Surbourg
französische Gemeinde
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Surbourg (deutsch Surburg) ist eine französische Gemeinde mit 1733 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est.
| Surbourg | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Bas-Rhin (67) | |
| Arrondissement | Haguenau-Wissembourg | |
| Kanton | Wissembourg | |
| Gemeindeverband | Outre-Forêt | |
| Koordinaten | 48° 55′ N, 7° 51′ O | |
| Höhe | 144–218 m | |
| Fläche | 10,46 km² | |
| Einwohner | 1.733 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 166 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67250 | |
| INSEE-Code | 67487 | |
Geschichte
Surbourg hat einen Anteil am Heiligen Forst (Forêt de Haguenau). In seinem Bereich, auf Surbourger Gemeindeboden, steht das älteste Kloster der Region Elsass (Kloster Surbourg); es wurde im 6. Jahrhundert von Arbogast von Straßburg gegründet.[1] Eine Gründungsurkunde existiert jedoch nicht. Nach Aufzeichnungen der Mönche der Klöster Honau und Weißenburg (Wissembourg) schenkten im Jahr 749 ein gewisser Bodolus Güter an das Kloster Honau[2] und im Jahr 765 die Brüder Gerbaldus und Rihbaldus Güter an das Kloster Weißenburg[3]. Die romanische Kirche des späteren Benediktinerklosters blieb erhalten und dient heute als Pfarrkirche. Sie ist Johannes dem Täufer geweiht, der auch auf dem Gemeindewappen abgebildet ist (gelegentlich wird sie auch als St. Arbogast oder als St. Martin bezeichnet). Ältester Teil der (ca. 2020 restaurierten) Klosterkirche ist die romanische Apsis des 12. Jahrhunderts.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Surburg als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Weißenburg im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1313[4] | 1.370 | 1.394 | 1.341 | 1.448 | 1.464 | 1.528 | 1.581 | 1.699 |
Sehenswürdigkeiten
Die Romanische Straße führt über Surbourg. Die romanische Pfarrkirche Saint-Martin und Saint-Arbogast ist eine dreischiffige Basilika aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Die Rundbogenarkaden des Mittelschiffs werden im Wechsel von Viereckpfeilern und Säulen mit einfachen Würfelkapitellen getragen.
- Außenansicht der Kirche
- Innenansicht der Kirche
Persönlichkeiten
- Karl Roos (1878–1940), Lehrer und autonomistischer Politiker des Elsass
Literatur
- Martin Zeiller: Surburg. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Alsatiae etc. (= Topographia Germaniae. Band 3). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 63–64 (Volltext [Wikisource]).
- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Band 2, Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1292–1293.
