Suludschungelschnäpper

Art der Gattung Cyornis From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Suludschungelschnäpper (Cyornis ocularis) ist eine Singvogelart aus der Gattung der Blauschnäpper (Cyornis) innerhalb der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Er kommt auf Tawi-Tawi Island und Jolo im philippinischen Sulu-Archipel vor.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Suludschungelschnäpper
Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Unterfamilie: Niltavinae
Gattung: Blauschnäpper (Cyornis)
Art: Suludschungelschnäpper
Wissenschaftlicher Name
Cyornis ocularis
(Bourns & Worcester, 1894)
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Merkmale

Der Suludschungelschnäpper erreicht eine Körperlänge von 15 bis 15,4 cm. Kopf und Oberseite, einschließlich der Oberflügeldecken, sind überwiegend olivbraun. Auf den Schirmfedern, dem Bürzel und Oberschwanzdecken wird die Färbung lebhafter oder kräftiger rotbraun. Der lange Schwanz ist rötlich. Die Schwungfedern sind dunkelbraun. Der auffällige Augenring des Suludschungelschnäppers ist rötlich. An den Zügeln ist manchmal ein leicht hellerer oder grauerer Bereich zu erkennen. Kinn und Kehle sind schwarz. Über die Brust verläuft ein hell olivbraunes Band. Die übrige Unterseite ist weiß. Die Iris ist dunkel. Der Schnabel ist lang. Der Oberkiefer ist hellbraun, der Unterkiefer blasser oder hellbraun. Die Beine sind rosafarben bis purpur-hornfarben. Die Geschlechter ähneln sich.

Der Suludschungelschnäpper unterscheidet sich vom Philippinenschnäpper (Ficedula crypta) und vom weiblichen Schieferschnäpper (Ficedula basilanica) durch seine größere Körperlänge, den größeren Schnabel und die weißere Unterseite mit einem hell olivfarbenen Brustband. Der früher als konspezifisch betrachtete Rotschwanz-Dschungelschnäpper (Cyornis ruficauda) und Kinabaludschungelschnäpper (Cyornis ruficrissa), die sich geografisch nicht mit dem Suludschungelschnäpper überschneiden, haben keinen rötlichen Augenring und haben einen schwarzen Schnabel.

Systematik

Der Suludschungelschnäpper wurde 1894 von Frank Swift Bourns und Dean Conant Worcester als Rhynomyias occularis erstbeschrieben. Das ursprüngliche Artepitheton galt jedoch als falsch geschriebenes lateinisches Wort und musste korrigiert werden. Der Suludschungelschnäpper wurde zeitweise als Unterart des Rotschwanz-Dschungelschnäppers und des Kinabaludschungelschnäppers in einem erweiterten Konzept von Cyornis ruficauda betrachtet. In einer Studie zur Analyse bioakustischer Daten der Gattung Cyornis aus dem Jahr 2019[1] wurden drei stimmlich klar unterscheidbare Gruppen identifiziert, die mit den derzeit anerkannten Arten übereinstimmen, wobei jede der drei Spezies durch tiefe Meereskanäle getrennt ist. Dies führte 2021 zur Anerkennung des Suludschungelschnäppers als eigenständige Art durch den International Ornithological Congress.

Lebensraum und Lebensweise

Der Suludschungelschnäpper nutzt wahrscheinlich bewaldete Lebensräume. Er ist standorttreu. Seine Nahrung besteht gewöhnlich aus Insekten. Möglicherweise ernährt er sich auch von Früchten. Über seine Fortpflanzung ist nichts bekannt.

Lautäußerungen

Die Lautäußerungen umfassen verschiedene musikalische Töne, von denen einige als cheep beschrieben werden können.

Gefährdung und Schutz

Der Suludschungelschnäpper wurde seit seiner Abtrennung vom Rotschwanz-Dschungelschnäpper (Cyornis ruficauda) und vom Kinabaludschungelschnäpper (Cyornis ruficrissa) nicht in die IUCN Red List aufgenommen. Informationen über Populationsgröße und Status liegen bisher nicht vor. Bei einer Studie im Jahr 1998 gelang es dem Ornithologen Desmond Allen diese Art zu fotografieren und bioakustische Daten zu sammeln, was als bisher letzte wissenschaftliche Dokumentation gilt.

Literatur

  • Desmond Allen: Lynx and BirdLife International Field Guides Collection: Birds of the Philippines. Lynx Edicions, Barcelona 2020, ISBN 978-84-16728-31-2, S. 324.
  • Peter Clement and Sean M. Billerman (2024): Sulu Jungle Flycatcher (Cyornis ocularis), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana, and M. G. Smith, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. (Subscription erforderlich)

Einzelnachweise

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