Susanne Siegert
deutsche Journalistin, Autorin und Social-Media-Aktivistin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Susanne Siegert (* 1992) ist eine deutsche Journalistin, Autorin, Aktivistin und Content Creatorin. Bekannt wurde sie durch ihre Arbeit im Bereich der digitalen Erinnerungskultur zur Zeit des Nationalsozialismus und der Holocaust Education.[1][2][3]
Leben und Karriere
Siegert wuchs in Kirchweidach auf.[4] Nach ihrem Abitur an einem Gymnasium in Altötting[5] studierte sie Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie Multimedia und Autorschaft mit Schwerpunkt Online-Journalismus an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.[6] Bereits während des Studiums begann sie, sich mit digitaler Geschichtsvermittlung und Formen öffentlicher Erinnerung im Internet zu beschäftigen.
Nach Tätigkeiten im Online-Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit – unter anderem als Referentin bei den Arolsen Archives – widmet sich Siegert seit 2022 verstärkt der digitalen Geschichtsvermittlung.[6] Auf Social Media betreibt sie die Kanäle keine.erinnerungskultur auf TikTok und Instagram, über die sie Inhalte zu Themen wie Holocaust, NS-Verbrechen, Gedenkstättenarbeit und Historisch-politische Bildung aufbereitet.[2][7] Ihr Ziel ist es, insbesondere jüngere Zielgruppen für Geschichte, Gedenkstätten und lokale Erinnerungspraxis zu sensibilisieren. Neben ihrer Online-Tätigkeit tritt sie regelmäßig als Referentin und Podiumsgast bei Veranstaltungen und Diskussionsformaten zur Erinnerungskultur auf.[8] Siegert zählt zu den bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur im deutschsprachigen Raum. Ihre Social-Media-Kanäle verzeichnen rund 300.000 Follower (Stand 2025).[7] Ihre Arbeit wird in der Fachöffentlichkeit als Beispiel für den erfolgreichen Transfer historisch-politischer Bildungsinhalte in den digitalen Raum gewertet.[2][8] Siegert lebt in Leipzig.[1]
Publikationen
- Gedenken neu denken. Piper Verlag, München 2025, ISBN 978-3-492-06545-0.
Auszeichnungen
- 2024: Grimme Online Award für ihr Engagement in der digitalen Holocaust Education[1][6]
- 2025: Margot-Friedländer-Preis für Beiträge zur Förderung einer aktiven Erinnerungskultur[1]