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Symplektisches Thom-Spektrum

Thom-Spektrum der unendlichen symplektischen Gruppe Sp From Wikipedia, the free encyclopedia

Das symplektische Thom-Spektrum ist im mathematischen Teilgebiet der Theorie der Spektren das Thom-Spektrum der unendlichen symplektischen Gruppe (auch ). Dazu gibt es auch die symplektischen Thom-Spektren der symplektischen Gruppen , welche jedoch von untergeordnetem Interesse sind. Eine wichtige Anwendung des symplektischen Thom-Spektrums sind quaternionisch orientierte Kohomologietheorien (welche durch Spektren dargestellt werden). Benannt ist das symplektische Thom-Spektrum nach René Thom, der die zugrundeliegenden Thom-Räume in seiner Doktorarbeit im Jahr 1954 eingeführt hat.

Definition

Das Thom-Spektrum der symplektischen Gruppe ist das Einhängungsspektrum des Thom-Raumes des universellen Vektorbündels , also gegeben durch:[1]

Die Verschiebung kommt vom reellen Rang von und sorgt dafür, dass Whitney-Summen mit trivialen Vektorbündeln keine Auswirkung haben. Es gilt und dadurch .) Die kanonische Inklusion induziert eine stetige Abbildung und durch Rückzug einen Vektorbündelhomomorphismus . Durch Anwendung des Thom-Raums folgt eine stetige Abbildung [2] und dadurch (wofür die Verschiebung auch notwendig ist) ein Spektrumhomomorphismus . Deren Grenzwert ist:

Beispiele

ist die triviale Gruppe, daher ist ihr Thom-Spektrum das Sphärenspektrum (beide sind jeweils die initialen Objekte in der Kategorie der Gruppen und Kategorie der Ringspektren):

Die kanonische Inklusion ergibt sich dabei auch durch Anwendung von auf die kanonische Inklusion .

Wegen bestehen zudem der Zusammenhang:

Verbindungen

Durch die Komposition des Nullschnitts und der kanonischen Projektion gibt es eine kanonische Abbildung:

Durch die Inklusion einer Faser (beschrieben durch den Rückzug entlang einer Punktinklusion ) gibt es zudem eine kanonische Abbildung:

Eigenschaften

  • ist -zusammenhängend.

Beweis: Allgemein ist für eine -zusammenhängende Kofaserung der Quotientenraum ebenso -zusammenhängend. ist als Inklusion einer abgeschlossenen Teilmenge eine Kofaserung und zudem homotopieäquivalent zum Faserbündel . (Für das Scheibenbündel ergibt sich das dadurch, dass der Nullschnitt und die kanonische Projektion eine Homotopieäquivalenz herstellen, da es faserweise zusammenziehbar ist.) Dieses ist -zusammenhängend, da der klassifizierende Raum die Homotopiegruppen hinauf verschiebt und die kanonische Inklusion entsprechend -zusammenhängend ist, was sich direkt aus der langen exakten Sequenz für Homotopiegruppen für das Faserbündel ergibt.

  • Die kanonische Abbildung ist eine schwache Homotopieäquivalenz. (Insbesondere passt diese Aussage mit zur vorherigen Eigenschaft.)

Beweis: Allgemein bilden der Nullschnitt und die kanonische Projektion eine Homotopieäquivalenz, da das Scheibenbündel faserweise zusammenziehbar ist.

Beweis: Folgt direkt aus der vorherigen Eigenschaft mit der Homotopieäquivalenz . Alternativ lässt sich die Aussage explizit ausdrücken, da der Thom-Raum mit Limiten kommutiert und für quaternionische tautologische Geradenbündel genau die quaternionischen projektiven Räume gleicher Dimension ergibt, also .[3] Insgesamt ist:

Ringspektrumstruktur

hat die Struktur eines Ringspektrums. Das Einselement ist der kanonische Spektrumhomomorphismus . Die kanonische Inklusion induziert eine stetige Abbildung und durch Rückzug einen Vektorbündelhomomorphismus . Durch Anwendung des Thom-Raums folgt eine stetige Abbildung und dadurch (wofür die Verschiebung auch notwendig ist) ein Spektrumhomomorphismus . Dessen Grenzwert ist eine Verknüpfung:

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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