Synagoge (Belfort)
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Die Synagoge in der Stadt Belfort im Département Territoire de Belfort in der französischen Region Franche-Comté wurde 1857 errichtet. Die Synagoge in der Rue de l'As de Carreau ist seit 1983 ein geschütztes Baudenkmal (Monument historique).[1]

Geschichte
Die Synagoge entstand nach den Plänen des Pariser Architekten Diogène Poisat. Die zwei Kuppeln über den Baukörpern rechts und links des Eingangs sind Zeichen des in dieser Zeit beliebten orientalisierenden Stils. Im Inneren wird die Frauenempore von Bleiglasfenstern erhellt. Die Synagoge besitzt eine Uhr der Firma Ungerer aus Straßburg, wohl aus den 1860er Jahren, die auch die Straßburger Münsteruhr gebaut hat. Als nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 das Deutsche Reich das Reichsland Elsaß-Lothringen errichtete, zogen aus diesen Gebieten jüdische Bewohner nach Belfort, darunter Jacques Dreyfus, ein älterer Bruder von Alfred Dreyfus.
In den 1920er Jahren errichteten jüdische Flüchtlinge aus Polen eine eigene Synagoge. Im Zweiten Weltkrieg wurden etwa 250 Juden aus Belfort deportiert. Nach Kriegsende gelangten einige Holocaust-Überlebende nach Belfort. Seit den 1960er Jahren vergrößerte sich der Mitgliederbestand der Gemeinde durch Ankömmlinge aus dem Maghreb, dem Iran und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.
Weblinks
- La Synagogue de Belfort: historique (französisch)
- Beschreibung bei tourisme-besancon (französisch)