Swjatoi Dmitri Rostowski
100-Kanonen-Linienschiff der Baltischen Flotte der Kaiserlich Russischen Marine
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Die Swjatoi Dmitri Rostowski (russisch Святой Дмитрий Ростовский) war ein 100-Kanonen-Linienschiff der Baltischen Flotte der Kaiserlich Russischen Marine, das von 1758 bis 1764 in Dienst stand.
Modell der Sachari i Jelissawet im Eutiner Schloss, mit ähnlichen Heckspiegel wie die Swjatoi Dmitri Rostowski | ||||||||||||||||||
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Geschichte
Mitte der 1750er Jahre wurden die Schiffbauingenieure der russischen Marine, wie Alexander Sutherland, Iwan Ramburg, Gawriil Okunew, Dmitry Schcherbatchew und Potap Kachalov, aufgefordert, Entwürfe für ein 100-Kanonen-Linienschiff einzureichen. Von diesen setzte sich Sutherland mit einem seiner drei Entwürfe, basierend auf den Linien der 1727 vom Stapel gelaufenen Pjotr I i II, nach Entscheidung durch die Zarin Elisabeth durch.
Die spätere Swjatoi Dmitri Rostowski wurde am 31. Märzjul. / 11. April 1756greg. auf der Admiralitätswerft in Sankt Petersburg auf Kiel gelegt. Der Stapellauf des aus hochwertigem Eichenholz aus Kurland und der Region um Kasan gefertigtem Schiffes erfolgte am 1. Junijul. / 12. Juni 1758greg.. Die Ornamentik orientierte sich an der vorhergehenden Sachari i Jelissawet.[1]
Die Swjatoi Dmitri Rostowski wurde ab 1760 im Rahmen der russischen Beteiligung während des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen und Großbritannien eingesetzt. Im Zuge dieser Mission gehörte es als Flaggschiff zum Verband von Admiral Sachar Mischukow und wurde hauptsächlich zum Truppentransport bei den Belagerungen der Stadt Kolberg in den Jahren 1760 und 1761 verwendet. Nach Ende des Krieges erfolgte 1764 noch eine Ausbildungsfahrt in der Ostsee und Teilnahme an einer Übungsschlacht vor dem russischen Flottenstützpunkt Baltischport, bevor es noch im selben Jahr aufgelegt wurde. Eine weitere Ausrüstung des Schiffes erfolgte nicht, und so erging 1771 der Befehl zum Abbruch, welcher bis zum Folgejahr durchgeführt wurde.[1]
Technische Beschreibung
Die Swjatoi Dmitri Rostowski war als Batterieschiff mit drei durchgehenden Geschützdecks konzipiert und hatte eine Länge von 54,86 Metern (Geschützdeck), eine Breite von 14,95 Metern und einen Tiefgang von 6,63 Metern.[1] Sie war ein Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast). Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den Galerien integriert waren, die in die seitlich angebrachten Seitengalerien mündeten. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. Die Beplankung war kraweel ausgeführt, das heißt, die Kanten der Planken stießen stumpf aufeinander, so dass eine glatte Außenfläche entstand.
Die Bewaffnung bestand aus 100 Kanonen.[1]
| Unteres Batteriedeck |
Mittleres Batteriedeck |
Oberes Batteriedeck |
Backdeck | Achterdeck | Kanonen (Geschossgewicht) | |
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| Design | 28 × 30-Pfünder | 28 × 18-Pfünder | 30 × 8-Pfünder | 14 × 6-Pfünder | 100 Kanonen (412,33 kg) | |
Siehe auch
Literatur
- John Tredrea & Eduard Sozaev: Russian Warships in the Age of Sail 1696–1860: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2010, ISBN 978-1-84832-058-1 (englisch).
Weblinks
- Swjatoi Dmitri Rostowski auf threedecks.org (englisch)
