Sven Boeck

deutscher Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor From Wikipedia, the free encyclopedia

Sven Boeck (* 1965 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Dokumentarfilmer und -produzent.

Werdegang

Sein Vater, Fritz Boeck[1] (1935–2016) war Regisseur beim Unterhaltungsfernsehen der DDR, seine Mutter, Gisela-Monika (geb. 1940), arbeitete als Hebamme. Die Familie lebte in Berlin-Friedrichshain.

Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule absolvierte Boeck eine Lehre als Mechaniker. Auf Anregung seines Vaters hin wechselte er 1983 zum Fernsehen der DDR und arbeitete einige Jahre dort zuerst als Kameraassistent, später als Regieassistent und als Cutter. Er realisierte erste experimentelle Kurzfilme. An der Betriebsakademie des DDR-Fernsehens (später DFF) absolvierte er von 1988 bis 1991 ein Fachschulstudium für Regie. Die Arbeitserfahrungen halfen Boeck später bei Gründung einer eigenen Film-Firma.

Filmproduktionen

Ab 1991 gründete Sven Boeck in Berlin die Filmproduktion KOPPFILM GmbH.[2] Das Unternehmen war Serviceprovider (Verleih von Kameratechnik und Postproduction) und Produzent von Filmen für TV und Kino.[3] KOPPFILM wirkte als Technikprovider, Koproduzent oder Produzent bei zahlreichen Filmen mit.

Fast 20 Jahre lang hatte Boeck die Geschäftsführung der Filmproduktion KOPPFILM GmbH inne, bis er 2010 mit der Firma in die Insolvenz ging. Eine Weiterbeschäftigung bei den Bewegtbildmedien war für Boeck nicht möglich. Deshalb und um sich zukünftig in betriebswirtschaftlichen Dingen auf eigene Kenntnisse verlassen zu können, besuchte er von 2012 bis 2014 eine Umschulung zum Steuerfachangestellten[4].

Aktuelles

Seit 2015 ist Boeck Geschäftsführer und Verlagsleiter des Satire-Magazins „Eulenspiegel“.[5]

Boeck arbeitet weiterhin als Dokumentarfilmer[6][7] und dreht Kurzfilme. Daneben setzt er ebenfalls nicht filmische Projekte um, wie 2025, „Geldautomaten in Berlin #1“ für die Sammlung Haupt. Er lebt in Berlin.

Filmografie

  • 1987 bis 1990 diverse experimentelle Kurzfilme
  • 2009 „Die 4 Enden der Stadt“, Dokumentarfilm, 48 Min, WA 2010 in Nyon, auch Kamera
  • 2013 Videoinstallation zu Gertrud Kolmar, Galerie Abakus, Berlin Weißensee
  • 2019 „Herzbergmaschine Gertrud Kolmer – Wege durch Berlin“ Dokumentarfilm, 76 Min
  • 2019 Image-Video für die Sammlung Haupt, 1 Min 38 Sek
  • 2020 „Herzbergmaschine # 3 Sabina Wenzel in Paraty“, Dokfilm, 30 Min
  • 2020 „Herzbergmaschine # 2, Das Traumtagebuch von Hilde Wenzel“, Dokfilm, 27 Min
  • 2022 „GRABEN Erhard Scherner – Erinnerungen“, Dokumentarfilm 79 Min
  • 2022 Sieben Kurzfilme im „studio im HOCHHAUS“
  • 2023 „SMV 8.5“, Kurzfilm in „Studio Stadt. Peripherien elektronischer Musik“, „Scharaun“
  • 2024 „Die Allee“, Dokumentarfim, 93 Min

Einzelnachweise

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