Studio Museum in Harlem

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Das Studio Museum in Harlem ist ein Kunstmuseum im New Yorker Stadtteil Harlem. Es widmet sich der Kunst von afroamerikanischen Künstlern, Künstlern der afrikanischen Diaspora sowie Künstlern aus Afrika. Das Museum betreibt Ausstellungen, ein Artists-in-Residence-Programm, Bildungs- und Öffentlichkeitsprogramme und unterhält eine permanente Sammlung. Es wurde 1968 gegründet und befindet sich an der 144 West 125th Street in Manhattan.[1] Ein Neubau dort wurde im November 2025 eröffnet.[2] Das Gebäude wurde von Adjaye Associates in Zusammenarbeit mit Cooper Robertson entworfen und verfügt über eine Fläche von rund 7600 m².[2]

Studio Museum in Harlem, November 2025

Geschichte

Das Museum geht auf eine Initiative von Künstlern, Aktivisten, Philanthropen sowie Anwohnern Harlems zurück. Anlass war der begrenzte Zugang schwarzer Künstler zu etablierten Kunstinstitutionen. Der erste Standort befand sich über einem Spirituosengeschäft und diente zugleich als Atelier- und Ausstellungsraum. Das Ziel bestand darin, zeitgenössischen, insbesondere lebenden afroamerikanischen Künstlern institutionelle Präsentationsmöglichkeiten zu bieten. In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich das Studio Museum in Harlem als feste kulturelle Einrichtung. Später zog es in ein ehemaliges Bankgebäude an der 125th Street um. Im Jahr 2018 wurde das Museum für einen vollständigen Neubau geschlossen. Nach einer Bauzeit von rund sieben Jahren wurde das neue Gebäude an derselben Straße eröffnet. Der Neubau umfasst sieben Geschosse und besteht aus gestaffelten horizontalen und vertikalen Baukörpern. Die architektonische Gestaltung greift die städtebauliche Struktur Harlems auf, unter anderem durch großflächige Fenster im Erdgeschoss und ein offenes Atrium im Eingangsbereich.[3]

Am Eingang des Museums weht die grün-schwarz-rote Flagge des Künstlers David Hammons. Sie verweist auf die panafrikanische Flagge, die mit der Bewegung um Marcus Garvey in den 1920er Jahren in Verbindung gebracht wird. Im Foyer ist zudem die im Jahr 2007 entstandene Neoninstallation Give Us a Poem von Glenn Ligon zu sehen, die die Wörter „Me“ und „We“ zeigt. Das Museum erstreckt sich über fünf Etagen und präsentiert sowohl Wechselausstellungen als auch Werke aus der eigenen Sammlung. Letztere umfasst Werke von Künstler wie Jean-Michel Basquiat, Faith Ringgold, Jacob Lawrence, Wangechi Mutu und Kerry James Marshall. Ein prägendes Element des Innenraums ist ein freistehendes Treppenhaus aus schwarzem Granit, das Sichtbeziehungen zwischen den Ebenen ermöglicht. Anlässlich der Wiedereröffnung zeigte das Museum eine Ausstellung mit Lichtskulpturen von Tom Lloyd, der bereits an der Eröffnung des Museums im Jahr 1968 beteiligt war. Seine Arbeiten bestehen aus elektronisch gesteuerten Lichtobjekten, die unter Verwendung industriell gefertigter Materialien wie Fahrzeugleuchten und Weihnachtsbeleuchtung hergestellt wurden. Die permanente Sammlung des Museums umfasst nahezu 9000 Werke von mehr als 800 Künstlern und deckt einen Zeitraum von rund 200 Jahren ab. Sie beinhaltet Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Aquarelle, Fotografien, Videos und Installationen.[4]

Literatur

  • The Studio Museum in Harlem 25 Years of African-American Art. The Studio Museum in Harlem, 1994.
  • Connie H. Choi, Thelma Golden, Kellie Jones: Black Refractions: Highlights from The Studio Museum in Harlem. Rizzoli Electa, 2019.

Einzelnachweise

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