(768) Struveana
Asteroid des Hauptgürtels
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(768) Struveana ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 4. Oktober 1913 vom russischen Astronomen Grigori Nikolajewitsch Neuimin am Krim-Observatorium in Simejis bei einer Helligkeit von 12,8 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (768) Struveana | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,137 AE |
| Exzentrizität | 0,215 |
| Perihel – Aphel | 2,463 AE – 3,811 AE |
| Neigung der Bahnebene | 16,274° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 38,9° |
| Argument der Periapsis | 16,8° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 18. Juli 2025 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 203 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,62 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 32,6 km ± 0,4 km |
| Albedo | 0,14 |
| Rotationsperiode | 10 h 45 min |
| Absolute Helligkeit | 10,2 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
X |
| Geschichte | |
| Entdecker | G. N. Neuimin |
| Datum der Entdeckung | 4. Oktober 1913 |
| Andere Bezeichnung | 1913 TC |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Friedrich Georg Wilhelm Struve (1793–1864), Otto Wilhelm von Struve (1819–1905), den Direktoren des Pulkowo-Observatoriums und berühmt für ihre Doppelsternstudien, sowie Hermann von Struve (1854–1920), dem Direktor der Sternwarten Königsberg und Berlin.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (768) Struveana zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 32,3 km bzw. 0,14.[1] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 32,6 km bzw. 0,14 korrigiert.[2]
Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (768) Struveana eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[3]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 11. bis 14. September 1996 an der Außenstelle „Carlos U. Cesco“ des Felix-Aguilar-Observatoriums (OAFA) in Argentinien. Aus der während drei Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 8,802 h abgeleitet.[4] Dies war aber eine Fehlauswertung, denn aus weiteren Beobachtungen vom 9. April bis 26. Juni 2016 während neun Nächten an der Außenstelle Tschuhujiw des Charkiw-Observatoriums in der Ukraine wurde für die Rotationsperiode ein deutlich längerer Wert von 10,7458 h bestimmt.[5]
Dieses Ergebnis konnte auch durch neue Messungen vom 21. Oktober bis 17. November 2019 während sechs Nächten am Deep Sky West Observatory in New Mexico (abgeleitete Rotationsperiode 10,744 h)[6] und am gleichen Ort während drei Nächten vom 11. bis 20. Februar 2021 (abgeleitete Periode 10,753 h) bestätigt werden.[7]
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 10,7422 h bestimmt werden.[8] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 10,7421 h berechnet.[9]
Siehe auch
Weblinks
- (768) Struveana beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (768) Struveana in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (768) Struveana in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (768) Struveana in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).