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Swjatoi Dmitri Rostowski

100-Kanonen-Linienschiff der Baltischen Flotte der Kaiserlich Russischen Marine From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Swjatoi Dmitri Rostowski (russisch Святой Дмитрий Ростовский) war ein 100-Kanonen-Linienschiff der Baltischen Flotte der Kaiserlich Russischen Marine, das von 1758 bis 1764 in Dienst stand.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Swjatoi Dmitri Rostowski
Modell der Sachari i Jelissawet im Eutiner Schloss, mit ähnlichen Heckspiegel wie die Swjatoi Dmitri Rostowski
Modell der Sachari i Jelissawet im Eutiner Schloss, mit ähnlichen Heckspiegel wie die Swjatoi Dmitri Rostowski
Schiffsdaten
Flagge Russisches Kaiserreich Russisches Reich
Schiffstyp Linienschiff (Dreidecker)
Klasse Einzelschiff
Bauwerft Admiralitätswerft, Sankt Petersburg
Kiellegung 11. April 1756
Stapellauf 12. Juni 1758
Außerdienststellung 1764
Verbleib 1772 abgebrochen
Schiffsmaße und Besatzung
Länge Geschützdeck: 54,86 m (Lüa)
Breite 14,95 m
Tiefgang (max.) 6,63 m
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Bewaffnung

100 Geschütze

  • 28 × 30-Pfünder
  • 28 × 18-Pfünder
  • 30 × 8-Pfünder
  • 14 × 6-Pfünder
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Geschichte

Mitte der 1750er Jahre wurden die Schiffbauingenieure der russischen Marine, wie Alexander Sutherland, Iwan Ramburg, Gawriil Okunew, Dmitry Schcherbatchew und Potap Kachalov, aufgefordert, Entwürfe für ein 100-Kanonen-Linienschiff einzureichen. Von diesen setzte sich Sutherland mit einem seiner drei Entwürfe, basierend auf den Linien der 1727 vom Stapel gelaufenen Pjotr I i II, nach Entscheidung durch die Zarin Elisabeth durch.

Die spätere Swjatoi Dmitri Rostowski wurde am 31. Märzjul. / 11. April 1756greg. auf der Admiralitätswerft in Sankt Petersburg auf Kiel gelegt. Der Stapellauf des aus hochwertigem Eichenholz aus Kurland und der Region um Kasan gefertigtem Schiffes erfolgte am 1. Junijul. / 12. Juni 1758greg.. Die Ornamentik orientierte sich an der vorhergehenden Sachari i Jelissawet.[1]

Die Swjatoi Dmitri Rostowski wurde ab 1760 im Rahmen der russischen Beteiligung während des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen und Großbritannien eingesetzt. Im Zuge dieser Mission gehörte es als Flaggschiff zum Verband von Admiral Sachar Mischukow und wurde hauptsächlich zum Truppentransport bei den Belagerungen der Stadt Kolberg in den Jahren 1760 und 1761 verwendet. Nach Ende des Krieges erfolgte 1764 noch eine Ausbildungsfahrt in der Ostsee und Teilnahme an einer Übungsschlacht vor dem russischen Flottenstützpunkt Baltischport, bevor es noch im selben Jahr aufgelegt wurde. Eine weitere Ausrüstung des Schiffes erfolgte nicht, und so erging 1771 der Befehl zum Abbruch, welcher bis zum Folgejahr durchgeführt wurde.[1]

Technische Beschreibung

Die Swjatoi Dmitri Rostowski war als Batterieschiff mit drei durchgehenden Geschützdecks konzipiert und hatte eine Länge von 54,86 Metern (Geschützdeck), eine Breite von 14,95 Metern und einen Tiefgang von 6,63 Metern.[1] Sie war ein Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast). Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den Galerien integriert waren, die in die seitlich angebrachten Seitengalerien mündeten. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. Die Beplankung war kraweel ausgeführt, das heißt, die Kanten der Planken stießen stumpf aufeinander, so dass eine glatte Außenfläche entstand.

Die Bewaffnung bestand aus 100 Kanonen.[1]

Weitere Informationen Unteres Batteriedeck, Mittleres Batteriedeck ...
Unteres
Batteriedeck
Mittleres
Batteriedeck
Oberes
Batteriedeck
Backdeck Achterdeck Kanonen
(Geschossgewicht)
Design 28 × 30-Pfünder 28 × 18-Pfünder 30 × 8-Pfünder 14 × 6-Pfünder 100 Kanonen
(412,33 kg)
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Siehe auch

Literatur

  • John Tredrea & Eduard Sozaev: Russian Warships in the Age of Sail 1696–1860: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2010, ISBN 978-1-84832-058-1 (englisch).

Einzelnachweise

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