Stolzenwörth

Katastralgemeinde im Bezirk Neunkirchen From Wikipedia, the free encyclopedia

Stolzenwörth ist eine Streusiedlung und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Puchberg am Schneeberg im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

Schnelle Fakten (Katastralgemeinde) ...
Stolzenwörth (Katastralgemeinde)
Stolzenwörth (Österreich)
Stolzenwörth (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Puchberg am Schneeberg
Koordinaten 47° 47′ 32″ N, 15° 57′ 20″ Of1
Fläche d. KG 24,45 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 23345
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Geografie

Die östlich von Puchberg liegende Streusiedlung befindet sich westlich von Grünbach beim Grünbacher Sattel und kann von Norden auch über den Ascher erreicht werden. Neben Stolzenwörth zählen auch die Ortsteile Eichberg, Haltberg, Lanzing, Pfennigbach und Sierning sowie den Rotten Bruck, Ranzenbach, Reitzenberg, Schoberhof und Tuft zur Katastralgemeinde.

Geschichte

Der Name der Burgruine Stolzenwörth wurde urkundlich erstmals um 1180 mit Heinricus de Stolzenwerde erwähnt. Interessant ist, dass es sich dabei um ein brandenburgisches Lehen handelte, denn in den Urkunden der Babenberger, die hier zwischen 976 und 1246 als Markgrafen und Herzöge herrschten, wurde Stolzenwörth nicht genannt. Heute kann die Burgruine Stolzenwörth zwar nicht eindeutig lokalisiert werden, in Betracht gezogen wird jedoch ein markanter Felssporn unterhalb des Haussteins (940 m ü. A.).[1]

Die Einwohner waren Waldbauern, die sich wenig mit ihren Äckern befassten, die nur Roggen und Hafer hervorbrachten. Die Einwohner erzeugten und handelten überwiegend mit Kohle, Holz und Brettern. Diese Erzeugnisse verkauften sie bis nach Wien, schrieb Schweickhardt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Amt mit 30 zerstreuten Häusern genannt, das im Westen nach Puchberg und im Osten nach Grünbach eingepfarrt war; auch die Kinder wurden in beide Orte eingeschult. Die Herrschaft Stixenstein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde vom Magistrat Wr. Neustadt ausgeübt und die Untertanen und Grundholde gehörten den Herrschaften Stixenstein, Gutenstein, Seebenstein und Emmerberg.[2]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Stolzenwörth drei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[3]

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Stolzenwörth insgesamt 229 Bauflächen mit 103.322 m² und 286 Gärten auf 347.068 m², 1989/1990 gab es 232 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 987 angewachsen und 2009/2010 bestanden 511 Gebäude auf 1046 Bauflächen.[4]

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist forstwirtschaftlich geprägt. 720 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 1.611 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 628 Hektar Landwirtschaft betrieben und 1.626 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 566 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 1.638 Hektar betrieben.[4] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Stolzenwörth beträgt 19,2 (Stand 2010).

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 176 (StolzenwörthInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 100, Sektion Puchberg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 263.

Einzelnachweise

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