Suma Awards

jährlicher Kulturpreis des deutschen Netzkultur-Vereins Suma e. V. From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Suma Awards (Eigenschreibweise SUMA Awards oder SUMA-Awards) waren von 2008 bis 2015 jährlich verliehene Kulturpreise des deutschen Netzkultur-Vereins Suma e. V. Seit 2018 sind die Preise umgewandelt in Stipendien für Studierende an deutschen Universitäten und Hochschulen.

Strukturen

Die Suma-Awards wurden laut Satzung „für Arbeiten oder Projekte verliehen, die Wesentliches für ein gutes Leben in einer digitalen Welt leisten“.[1] Seit 2018 werden die Awards in Form von Stipendien an Studierende verliehen. Für den Erhalt eines SUMA-Stipendiums ist darüber hinaus entscheidend, dass das Thema der Arbeit von genereller Bedeutung für die Suchmaschinen-Technologie ist.

Das Stipendium kann mit maximal 1000,- Euro pro Monat für einen Zeitraum bis zu maximal einem Semester (6 Monate) bewilligt werden. Hierbei ist die wirtschaftliche Situation des Bewerbers / der Bewerberin nicht entscheidend – eine Bewerbung kann auch erfolgreich sein, wenn der Bewerber / die Bewerberin schon anderweitig finanzielle Unterstützung erhält.[2]

Preisträger

  • 2008: 1. www.opportuno.de Job-Suchmaschine Opportuno von Michael und Andreas Bogen; 2. www.oamos.com / Medienkunst-Suchmaschine Oamos crossmediales nutzergesteuertes Internet-Werkzeug; 3. Das Lied vom Datenkraken der Fun-Punk-Gruppe Die Betakteten.
  • 2009: 1. de.eyeplorer.com / EyePlorer: Suchmaschinentechnologie der vionto GmbH mit grafischer Darstellung semantisch verwandter Begriffe und Themenkategorien; 2. fdmbx.org / das Freedombox Search Project in Afghanistan; 3. www.neocer.de / Medienkunst neocer von Marc Löhe und Pascal Bovee
  • 2010: 1. newsclub.de/bundestag / die Open-Government-Suchmaschine „NewsClub im Bundestag“ erschließt die zuvor nicht übers Internet durchsuchbaren Redebeiträge im Deutschen Bundestag; 2. www.linguee.de / das Online-Wörterbuch Linguee; 3. die Dissertation Sociotechnical practices of communicating medical knowledge via the web and their epistemic implications. Sonderpreise gingen an die wissenschaftliche Suchmaschine BASE und an die Satire Google Home View (heute-show) von Martin Sonneborn.[3]
  • 2011: 1. liquidfeedback.org / LiquidFeedback: ein Werkzeug für die digitale Demokratie. 2. l3t.eu / das Open Access Lehrbuch L3T; 3. washabich.de / Übersetzung medizinischer Befunde in verständliche Sprache.
  • 2012: www.religionen-entdecken.de – informiert Kinder sachhaltig unter anderem über sechs Weltreligionen.[4]
  • 2013: "Der Überwachungsstaat", eine auf YouTube veröffentlichte Video-Arbeit des Filmemachers Manniac.
  • 2014: freenetproject.org / das Freenet-Projekt, ein effektiver Schutz gegen Überwachung, Kontrolle und Zensur.[5]
  • 2015: 1. NSA-Whistleblower Edward Snowden für seine Aufklärungsarbeit 2. das Projekt pretty Easy privacy; 3. das Projekt PRISM Break, das jeweils Alternativen für gängige Software-Produkte auflistet, die die Privatsphäre schützen.[6]

Belege

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