Stoll Strickmaschinen
deutsches Unternehmen
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Die H. Stoll AG & Co. KG ist ein deutsches, im Jahre 2020 von der Karl Mayer Gruppe übernommenes[2] Maschinenbauunternehmen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von Strickmaschinen. Unternehmenssitz ist Reutlingen, Tochterunternehmen bestehen in China (Shanghai), Frankreich, Indien, Italien, Japan und Deutschland.
| H. Stoll AG & Co. KG | |
|---|---|
| Rechtsform | AG & Co. KG |
| Gründung | 1873 |
| Sitz | Reutlingen, Deutschland |
| Leitung | Andreas Schellhammer, Cornelia Mast |
| Mitarbeiterzahl | 999[1] |
| Umsatz | 173,81 Mio. EUR[1] |
| Website | www.stoll.com |
| Stand: 31. Dezember 2018 | |
Das Unternehmen wird im Oktober 2025 seinen Betrieb einstellen, teilte Karl Mayer mit.[3]
Das Flachstrickmaschinengeschäft unter der Marke STOLL ist eingestellt. Der Produktionsstandort in Reutlingen seit 31. Oktober 2025 geschlossen.[4]
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1873 von Heinrich Stoll und Christian Schmidt in Riedlingen gegründet. Als die Gemeinde die Genehmigung für eine Erweiterung der Produktion verweigerte, zog Heinrich Stoll 1878 nach Reutlingen.[3] Stolls Kompagnon Christian Schmidt ging hingegen nach Neckarsulm, produzierte dort noch kurze Zeit Strickmaschinen und verlegte sich jedoch auf die Herstellung von Motorrädern. Die Fahrzeuge wurden unter der Marke NSU bekannt und bildeten den Grundstein für das zum VW-Konzern gehörende Audi-Werk in Neckarsulm.[3]
1891 wurde die erste „Links/Links-Flachstrickmaschine der Welt“ erfunden,[5] die auch auf der Weltausstellung in Chicago vorgestellt wurde.[6][7] Das Unternehmen firmierte zu dieser Zeit als Reutlinger Strickmaschinenfabrik H. Stoll & Cie.[5]
In den 2010er Jahren erzielte Stoll mit 950 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro.[3] Zwischenzeitlich stieg ein chinesischer Konzern bei Stoll ein. Am 1. Juli 2020 wurde das Unternehmen durch die Karl Mayer Gruppe erworben. Nach dem massiven Stellenabbau bei Stoll kaufte der Immobilienkonzern Trias das „Stoll-Areal“, um es zu einem Gewerbegebiet zu machen.[8]
Anfang 2025 nahm die Karl Mayer Gruppe die Vorbereitungen zur Schließung von Stoll auf.[9] Die Reutlinger Firma wird Ende Oktober 2025 geschlossen und die 270 Beschäftigte sollen entlassen werden.[3]
Das Unternehmen ist Inhaber einer Vielzahl von Patenten.[10] Nach dem Mitgründer Heinrich Stoll wurde die Reutlinger Stoll-Straße benannt, in der sich der Unternehmenssitz befindet.
Produkte
Organe und Zahlen
Vorstand ist Andreas Schellhammer (CEO). Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Konzern mit rund 800 Mitarbeitern weltweit einen Jahresumsatz von 294 Mio. Euro.
Literatur
- Wolfgang Fuchs: Management der Business-to-Business-Kommunikation : Instrumente, Maßnahmen, Fallbeispiele, Wiesbaden, Gabler, 2003 (verfügbar bei Google Books)