Stresz

Studioalbum der deutschen Electropunk-Band Egotronic From Wikipedia, the free encyclopedia

Stresz ist das zehnte und letzte Studioalbum der deutschen Electropunk-Band Egotronic. Es erschien am 23. Juli 2021 über Audiolith Records.

Veröffent-
lichung

23. Juli 2021

Format(e)

CD, LP, Digital

Schnelle Fakten Studioalbum von Egotronic, Veröffent-lichung ...
Stresz
Studioalbum von Egotronic

Veröffent-
lichung

23. Juli 2021

Label(s)

Audiolith Records

Format(e)

CD, LP, Digital

Genre(s)

Punk, Electropunk, Indie-Rock

Titel (Anzahl)

12

Länge

36:13

Besetzung

  • Konrad Evas: Bass
  • Christian Schilgen: Gitarre
  • Ben Schleicher: Schlagzeug
  • Kilian Teichgräber-Mittwoch: Synthesizer

Produktion

  • Torsun Burkhardt
  • Christian Schilgen

Studio(s)

Salon Berlin

Chronologie
Ihr seid doch auch nicht besser
(2019)
Stresz
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Hintergrund

Das Album stand ganz im Zeichen des Bandjubiläums, auch wenn Torsun Burkhardt, auch wenn er den Terminus selbst nicht besonders mochte, wie er es in dem Song Jubiläen zum Ausdruck brachte. Im Prinzip schloss sich mit dem Album ein Kreis: 1996, 25 Jahre zuvor, besuchte Burkhardt ein Konzert des ehemaligen NDW-Stars Andreas Dorau. Im Anschluss beschloss er seine Gitarre, mit der er vorher in mehreren Punkbands aktiv war, beiseite zu legen, und fortan Punk-Texte mit Gaming-Musik zu kombinieren. Fünf Jahre später war Egotronic geboren. Stresz ist nun das 10. Album innerhalb von 20 Jahren und mit Andreas Dorau konnte als einziger Gast für das Album verpflichtet werden.[1][2]

Das Album entstand während der COVID-19-Pandemie in Deutschland im Do-it-yourself-Stil. Die einzelnen Bandmitglieder konnten sich während der Lockdowns nicht sehen. Burkhardt schrieb die Songs zu Hause und fertigte Demos an, die er auf Einzelspuren dann an die jeweiligen Bandmitglieder sandte. Christian Schilgen fügte im Studio schließlich die einzelnen Segmente zusammen. Am Ende folgte die Gesangsaufnahme.[3]

Es war das letzte Egotronic-Album vor Auflösung der Band Ende 2022.[4] Im Anschluss gründete Burkhardt mit Christian Schilgen und seiner Ehefrau Sina „Synapse“ Burkhardt Torsun & The Stereotronics, verstarb aber am 30. Dezember 2023 an den Folgen einer Krebserkrankung.[5]

Musikstil

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Werken von Egotronic wurde das Songmaterial sehr reduziert. Somit wurde das Album zu einem Art Back-to-the-roots-Album. Gitarre, Bass und Gesang hatten nur eine Spur, der Synthesizer zwei. Damit entstand ein soundtechnisch sehr reduziertes Album, das im Gegensatz zu den Punk-lastigen letzten Alben wieder mehr Platz für elektronische Musik machte.[3] Es ist daher auch etwas ruhiger als die vorangegangenen Alben.[6]

Textlich finden sich verschiedene Themen, die im Bandkontext bereits bearbeitet wurden. So findet sich mit Der schönste Platz ist inner Apotheke ein Song, der sowohl auf Burkhardts Neigung zu Drogen aber auch auf das Angewiesensein auf Schmerzmittel im Rahmen seiner Rheuma-Erkrankung anspielt. Ebendiese wird auch im Song Dämon aufgegriffen.[6] Mit Masken und Nadel verpflichtend finden sich zwei Songs zur Corona-Pandemie auf dem Album, der eine behandelt die Maskenpflicht, der andere äußert sich zur Impfdebatte gegen Covid-19 und plädiert für eine Impfpflicht.

Meine Hotline thematisiert Polizeigewalt auf satirische Weise und bietet einen Extremistenvermittlungsservice für Polizei und Militär mit der Nummer 1312. Auslöser war ein Tweet der B.Z. mit dem Inhalt „Ermittlungen gegen 19 Beamte wegen rechter Straftaten“ und der anschließenden Frage „aber was ist mit linker Polizeigewalt?“.[7] Auch Lauf, Bulle, Lauf thematisiert rechte Polizeigewalt inklusive eines Die-Ärzte-Zitats aus 3-Tage-Bart.[6]

Jubiläen bearbeitet dann ironisch und satirisch das eigene 20-jährige Jubiläum.

Titelliste

  1. Stresz²° – 2:37
  2. Nadel Verpflichtend – 2:49
  3. Meine Hotline – 3:15
  4. Lauf Bulle, Lauf – 2:49
  5. Masken (feat. Andreas Dorau) – 2:54
  6. Auf Arbeit – 1:29
  7. Der schönste Platz ist inner Apotheke – 3:44
  8. Langeweile – 3:04
  9. Der Dämon – 3:16
  10. Schlusz mit Lustig – 3:16
  11. Auf YouTube – 4:02
  12. Jübiläen (feat. Andreas Dorau) – 2:53

Rezeption

Auf Laut.de vergab Rinko Heidrich drei von fünf möglichen Sternen. Er urteilte: „Ihr Jubiläum ziehen Egotronic also trotz aller Widerlichkeiten und Widrigkeiten konsequent durch. Gute Beszerung, Egotronic, und bitte nicht aufgeben. Wir tun es dank solcher Alben auch nicht.“[6]

Chartplatzierungen

Das Album markierte den zweiten und höchsten Charterfolg für Egotronic. Es platzierte sich auf Platz 50 der deutschen Charts.[8]

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[8]50 (1 Wo.)1
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Einzelnachweise

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