Stulnewe
Ort im Rajon Berdjansk, Ukraine
From Wikipedia, the free encyclopedia
Stulnewe (ukrainisch Стульневе; russisch Стульнево Stulnewo) ist ein Dorf im Rajon Berdjansk in der ukrainischen Oblast Saporischschja.
| Stulnewe | ||
|---|---|---|
| Стульневе | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Berdjansk | |
| Höhe: | 98 m | |
| Fläche: | 3.24 km² | |
| Einwohner: | 674 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 208 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71220 | |
| Vorwahl: | +380 6140 | |
| Geographische Lage: | 47° 13′ N, 36° 5′ O | |
| KATOTTH: | UA23020150330094590 | |
| KOATUU: | 2325587201 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Перемоги 96 71220 с. Стульневе | |
|
| ||
Am 31. Oktober 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Siedlungsgemeinde Tschernihiwka[1], bis dahin bildete es zusammen mit dem Dorf Kamjanka sowie der Ansiedlung Stulnewe die gleichnamige Landratsgemeinde Stulnewe (Стульневська сільська рада/Stulnewska silska rada) im Nordwesten des Rajons Tschernihiwka.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Berdjansk[2].
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Klippenfeld
Der Ort, der heute nach Stulnewo eingemeindet ist, wurde 1863 von Familien aus der Kolonie Molotschna gegründet. Es handelte sich um eine der letzten Gründungen innerhalb der Kolonie. Die Straße verlief parallel zum Tokmak, die Höfe lagen beiderseits der Straße und im Norden wuchs ein aufgeforsteter Wald. 1869 gab es 27 Vollwirtschaften und 14 Kleinwirtschaften. Es gab zwei Windmühlen, zwei motorisierte Mühlen und eine Ziegelei. Durch seine geographische Randlage litten die Dorfbewohner während des Bürgerkriegs sehr. Bei Abzug der Wehrmacht wurde das Dorf fast restlos zerstört, hieß aber später Mohotschnyj/Могочний.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 363.

