Stochastische Konvolution
Konzept aus der Theorie der stochastischen partiellen Differentialgleichungen
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Die stochastische Konvolution ist ein Konzept aus der Theorie der stochastischen partiellen Differentialgleichungen und eine Verallgemeinerung der klassischen Faltung. Sie stammt aus dem -Halbgruppen-Ansatz für stochastische Evolutionsgleichungen mit additivem Rauschen und ermöglicht die Darstellung von Lösungen solcher.
Definition
Wir führen die Definition zuerst im Rahmen von -zylindrischen Wiener-Prozessen und danach bezüglich martingalwertiger Maße ein. Sei ein Wahrscheinlichkeitsraum.
Bezüglich zylindrischer Wienerprozesse
Sei ein reeller Hilbertraum, ein reeller Banachraum und der Raum der beschränkten linearen Operatoren von nach . Weiter sei und ein -zylindrischer Wiener-Prozess. Betrachte das stochastische Cauchy-Problem
wobei der infinitesimale Generator einer -Halbgruppe von beschränkten linearen Operatoren auf ist.
Dann ist die stochastische Konvolution gegeben durch das stochastische Integral
Bezüglich martingalwertiger Maße
Sei ein lokalkonvexer Raum, sein topologischer Dualraum, ist ein zylindrisches martingalwertiges Maß mit Werten in . Betrachte die folgende stochastische Evolutionsgleichung
wobei
- ein topologischer Raum ist,
- ist der adjungierte Operator des Generators einer -Halbgruppe auf einem nuklearen Raum ist,
- eine -wertige Zufallsvariable,
- und entsprechende messbare Anforderungen erfüllen.
Die stochastische Konvolution ist definiert als
Literatur
- Giuseppe Da Prato, Jerzy Zabczyk: Stochastic Equations in Infinite Dimensions. In: Encyclopedia of Mathematics and its Applications. Band 152. Cambridge University Press, Cambridge 2014, doi:10.1017/CBO9781107295513 (englisch).