Switchback – Gnadenlose Flucht
Film von Jeb Stuart (1997)
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Switchback – Gnadenlose Flucht ist ein US-amerikanischer Thriller von Jeb Stuart mit Danny Glover, Jared Leto und Dennis Quaid in den Hauptrollen. Der Film startete am 31. Oktober 1997 in den US-Kinos und erschien am 20. Oktober 1998 in Deutschland direkt auf Video.
| Film | |
| Titel | Switchback – Gnadenlose Flucht |
|---|---|
| Originaltitel | Switchback |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1997 |
| Länge | 118 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
|
| Stab | |
| Regie | Jeb Stuart |
| Drehbuch | Jeb Stuart |
| Produktion | Gale Anne Hurd |
| Musik | Basil Poledouris |
| Kamera | Oliver Wood |
| Schnitt | Conrad Buff IV |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Handlung
FBI-Agent Frank LaCrosse und seine Leute jagen einen Serienkiller. Als dieser den Sohn von LaCrosse entführt und dabei auch dessen Kindermädchen tötet, wird dem Agenten der Fall entzogen. Er beginnt nun, auf eigene Faust den Mörder zu jagen. Ein Mordfall in einem Motel in Amarillo bringt LaCrosse auf die Spur von Trucker Bob Goodall, der mit dem Anhalter Lane Dixon durch die USA fährt. Dixon und Goodall freunden sich an. Bei der Verfolgung der beiden Männer erhält LaCrosse Unterstützung von Sheriff Buck Olmstead, der gerade vor der Sheriff-Wahl steht, und seinen Leuten.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen verdichtet sich der Verdacht auf Dixon als Serienmörder. LaCrosse wird selbst vom FBI gesucht, da er zum wiederholten Male ohne Erlaubnis einen anderen Fall verlassen hat. Er kann die beiden Verdächtigen in einem Zug in den Rocky Mountains stellen. Es stellt sich heraus, dass Goodall der Gesuchte ist. Beim darauffolgenden Kampf zwischen den Beteiligten stürzt Goodall aus dem fahrenden Zug und stirbt. LaCrosse glaubt, seinen Sohn nun verloren zu haben. Doch Dixon erinnert sich an eine Adresse in Oakland, Kalifornien, die Goodall erwähnte. Dort findet LaCrosse seinen Sohn wohlauf.
Besetzung und Synchronisation
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher[2] |
|---|---|---|
| Bob Goodall | Danny Glover | Reinhard Brock |
| Lane Dixon | Jared Leto | Andreas Fröhlich |
| Frank LaCrosse | Dennis Quaid | Thomas Danneberg |
| Jack McGinnis | William Fichtner | Ulrich Frank |
| Nate Booker | Ted Levine | Walter von Hauff |
| Sheriff Buck Olmstead | R. Lee Ermey | Harald Dietl |
| Bud | Walton Goggins | Jakob Riedl |
| Fae | Maggie Roswell | |
| Colorado Trooper | Christopher Michael | |
| Shorty | Leo Burmester | Peter Musäus |
Rezeption
Publikumszuspruch
Gegenüber einem geschätzten Budget von 38 Mio. US-Dollar[3] spielte der Film an den nordamerikanischen Kinokassen rund 6,5 Mio. US-Dollar ein, davon rund 2,7 Mio. US-Dollar am Startwochenende.[4] Damit verfehlte er die kommerziellen Erwartungen und gilt als Flop.[5]
In einer von CinemaScore vorgenommene Umfrage vergaben US-amerikanische Kinobesucher nur eine Durchschnittsnote von B–, was der deutschen Schulnote 2– bzw. knapp gut entspricht.[6]
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 32 %[7] |
| AllMovie | |
| CinemaScore | B–[6] |
| Lexikon des internationalen Films | |
| Roger Ebert |
Das Presseecho war überwiegend schlecht. So erfasst der US-amerikanische Aggregator Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet Switchback damit als „Gammelig“ ein. Zusammenfassend heißt es dort: „Belastet von der schweren Last abschweifender Handlungsstränge und ungleichmäßiger Darbietungen, gewinnt Switchback nie ein Gefühl für die erzählerische Dynamik.“[7.1]
Stephen Holden von der New York Times beschrieb den Film als „ein heilloses Durcheinander“. Er bemängelt, dass Quaid zu mürrisch und Glover zu sympathisch sei.[11] Wie Holden lobte auch Roger Ebert von der Chicago Sun-Times die Atmosphäre des Films, insbesondere die Außenaufnahmen. Ebert fand den Schauplatz und die Nebenfiguren, wie Ermeys Sheriff, die reizvollsten Teile des Films und kam zu dem Schluss: „Wir haben es hier mit einem potenziell guten Film zu tun, der von der Last der Hollywood-Formeln erdrückt wird, die er tragen muss“.[10]
Demgegenüber fielen deutsche Kritiken besser aus:
„Jeb Stuarts spannender Thriller wartet nicht unbedingt mit der allerneuesten und originellsten Story auf, aber die formale Umsetzung ist ganz pfiffig. Hinzu kommt, dass Danny Glover – ansonsten eher ein Sympathieträger – hier erstaunlich biestig daherkommt.“
Das Lexikon des internationalen Films hob „neben stimmig entwickelten Charakteren packende Actionmomente“ hervor und kam ebenfalls zu einem positiven Urteil:
„Ein überaus intelligenter Krimi, der […] darüber hinaus noch mit einer guten Fotografie aufwarten kann.“[9]