Syren (Schiff, 1863)
konföderierter Blockadebrecher
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Die Syren war ein konföderierter Blockadebrecher, der von 1863 bis 1865 die von der United States Navy betriebenen Seeblockade der Südstaaten 33-mal durchbrach und damit der erfolgreichste seiner Art im Sezessionskrieg war.[1] Nach Kriegsende in Reindeer umbenannt und offenbar in der Handelsmarine der Vereinigten Staaten eingesetzt, ging der Raddampfer aus bislang unbekannten Gründen 1870 möglicherweise bei einem Seeunfall verloren.
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Geschichte
Einzelheiten über den Bauauftrag, den Stapellauf oder die Indienststellung sind nicht bekannt. Gesichert ist, dass die Syren ab Oktober 1863 von der in Charleston beheimateten Charleston Importing and Exporting Company als Blockadebrecher betrieben wurde.
Bis zum 16. Februar 1865 durchbrach die Syren 33-mal die Seeblockade, die die US-Regierung über die Konföderation verhängt hatte. Sie war damit vor der Denbigh, die die Blockade vor der texanischen Küste vor Galveston 27-mal durchbrach, der erfolgreichste konföderierte Blockadebrecher.
Dieser Erfolg wurde auf ihre Bauart, hohe Geschwindigkeit und die Fähigkeiten bzw. die Risikobereitschaft ihrer Kapitäne und Lotsen zurückgeführt. So führte die Syren auch Blockadedurchbrüche in mondhellen Nächten durch, was aufgrund der Möglichkeit der leichten Identifizierung durch die Blockadekräfte der US Navy von Kapitänen anderer Blockadebrecher vermieden wurde.[2]
Sämtliche Transportfahrten der Syren wurden zwischen Charleston und Nassau auf der britischen Kolonie der Bahamas abgewickelt. Ihr letzter Blockadedurchbruch erfolgte am 16. Februar 1865. Kurz darauf wurde die Stadt von Unionstruppen und der US Navy eingenommen. Die Syren ging in Unionsbesitz über, wurde in Reindeer umbenannt, war offensichtlich in der Handelsschifffahrt tätig und scheiterte 1870 aus unbekannten Gründen, offenbar durch einen Seeunfall. Abbildungen von dem Schiff sind, soweit bekannt, nicht überliefert.
Literatur
- Stephen R. Wise: Lifeline of the Confederacy. Blockade Running During the Civil War. SC (University of South Carolina Press), Columbia 1988, ISBN 0-87249-554-X, S. 163 f., 210, 236–239, 247 f., 253 f., 258, 284, 323 (englisch).