Susan Monarez
US-amerikanische Mikrobiologin und Gesundheitspolitikerin
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Susan Patricia Coller Monarez (* 6. November 1974 in den Vereinigten Staaten) ist eine US-amerikanische Mikrobiologin und Gesundheitspolitikerin. Sie war vom 31. Juli bis zum 27. August 2025 Direktorin der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und hatte damit die kürzeste Amtszeit in der 79‑jährigen Geschichte der Behörde.[1]

Leben
Monarez studierte Veterinärwissenschaften an der University of Wisconsin–Madison und promovierte dort mit einem Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten wie der Afrikanischen Trypanosomiasis und Toxoplasmose. Sie arbeitete in Forschung und Politikberatung, unter anderem an der Stanford University, im US-Heimatschutzministerium und im Office of Science and Technology Policy des Weißen Hauses.
Im März 2025 nominierte Präsident Donald Trump Monarez als CDC-Direktorin, nachdem er seinen ursprünglichen Kandidaten David Weldon zurückgezogen hatte. Sie wurde als erste CDC-Leiterin nach einem 2023 erlassenen Gesetz vom US-Senat bestätigt und am 31. Juli 2025 vereidigt.
Entlassung 2025
Weniger als einen Monat nach Amtsantritt wurde Monarez am 27. August 2025 entlassen.[2] Das Weiße Haus begründete den Schritt damit, dass sie „nicht mit der Agenda des Präsidenten“ übereinstimme.[3] Nach Darstellung ihrer Anwälte war die Entlassung unrechtmäßig, da sie als vom Präsidenten ernannte und vom Senat bestätigte Beamtin nur vom Präsidenten selbst abberufen werden könne.[4]
Hintergrund des Konflikts waren tiefgreifende Differenzen mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., einem bekannten Impfgegner. Monarez habe sich geweigert, wissenschaftlich nicht belegte Anweisungen umzusetzen und erfahrene Fachkräfte zu entlassen.[5] Kennedy hatte zuvor die staatliche Corona‑Impfempfehlung für Schwangere und gesunde Kinder aufgehoben und das gesamte Impfstoff‑Beratungsgremium der CDC entlassen.
Ihre Absetzung löste eine Rücktrittswelle in der CDC‑Führung aus. Unter anderem traten die stellvertretende Direktorin Debra Houry und der Leiter des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Demetre Daskalakis, zurück. In ihren Schreiben nannten sie politische Eingriffe in wissenschaftliche Entscheidungen, Budgetkürzungen und die Zunahme von Fehlinformationen als Gründe.[1] Mehrere Hundert CDC‑Mitarbeitende protestierten vor dem Hauptsitz in Atlanta gegen die Entlassung.[6][7] Medien und Fachverbände warnten vor einer Politisierung der öffentlichen Gesundheit und einem Abbau evidenzbasierter Strukturen. Die Union of Concerned Scientists kritisierte, die Regierung setze auf „Verschwörungstheorien und Pseudo‑Wissenschaft“.[8] Auf Nachfrage äußerte Karoline Leavitt zu Monarez Entlassung: „Präsident Trump wurde am 5. November mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Diese Frau hat in ihrem Leben noch nie eine Stimme erhalten....Wenn die Menschen die Vision des Präsidenten und des Ministers, unser Land wieder gesund zu machen, nicht teilen, dann weisen wir sie gerne vor die Tür.“[9]