Stolen Girl

Film von James Kent (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Stolen Girl ist ein US-amerikanischer Thriller von James Kent aus dem Jahr 2025 mit Kate Beckinsale und Scott Eastwood in den Hauptrollen. Er dreht sich um die jahrelange Suche einer Amerikanerin nach ihrer vom Vater entführten Tochter.

TitelStolen Girl
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2025
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Stolen Girl
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie James Kent
Drehbuch
  • Kas Graham
  • Rebecca Pollock
Produktion
Musik Sam Ewing
Kamera Teo Delgado
Schnitt
  • Tommy Aagaard
Besetzung
Synchronisation
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Handlung

Die US-Amerikanerin Mara Danning lebt in den 90er Jahren in Ohio und teilt sich mit ihrem Ex-Mann, dem syrischen Arzt Karim, das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter Amina. Sie ist am Boden zerstört, als Amina im Alter von 4 Jahren während eines Apothekenbesuchs, bei welchem Mara Medikamente für ihren schwerkranken Vater Joe besorgen will, plötzlich verschwindet. Schnell wird klar, dass es sich um eine Entführung handeln muss. Zunächst unternimmt sie etliche, teils öffentlichkeitswirksame Versuche, sie aufzuspüren, und wird hierbei von Joe unterstützt. Von Anfang an verdächtigt sie jedoch Karim, der zeitgleich untergetaucht ist, Amina entführt zu haben. Nach vier Jahren erfolgloser Suche nimmt sie deshalb das Angebot des mysteriösen Ex-Marineoffiziers Mitch Robeson an, ihm und seinem Mitarbeiter Carl beim Aufspüren verschwundener Kinder zu helfen, da er ihr verspricht, im Gegenzug bei der Suche nach Amina zu helfen.

Nach einigen erfolgreich ausgeführten Aufträgen Dritter, während derer sich die beiden auch privat näher kommen, begeben sie sich schließlich in den Libanon, um Aminas Fährte aufzunehmen. Weil Mara nach einiger Zeit klar wird, dass Mitch immer wieder zögert und das Unternehmen nicht bedingungslos zu unterstützen scheint, nimmt sie die Sache wieder zunehmend selbst in die Hand und telefoniert alle Krankenhäuser von Beirut ab, in denen ihr Ex-Mann arbeiten könnte. Als Mara ihre Tochter schließlich zufällig in der Nähe eines Straßenmarktes wiedererkennt, gelingt ihr mit der Unterstützung von Carl eine spontane, aber entschlossen durchgezogene Rückgewinnung ihrer Tochter. Amina steht ihrer eigenen Mutter, welche sie für tot gehalten hat, jedoch zunächst ängstlich und fremd gegenüber. Als Mitch zu den Dreien stößt und ihnen die Unterstützung bei der Flucht aus dem Land versagt, erfährt Mara, dass dieser ein doppeltes Spiel mit ihr spielt und in Wirklichkeit einem anderen Auftraggeber Folge leistet. Nun wird ihr auch klar, warum die jahrelange Suche sie zunehmend in Kontakt mit internationaler Spionage und einem komplexen Netz aus Lügen und Betrug gebracht hat, in welches offenbar sogar die CIA verwickelt ist.

Nach und nach findet sie heraus, dass die damalige Entführung Teil eines Spionagedeals war, nach welchem Karim der CIA beim Auffinden einer gesuchten Person half und sich dafür mit seiner Tochter in den Libanon absetzen durfte. Mitch wurde von seinem Auftraggeber Lewis von der CIA beauftragt, diesen Deal zu sichern und dafür zu sorgen, dass Amina nicht gefunden wird. Im weiteren Verlauf schlägt sich Mitch trotz Lewis’ Drohungen jedoch offenbar auf die Seite der verzweifelten Mutter und besorgt gefälschte Pässe, mit denen eine ungehinderte Ausreise aus dem Libanon, in welchem inzwischen nach Amina und ihrer Mutter gefahndet wird, gelingen soll. Während der von Mitch begleiteten Flucht in einem Auto zweifelt Mara am Erfolg des Fluchtversuchs und Mitchs Unterstützungsbereitschaft und beschließt daher, mit Amina in einem Reisebus weiter zu fliehen. Im Bus wird ihr im Gespräch mit ihrer immer noch verzweifelten Tochter klar, dass Amina ihren Vater, ihre Freundinnen und ihre gewohnte Umgebung mehr liebt und diese stärker vermissen würde als ihre Mutter. Sie verlässt deshalb mit Amina den Bus, arrangiert mit Mitchs Unterstützung ein Treffen mit Karim und ringt diesem unter Tränen das Versprechen ab, gut für seine Tochter zu sorgen, ihr die ganze Wahrheit über ihre Vergangenheit zu erzählen und sie ihre Mutter besuchen zu lassen, wenn sie dies wünsche. Sie lässt Amina bei ihrem Vater zurück und reist alleine in die Staaten zurück.

