstation war.
Rückkehr nach Kroatien mit Rijeka
Im Juli 2023 wechselte Radeljić zum HNK Rijeka.[6] In der Hinrunde der Saison 2023/24 kam er zunächst fast ausschließlich zu Kurzeinsätzen und stand bis zur Winterpause durchschnittlich nur 17 Minuten pro Partie auf dem Feld. Nach der Winterpause änderte sich seine Rolle jedoch deutlich und er stand in jedem seiner Einsätze in der Startelf. Insgesamt absolvierte er 25 Ligaspiele bei durchschnittlich 54 Einsatzminuten. Rijeka wurde Vizemeister und erreichte zudem das Pokalfinale, das gegen Dinamo Zagreb nach Hin- und Rückspiel mit 1:3 verloren ging.
2024/25 gehörte der Bosnier endgültig zur Stammformation. Er absolvierte 27 Ligaspiele, stand 23-mal in der Startelf und spielte 18-mal über die volle Distanz. Nach der Winterpause fiel er zwischenzeitlich mit einer Innenbanddehnung im Knie aus. Trotzdem gewann Rijeka die Meisterschaft sowie den Pokal nach einem 2:1 nach Hin- und Rückspiel gegen den NK Slaven Belupo Koprivnica.
Auch in der Saison 2025/26 blieb Radeljić wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er kam auf 25 Ligaspiele, davon 22 von Beginn an. Rijeka belegte Rang vier, erreichte erneut das Pokalfinale und verlor dort mit 0:2 gegen Dinamo Zagreb. International zog die Mannschaft in der Conference League bis ins Achtelfinale ein, wo sie Racing Straßburg mit einem Gesamtergebnis von 2:3 unterlag.
Nationalmannschaft
Seinen ersten Einsatz für eine bosnisch-herzegowinische Nationalmannschaft absolvierte Radeljić im August 2015 für die U19 in einem Freundschaftsspiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit der U21 nahm er 2017 und 2018 an der Qualifikation zur U21-Europameisterschaft 2019 teil. Bosnien und Herzegowina belegte in der Gruppe den dritten Platz und verpasste die Endrunde.
Im Juni 2024 debütierte Radeljić in einem Freundschaftsspiel gegen England für die A-Nationalmannschaft. Ein Jahr später gehörte er zum Kader in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft, in deren Playoffs sich Bosnien und Herzegowina gegen Italien durchsetzte. Im Mai 2026 wurde der Innenverteidiger für den bosnischen WM-Kader nominiert.[7]
Weblinks
- Stjepan Radeljić in der Datenbank von transfermarkt.de