Dysurie
Schmerzen beim Urinieren
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Dysurie oder Dysuresie (von altgriechisch δύς dys-, deutsch ‚miss-‘, ‚un-‘, ‚übel-‘; ‚unangenehm‘ und οὖρον ouron, deutsch ‚Harn‘) ist eine erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung. Sie ist ein Leitsymptom für verschiedene, mit Harnblasenentleerungsstörungen verbundene Krankheiten. Dysurie tritt oft in Kombination mit Pollakisurie auf. Je nach Ursache können nur noch ein paar Tröpfchen ausgeschieden werden. Gehen ungewollt Harntröpfchen ab, so spricht man von Inkontinenz. Steht der Schmerz im Vordergrund und lässt sich die Blasenentleerung (deshalb) nicht willentlich unterdrücken, spricht man von Strangurie (von lateinisch stranguria; deutsch Harnzwang, älter auch „Harnstrenge“ und für das schmerzhafte Wasserlassen „Harnwinde“[1]). Meint man nur die Schmerzhaftigkeit alleine, so spricht man von Algurie.
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| R30.0 | Dysurie Strangurie |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| MF50.7 | Dysurie |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Ursachen für eine Dysurie können unter anderem Blasen-, Prostata- und Harnröhrenerkrankungen, eine Blasen-Scheiden-Fistel, seltener auch Störungen neurologischen oder psychogenen Ursprungs sein.
Insbesondere bei Wohnungskatzen führt eine Dysurie auch zu Unsauberkeit (Periurie).[2]
Siehe auch
Literatur
- Pschyrembel – Klinisches Wörterbuch. 259., neu bearbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017213-5, S. 407 und 1598.
- Horst Kremling: Zur Entwicklung der klinischen Diagnostik. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 23, 2004, S. 233–261, hier: S. 255–257.