Sula-Archipel-Ratte
Art der Gattung Ratten (Rattus)
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Die Sula-Archipel-Ratte (Rattus elaphinus) ist ein auf den nördlichen Sula-Inseln innerhalb der Molukken endemisches Nagetier in der Gattung der Ratten. Sie zählt zu einer Artengruppe, die nach der Kap-York-Ratte (Rattus leucopus) benannt ist. Vermutlich ist sie nah mit anderen Ratten der Molukken verwandt, auch wenn einige morphologische Abweichungen bestehen. Das Typusexemplar stammt von Taliabu.[1]
| Sula-Archipel-Ratte | ||||||||||||
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Museumsexemplar | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rattus elaphinus | ||||||||||||
| Sody, 1941 |
Merkmale
Diese mittelgroße Ratte wird ohne Schwanz 128 bis 215 mm lang, die Schwanzlänge liegt bei 154 bis 201 mm und das Gewicht variiert zwischen 123 und 197 g. Es kommen 34 bis 38 mm lange Hinterfüße und Ohren von 18 bis 22,5 mm Länge vor. Das weiche Fell ist allgemein gelbbraun, wobei oberseits rötliche und unterseits graue Töne eingemischt sind. Der dunkle Schwanz bietet einen Kontrast und die Hinterfüße sind für die Körperlänge recht kurz. Unterschiede zu anderen Ratten bestehen in abweichenden Details des Schädels und der Zahnreihen. So ist die Hirnschale nur wenig gewölbt, eine Öffnung hinter den Schneidezähnen im Oberkiefer ist groß und das Zahnschmelz der Schneidezähne ist orange gefärbt. Von den paarig angeordneten Zitzen der Weibchen befinden sich zwei auf der Brust, zwei kurz dahinter und vier im Leistenbereich.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Neben Taliabu ist das Tier auf Mangole verbreitet. Es lebt im Flach- und Bergland bis 1200 Meter Höhe. Auf Sanana wurden dagegen nur die eingeführten Arten Pazifische Ratte und Asiatische Hausratte dokumentiert. Diese Ratte hält sich meist in ursprünglichen tropischen Wäldern auf und besucht selten Plantagen mit Kokospalmen oder Kakaobäumen. Soweit bekannt bewegen sich die nachtaktiven Exemplare auf dem Boden. Jungtiere sind aus den Monaten September und Oktober bekannt.[3][2]
Zur Nahrungswahl, zum sozialen Verhalten und zu den Ruheplätzen liegen keine Informationen vor.[2]
Gefährdung
In Gebieten unter 750 Meter Höhe ist der Bestand durch Umwandlung der Wälder in Anbauflächen bedroht. In höheren Lagen kommt es gelegentlich zu Waldbränden. Sollten andere Ratten eingeführt werden, könnte das die Verdrängung der Art zur Folge haben. Die IUCN listet die Sula-Archipel-Ratte in der Vorwarnliste (near threatened).[3]