Stöckach (Igensdorf)
Ortsteil von Igensdorf
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Stöckach ist ein Gemeindeteil des Marktes Igensdorf im Landkreis Forchheim (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Stöckach hat eine Fläche von 3,782 km². Sie ist in 1171 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3229,53 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberlindelbach und Unterlindelbach.[4]
Stöckach Markt Igensdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 37′ N, 11° 13′ O |
| Höhe: | 358 m ü. NHN |
| Einwohner: | 783 (2016)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 91338 |
| Vorwahl: | 09126 |
Der Igensdorfer Gemeindeteil Stöckach | |

Geografie
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Stöckach fand 1062 unter dem Namen „Stockaha“ statt, weitere Nennungen folgten 1360 als „Stockach“ und später als „Stöckich“, was als Ort eines abgeholzten Waldes zu deuten ist.[7]
Während des Spätmittelalters gelangte Stöckach in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg und gehörte damit zur sogenannten Alten Landschaft des nürnbergischen Landgebietes.[8][9] Die Hochgerichtsbarkeit wurde bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts vom Pflegamt Hiltpoltstein ausgeübt, ebenso auch die Dorf- und Gemeindeherrschaft, die in Franken ausschlaggebend für die Landeshoheit war.[10] Eine tiefgreifende Veränderung für Stöckach ergab sich im Jahr 1806, als die Reichsstadt Nürnberg unter Bruch der Reichsverfassung vom Königreich Bayern annektiert wurde.[11][12] Zusammen mit dem verbliebenen reichsstädtischen Landgebiet wurde damit auch Stöckach bayerisch.
Durch die Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern wurde Stöckach mit dem Zweiten Gemeindeedikt im Jahr 1818 zu einer Ruralgemeinde, zu der die beiden Dörfer Oberlindelbach und Unterlindelbach gehörten.[13] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Stöckach am 1. Januar 1972 nach Igensdorf eingemeindet.[14]
Verkehr
Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird hauptsächlich durch die Kreisstraße FO 31 hergestellt, die den Ort direkt mit der etwa einen halben Kilometer östlich von Igensdorf verlaufenden Bundesstraße 2 verbindet. Die Kreisstraße FO 18 führt aus dem Nordosten von Igensdorf nach Stöckach und verläuft in westnordwestlicher Richtung weiter nach Unterlindelbach. Eine Gemeindeverbindungsstraße verbindet den Ort mit dem südwestlich gelegenen Nachbarort Affalterbach.
Baudenkmäler

In Stöckach befinden sich drei denkmalgeschützte Bauwerke, nämlich die Pfarrkirche St. Ägidius, das zugehörige Pfarrhaus und ein Bauernhaus.
Literatur
- Ingomar Bog: Forchheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 5). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955, DNB 450540367 (Digitalisat).
- Fritz Fink: Wanderung durch die Vergangenheit des Schwabachtales – Die Landschaft zwischen Erlangen und Gräfenberg. Selbstverlag, Eschenau 1999, ISBN 3-00-004988-6.
- Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5.
- Walter Bauernfeind: Alte Landschaft. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 62 f. (online).
- Eckhardt Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberger Land. 3. Auflage. Karl Pfeiffer’s Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993, ISBN 3-9800386-5-3.
- Max Spindler, Andreas Kraus (Hrsg.): Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (= Handbuch der bayerischen Geschichte. III, 1). 3. Auflage. C. H. Beck, München 1997, ISBN 3-406-39451-5.
Weblinks
- Stöckach im BayernAtlas, abgerufen am 4. Juni 2019
- Stöckach auf historischer Karte, abgerufen am 4. Juni 2019
