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Sufia Kamal

bangladeschische Dichterin, Feministin und Menschenrechtlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Begum Sufia Kamal (bengalisch বেগম সুফিয়া কামাল; * 20. Juni 1911 in Shayestabad bei Barishal; † 20. November 1999 in Dhaka) war eine bangladeschische Dichterin, Feministin und Menschenrechtlerin.[1][2] Sie erhielt als erste Frau ihres Landes ein Staatsbegräbnis.[3][4][2]

Leben

Kamals Vater verließ die Familie, als sie noch ein Kind war.[5] Da ihr als Mädchen keine reguläre Ausbildung offenstand, bildete sie sich mit Unterstützung ihrer Mutter und in der Bibliothek eines Onkels weitgehend selbst.[2][6] Im Jahr 1918 reiste sie mit ihrer Mutter nach Kalkutta, das heutige Kolkata, und begegnete dort Begum Rokeya.[1] Sie wurde in jungen Jahren mit ihrem Cousin Syed Nehal Hossain verheiratet und zog zunächst nach Barishal und später nach Kalkutta; nach seinem Tod im Jahr 1932 lebte sie zeitweise als Lehrerin selbständig, bevor sie Kamaluddin Ahmed heiratete.[2][5] Sie starb am 20. November 1999 in Dhaka und wurde in Azimpur mit vollen Staatsehren beigesetzt.[2][3] Ihre Tochter Sultana Kamal ist eine bedeutende Juristin und Menschenrechtlerin.[7]

Wirken

Kamals literarisches Schaffen begann mit der Erzählung Sainik Badhu (1923); 1926 erschien mit Bashanti ihr erstes Gedicht im Druck.[6][8] Mit dem Erzählband Keyar Kanta (1937) und dem Gedichtband Sanjher Maya (1938) machte sie sich dauerhaft einen Namen; letzterer erschien mit einem Vorwort von Kazi Nazrul Islam und wurde von Rabindranath Tagore gelobt.[1][8] Ab den späten 1940er-Jahren war sie für ihre Literatur, Kulturarbeit und Politik bekannt, nahm an der Sprachbewegung von 1952 teil, engagierte sich gegen das Tagore-Verbot, im Massenaufstand von 1969 und in der Unabhängigkeitsbewegung von 1971.[1][4][5] Sie war Gründungspräsidentin von Bangladesh Mahila Parishad, brachte sich zudem in Kulturorganisationen wie Chhayanaut ein und machte Frauenrechte zu einem Schwerpunkt ihres öffentlichen Wirkens.[1][4][5] In ihrer späteren Lyrik rückten soziale Gerechtigkeit, kulturelle Autonomie und die Erfahrung des Krieges stärker in den Vordergrund; häufig genannte Bücher sind Mrittikar Ghran, Ekatturer Diary, Ekale Amader Kal, Maya Kajal und Mon O Jibon.[9][10] Zu ihren wichtigsten Auszeichnungen zählen der Bangla Academy Award (1962), der Ekushey Padak (1976) und der Independence Award (1997); die pakistanische Auszeichnung Tamgha-i-Imtiaz gab sie 1969 aus Protest zurück.[8][10]

Einzelnachweise

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