Superfloppy

Disketten, die mehr Speicherkapazität als die 1,44-MB-„HD“-3½″-Diskette aufweisen From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Superfloppy werden Disketten (englisch floppy disks) bezeichnet, die mehr Speicherkapazität als die 1,44-MB-„HD“-3½-Diskette aufweisen.[1] Eine solche Superfloppy war z. B. die 2,88-MB-„ED“-3½-Diskette von 1991.[2] Aber auch andere wechselbare Speichermedien, die wie Disketten verwendet werden können und deutlich mehr Speicherkapazität als diese aufweisen, werden teils im Superfloppy-Format angesprochen: davon spricht man, wenn ein Datenträger unpartitioniert direkt verwendet wird und somit keine Partition vorhanden ist.

Superfloppy-Format

Der Begriff „Superfloppy“ wird auch für die verwendete Formatierung genutzt. Disketten sind in vielen Betriebssystemen ein Sonderfall, da sie keine Partitionierung verwenden – stattdessen wird direkt ein Dateisystem verwendet. Unter Linux können u. a. Zip-Disketten entweder partitioniert oder als Superfloppy, und somit unpartitioniert wie Floppy-Disketten, verwendet werden.[3]

Dass man überhaupt daran interessiert war, Speichermedien ohne Partitionstabelle zu verwenden, liegt an der Art und Weise, wie PC-kompatibles DOS, allen voran MS-DOS, und OS/2 mit Speichermedien umgehen, die eine primäre Partition im MBR definiert haben: DOS vergibt primären Partitionen beim Laufwerksbuchstaben den Vorzug. Da auf internen Festplatten meist erweiterte Partitionen definiert waren, und da man nie wissen kann, ob ein Wechseldatenträger eine Primärpartition definiert hat oder nicht, würde sich so die Zuordnung der Laufwerke (nach dem Systemlaufwerk C:) beim Startvorgang verschieben, siehe Partition (Datenträger) #Besonderheiten erweiterter Partitionen.[4]

Probleme

Spätere Betriebssysteme haben mit Superfloppies teils Probleme, da die automatische Erkennung nicht immer richtig funktioniert.[5] Auf modernen Systemen ist es fast immer besser, wenn ein Wechseldatenträger ein Partitionsschema verwendet, um Partitionen leichter einem bestimmten Typ an Formatierung/Dateisystem zuordnen zu können. So kann z. B. ein Betriebssystem leichter unterstützte Volumes (Formatierungen, Dateisysteme) automatisch einbinden, während nicht unterstützte Typen einfach ignoriert werden.

Verwendung

Beispiele für Superfloppies der 1990er Jahre:

Neben Disketten unterstützen auch die Treiber-Software von Magneto Optical Disks das Superfloppy-Format meist.[6] Aber auch auf USB-Sticks kann das Superfloppy-Format Anwendung finden.[7][8]

Einzelnachweise

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