Sumatratrogon
Art der Gattung Apalharpactes
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Merkmale

Der Sumatratrogon erreicht eine Länge von ca. 30 Zentimeter. Er hat einen gelblich-grünen Kopf und ein blaugrünes Obergefieder. Kehle und Bauch sind gelb, über die Brust verläuft ein hellgrau-grünes Band. Die Flügel sind gelb gestreift. Diese sind bei den Weibchen heller und schmaler als bei den Männchen. Der Schwanz ist metallisch blau, der Schnabel ist rot und die Füße sind orangefarbene. Die unbefiederte Haut rund um die Augen ist blau. Verglichen mit dem sehr ähnlichen Javatrogon (Apalharpactes reinwardtii), ist der Sumatratrogon etwas kleiner, hat einen kürzeren Schwanz und einen kleineren Schnabel. Außerdem ist der Rücken nicht einfarbig grün, sondern der Bürzel ist kastanienbraun gefärbt.[1]
Lebensraum und Lebensweise
Der Sumatratrogon kommt in den Bergen im Westen der Insel Sumatra in Höhen von 750 bis 2200 Metern vor und lebt dort in den unteren Etagen des Bergregenwaldes. Über seine Lebensweise und sein Verhalten ist nur wenig bekannt. Wahrscheinlich ist er ein Standvogel. Er ernährt sich von grünen Raupen, Heuschrecken, Stabheuschrecken, Käfern und Wanzen, sowie von Früchten und kleinen Wirbeltieren. Die Vögel brüten im März. Das Gelege besteht aus einem bis zwei Eiern. Jungvögel fand man im Mai und Juni. Die Lautäußerungen des Sumatratrogons unterscheiden sich nicht von denen des Javatrogons und bestehen aus einem hohen, gepfiffenen „wiwi whéeer-lu“, das alle paar Sekunden wiederholt wird und ein durchdringendes heiseres „chierr, chierr“ oder lautes „turrr“.[1]
Systematik
Der Sumatratrogon wurde 1836 durch den deutschen Naturforscher und Zoologen Salomon Müller als Trogon mackloti erstmals wissenschaftlich beschrieben und zu Ehren seines Freundes und Kollegen Heinrich Christian Macklot benannt. Später wurde die Art in die Gattung Harpactes verschoben, die 1833 durch den englischen Ornithologen William Swainson für die asiatischen Trogone eingeführt worden ist. Der Sumatratrogon und seine Schwesterart, der Javatrogon, sind jedoch nicht besonders nah mit den übrigen asiatischen Trogonen verwandt, und wurden deshalb 2010 in die Gattung Apalharpactes überführt,[2] die schon 1854 durch Charles Lucien Bonaparte aufgestellt worden ist. Eine Zeit lang galt der Sumatratrogon als Unterart des Javatrogons.[1]