Sumup
Unternehmen
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SumUp Payments Limited (Eigenschreibweise SumUp) ist ein Mobile-Point-of-Sale-Zahlungsdienstleister (mPOS) in Europa mit Hauptsitz in London und Deutschlandsitz in Berlin.
| SumUp | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited |
| Gründung | 2012 |
| Sitz | London, |
| Leitung | Daniel Klein, Marc-Alexander Christ |
| Mitarbeiterzahl | 2.000+ |
| Umsatz | 387 Millionen Euro |
| Branche | Zahlungsdienstleistungen |
| Website | sumup.de |
| Stand: Dezember 2020 | |
Geschichte
Das Unternehmen wurde 2012 durch fünf deutsche Gründer mit Sitz in London und Berlin gegründet[1][2][3] und ist seit August des Jahres auf dem deutschen Markt präsent.[4][5] Es wurde u. a. durch American Express, Groupon, BBVA Ventures und weitere Venture-Capital-Gesellschaften finanziert und hat über 1,5 Milliarden Euro Kapital erhalten (Stand: Juni 2022).[6][7][8][9][10][11][12]
Im April 2016 fusionierte SumUp mit dem Berliner Wettbewerber Payleven, der mit Finanzierung durch Rocket Internet gegründet worden war.[13][14] In dem Jahr wickelte man ein Zahlungsvolumen von etwa einer Milliarde Euro ab[15][16] und erzielte einen geschätzten Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar.[17] SumUp hat nach eigenen Angaben als erster Anbieter mobiler Kartenzahlung Profitabilität erreicht.[18]
Im Sommer 2017 startete die Church of England eine Partnerschaft mit SumUp und Zettle, um bargeldlosen Zahlungsverkehr in 16.000 Kirchen anzubieten.[19][20]
Im Mai 2018 hatte das Unternehmen 900 Mitarbeiter und einen Umsatz von über 100 Mio. Euro;[21] Ende 2018 lagen die Zahlen bereits bei 1.300 Mitarbeitern und 200 Mio. Euro.[22]
Bei einer Finanzierungsrunde im Juli 2019 wurden 330 Mio. Euro Kapital eingeworben; zu den Investoren gehörten Goldman Sachs und Bain Capital.[23] Im März 2020 hatte man weltweit 1.700 Mitarbeiter, im Oktober 2020 waren es nach eigenen Angaben bereits über 2.000, im Januar 2022 mehr als 3.000.[24][25]
Im Juni 2022 wurde SumUp bei einer Finanzierungsrunde über 590 Mio. Euro mit rund 8 Mrd. Euro bewertet und zählt seitdem zu den wertvollsten Fintech-Firmen Europas.[26]
In der Schweiz hatten im Jahr 2023 etwa 50.000 Händler das System genutzt und dabei rund zwei Mrd. Schweizer Franken umgesetzt.[27]
Unternehmen

Mit SumUp können Händler Debit- und Kreditkartenzahlungen einschließlich V Pay, Visa, Maestro, Mastercard, American Express, Google Pay und Apple Pay[28] mit ihrem Smartphone oder Tablet akzeptieren. Europäische Zahlungsdienstleister sind nicht zugelassen.
SumUp stellt den Händlern einen Kartenleser zur Verfügung. Mit „SumUp Point of Sale“[29][30] bietet man zusätzlich eine Plug-&-Play-Anwendung mit Zugang zu einem Kassensystem. Für seine Leistungen berechnet das Unternehmen eine Provision, bei Debitkarten ca. 1 % und Kreditkarten ca. 2 % – je nach Einsatzland leicht unterschiedlich.
Lizenzen und Zertifizierungen

Neben der Autorisierung durch die britische Financial Conduct Authority (FCA) als Zahlungsinstitut (Lizenznummer 900700)[31] hat SumUp im August 2019 eine Lizenz als E-Geld-Institut von der litauischen Zentralbank erhalten.[32]
SumUp ist Paylife, Mastercard und Visa (EMV) sowie PCI-DSS zertifiziert. Damit entspricht SumUp den üblichen Sicherheitsstandards für Kartenzahlungen. Das kontaktlose Kartenterminal des Unternehmens besitzt die folgenden Zertifizierungen:
- PCI PTS V3.0 Certified, SRED
- EMV Level 1 & Level 2
- Mastercard TQM
- Mastercard TIP, Visa ADVT
- Visa Ready[33]
Standorte
SumUp ist in mehr als 30 Ländern tätig. Im August 2012 startete das Unternehmen in Deutschland, Österreich, England und Irland. Im November 2012 folgten Italien, Spanien und die Niederlande.[34] Einen Monat später, im Dezember 2012, expandierte SumUp nach Frankreich, Belgien und Portugal.[35] Im November 2013 expandierte SumUp nach Brasilien.[36][37] Seit Mai 2014 hat SumUp auch einen Geschäftsbetrieb in Polen und der Schweiz.[38][39] Im September 2015 folgte Schweden.[40][41] Seit Oktober 2016 bietet das Unternehmen seine Dienstleistungen in den USA an.[42][43]
Im August 2017 kündigte das Unternehmen an, in 15 weitere Länder zu expandieren, unter anderem nach Finnland und Norwegen.[44] Als erstes österreichisches Finanzinstitut ist Anfang 2019 die Volksbank Gruppe in den Vertrieb mit den Kartenterminals eingestiegen.[45]
