Strictosidin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Strictosidin ist ein Vincaalkaloid aus Rhazya stricta und dem Madagaskar-Immergrün (Catharanthus roseus) aus der Familie der Hundsgiftgewächse.[3] In der Synthese der Indolalkaloide spielt Strictosidin eine wichtige Rolle: Es ist der vermutete Vorläufer von über 1400 unterschiedlichen Indol-Terpen-Alkaloiden.[4] Zu erwähnen ist das Opioid Mitragynin, dessen Vorläufer Strictosidin ist, und somit für die Erforschung der Biosynthese von Opioiden neuer Generation eine große Rolle spielt.[5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Strictosidin
Allgemeines
Name Strictosidin
Andere Namen
  • 3-α(S)-Strictosidin
  • Isovincosid
Summenformel C27H34N2O9
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 20824-29-7
PubChem 161336
ChemSpider 141721
Wikidata Q2356148
Eigenschaften
Molare Masse 530,55 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Biosynthese

Es entsteht durch Pictet-Spengler-Kondensation von Tryptamin und dem C-7 des Secologanin.[6] Diese Reaktion wird von dem Enzym Strictosidin-Synthase katalysiert.[7]

Synthese von Strictosidin (rechts) aus Tryptamin (links) und Secologanin (Mitte): Mannich-artige Kondensation mit anschließender Ringschlussreaktion

Forschung

Die Beteiligung von Strictosidin an der antimikrobiellen Wirkung und der Wirkung als Antifraßstoff gegen diverse Insekten, der Blätter von Catharanthus roseus wurde untersucht. Strictosidin und sein Deglucosylierungsprodukt, das spezifisch durch das Enzym Strictosidin-Glucosidase gebildet wird, erwiesen sich als aktiv gegen mehrere Mikroorganismen.[8]

Analytik

Der spezifische Drehwinkel des Hydrochlorids in Methanol beträgt −143° bei 25 °C im Natriumlicht.[9]

Einzelnachweise

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