Produktion

Dreharbeiten und Besetzung

Scott Eastwood spielt Mitch Robeson, Kate Beckinsale Mara
Scott Eastwood spielt Mitch Robeson, Kate Beckinsale Mara
Scott Eastwood spielt Mitch Robeson, Kate Beckinsale Mara

Der Film wurde unter der Führung des britischen Regisseurs James Kent gedreht, der unter anderem für seine Regiearbeit zu Niemandsland – The Aftermath bekannt wurde. Produziert wurde der Film in Großbritannien und USA von Hangtime International Pictures sowie dem italienischen Unternehmen Sipario Movies. Die erstmalige Veröffentlichung erfolgte im August 2025 in den USA.[3][4][5] In den Hauptrollen werden Mara, die Mutter der verschwundenen Amina, durch Kate Beckinsale sowie der Ex-Marine Mitch Robeson durch Scott Eastwood dargestellt. Es handelt sich um die erste Zusammenarbeit der beiden Hauptdarsteller.

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Dr. Susanne Boetius im Auftrag der Splendid Synchron GmbH in Berlin.[6]

Weitere Informationen Schauspieler, Rolle ...
SchauspielerRolleDeutsche Stimme[6]
Kate Beckinsale Mara Danning Marie Bierstedt
Scott Eastwood Mitchell Robeson Sven Hasper
Alejandra Howard Amina Danning Asya Tolaz
Valeria Di Cosimo Amina Danning (4 Jahre alt) Liya Tolaz
Jordan Duvigneau Carl Florian Clyde
Matt Craven Joe Stephan Baumecker
Arvin Kananian Karim Samir Fuchs
Robert Farrior Lewis Johannes Berenz
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Themen/Motive

Die in der ersten Filmhälfte thematisierte Auseinandersetzung Maras mit Polizei, Behörden und Regierung sowie die Suche beider Protagonisten nach weiteren vermissten Kindern nehmen Bezug auf das Problem der Kindesentziehung, d. h. des Kidnappings durch ein Elternteil, meist im Fall von getrennt lebenden Eltern. Die hierbei geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen bieten dem geschädigten Elternteil wenig Handhabe für die Suche, insbesondere bei mutmaßlichen Kindesentführungen ins Ausland, wenn mit dem Zielland kein Auslieferungsabkommen besteht.[7][8]

Auch die konkrete Handlung des Films basiert auf wahren Begebenheiten. Sie bezieht sich - ebenso wie die 2025 erschienene britische Mini-Filmserie The Stolen Girl - lose auf die Geschichte der US-Amerikanerin Maureen Dabbagh, deren Tochter vom Vater in den Libanon entzogen wurde. Am Filmende wird textlich eingeblendet, dass das durch Amina im Film dargestellte Mädchen ab dem Jugendalter schließlich ihre Mutter tatsächlich häufig in den USA besuchte und sie sich gut verstanden.[9][10]

Rezeption

Der Film wurde durchschnittlich aufgenommen. So kommt er bei IMDb nach ca. 3.000 Bewertungen auf ein Rating von 5,4/10.[11] Filmrezensent Keith Garlington etwa bemängelt die Langatmigkeit der Handlung, vor allem in der ersten Filmhälfte, sowie eine teilweise ungeschickte Kamera- und Schnittbearbeitung. Auch andere Kritiker stören sich an der wackligen Kameraführung insbesondere während der Actionszenen. Grundsätzlich wird der Film jedoch für seine Spannung und Emotionsgeladenheit gelobt. Als entscheidend hierfür wird das authentische Auftreten der Hauptdarstellerin Kate Beckinsale als verzweifelte und unnachgiebige Mutter angeführt, deren Performance überwiegend ein positives Echo erhält.[12][13]

Einzelnachweise

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