Volksbank Gruppe
österreichische Gruppe von Genossenschaftsbanken
From Wikipedia, the free encyclopedia
Als Volksbank Gruppe bezeichneten sich bis 2012 die österreichischen Genossenschaftsbanken nach dem System Schulze-Delitzsch unter der Führung der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) und einschließlich der angeschlossenen Spezialbanken und sonstigen Dienstleistungsunternehmen innerhalb und außerhalb Österreichs.[1] Mit der Schaffung des Kreditinstituteverbundes gemäß § 30a Bankwesengesetz (BWG) entstand aus der Volksbank Gruppe der Volksbanken-Verbund.

Im Juli 2015 wurde die ÖVAG zur Abbaugesellschaft, legte die Bankkonzession zurück und schied aus der Gruppe aus. Die Spitzeninstitutsfunktionen der ÖVAG übernahm die Volksbank Wien-Baden, die in Volksbank Wien AG umfirmierte und mit den Volksbanken die 2012 eingeleitete Restrukturierung fortsetzte.[2]
Grundlegende Strukturveränderung
Die 2012 eingeleitete Restrukturierungsphase erstreckte sich bis 2016 und erfolgte, verbunden mit einigem Widerstand, in den nachstehend angeführten Teilschritten. Die Volksbank Osttirol-Westkärnten[3] und die Volksbank Marchfeld verließen den Volksbanken-Verbund und die Volksbank Almtal brachte ihren Bankbetrieb in die Volksbank Oberösterreich ein.
- Bildung der Volksbank Obersteiermark im Oktober 2013[4] aus der Volksbank Aichfeld-Murboden, der Volksbank Enns- und Paltental und der Volksbank Mürztal-Leoben.[5]
- Die Volksbank Osttirol-Westkärnten entstand aus der Volksbank Osttirol und der Volksbank Gailtal (Fusionsbeschluss 10. und 13. Juni 2013).[6]
- Die Volksbank Wien-Baden entstand aus der Fusion der Volksbank Wien mit der Volksbank Baden 2013 und deren Fusion mit der Gärtnerbank 2014.[7][8][9] Im August 2015 beschloss die Volksbank Wien-Baden die Übernahme der Volksbank Ost (Schwechat) und der Volksbank Obersdorf-Wolkersdorf-Deutsch-Wagram.[10]
- Volksbank Niederösterreich St. Pölten-Krems-Zwettl, zusammengeschlossen aus der Volksbank Krems-Zwettl und Volksbank Niederösterreich-Mitte (Mai 2014).[11][12]
- Zusammenschluss der Volksbank Weinviertel und der Volksbank Laa zur Volksbank Weinviertel (beschlossen im Juni 2014).[13]
- Volksbank Steiermark, zusammengeschlossen aus den Volksbanken Graz-Bruck, Bezirk Weiz und Süd- und Weststeiermark (Juli 2014)[14][15][16] sowie seit Juni 2016 Volksbank Südoststeiermark und Obersteiermark.[17]
- Die Volksbank Oberösterreich-Nord sollte im Mai 2015[18] aus der Volksbank Schärding-Altheim-Braunau, zusammengeschlossen aus den Volksbanken Schärding und Altheim-Braunau (Sommer 2014)[19] und der Volksbank Linz-Wels-Mühlviertel gebildet werden. Schließlich fand die Fusion im September 2015 statt und die neue Bank heißt nun Volksbank Oberösterreich.[20] Im Mai 2016 kamen noch die Volksbank Vöcklabruck-Gmunden und Eferding-Grieskirchen dazu.[21][22] Außerdem soll 2017 die Volksbank Almtal übernommen werden.[23]
- Die Volksbanken Alpenvorland, St. Pölten-Krems-Zwettl und Donau Weinland fusionierten.[24] Die Fusion wurde im Februar 2015 bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet[25] und fand zum 1. September 2015 statt.[26][27]
- Die Volksbank Salzburg wurde im August 2015 mit der Volksbank Strasswalchen-Vöcklamarkt-Mondsee verschmolzen.[28]
- In Tirol schlossen sich die Volksbanken Landeck, Kufstein und Innsbruck-Schwaz zusammen.[29]
- In Kärnten schlossen sich die Volksbank Kärnten Süd, die Volksbank Oberkärnten, die Volksbank Feldkirchen sowie die Volksbank Gewerbe- und Handelsbank Kärnten zusammen.[30]
- Die beiden Sparda-Banken (Sparda-Bank Austria Nord, Sparda-Bank Austria Süd) haben Im Dezember 2015 ihre Fusion zur Sparda-Bank Austria angemeldet,[31] vollzogen wurde sie im März 2016.[32] Im April 2017 wurde die fusionierte Sparda-Bank in die Volksbank Wien eingebracht.[33][34]
Liste der regionalen Volksbanken
| lfd. Nr. | Name | Gründung | Sitz | Vorgängerinstitute |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Volksbank Kärnten eG | 2016[36] | Klagenfurt am Wörthersee |
|
| 2 | Volksbank Niederösterreich AG | 2015 | St. Pölten |
|
| 3 | Volksbank Oberösterreich AG | 2015[48] | Wels |
|
| 4 | Volksbank Salzburg eG | 2015[58] | Salzburg |
|
| 5 | Volksbank Steiermark AG | 2016[63][64] | Graz |
|
| 6 | Volksbank Tirol | 2016[70] | Innsbruck |
|
| 7 | Volksbank Vorarlberg e.Gen. | 1888[72] | Rankweil | |
| 8 | Volksbank Wien AG | 2001 | Wien | Mit Wirkung vom 3. November 2015 aus Volksbank Wien-Baden AG umbenannt[73]
|
Einstieg der Republik Österreich bei der Volksbank Wien
Zur Absicherung des an die Volksbank-Gruppe gewährten staatlichen Partizipationskapitals in der Höhe von 300 Millionen Euro stieg die Republik Österreich (Bund) mit 25 % plus einer Aktie bei der Volksbank Wien ein. Der im September 2015 erfolgte Einstieg war für den Bund kostenlos und bei Rückzahlung wird auch wieder ein Ausstieg erfolgen.[85]