Szomor
Gemeinde in Ungarn
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Szomor ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Tatabánya im Komitat Komárom-Esztergom. Zur Gemeinde gehört der östlich gelegene Ortsteil Somodorpuszta.[2] Gut sechs Prozent der Bewohner zählen zur Volksgruppe der Ungarndeutschen.[2]
| Szomor | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Mitteltransdanubien | |||
| Komitat: | Komárom-Esztergom | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Tatabánya | |||
| Kreis: | Tatabánya | |||
| Koordinaten: | 47° 36′ N, 18° 40′ O | |||
| Fläche: | 13,2 km² | |||
| Einwohner: | 1.091 (1. Jan. 2022) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 83 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 34 | |||
| Postleitzahl: | 2822 | |||
| KSH-kód: | 21421 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Gliederung: | Szomor, Somodorpuszta | |||
| Bürgermeister: | Gergely Kovács[1] (parteilos) | |||
| Postanschrift: | Vörösmarty Mihály u. 3 2822 Szomor | |||
| Website: | ||||
| (Quelle: Localities 01.01.2022. bei Központi statisztikai hivatal) | ||||
Geografische Lage
Geschichte
Die Gegend von Szomor war schon zur Zeit der Römer bewohnt. So wurde im 19. Jahrhundert im Ortsteil Somodorpuszta eine fast vollständige vierrädrige römische Kutsche gefunden, welche ins Ungarische Nationalmuseum gebracht wurde. Der Name der Siedlung wurde erstmals zur Zeit der Árpáden im 13. Jahrhundert erwähnt. Im Großen Türkenkrieg wurde der Ort zerstört und danach wieder aufgebaut. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 150 Häuser und 868 Einwohner auf einer Fläche von 2931 Katastraljochen.[3] Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Tata im Komitat Komárom. Szomor ist ein ehemaliges deutsches Bauerndorf[4] und gehört zu den vier Orten im Komitat (Máriahalom, Leányvár und Környe), aus denen eine Vertreibung stattfand. 1945 waren von 900 Einwohnern etwa 30 Magyaren, der Rest waren Deutsche.[5] Etwa 650 Personen wurden am 12. April 1946 nach Deutschland vertrieben (Dachau, Schwäbisch Gmünd, Böblingen, Karlsruhe, Heidelberg).[6][7]
Sehenswürdigkeiten
- Kalvarienberg am Kakukk-hegy
- Nepomuki-Szent-János-Statue (Nepomuki Szent János-szobor), erschaffen 1807 im spätbarocken Stil
- Römisch-katholische Kirche Szent Mihály, erbaut nach 1759 im barocken Stil
- Römisch-katholische Friedhofskapelle Sarlós Boldogasszony, erbaut 1811 im spätbarocken Stil
- Schloss Kézdy-Vásárhelyi (Kézdy-Vásárhelyi-kastély)
- Weltkriegsdenkmäler (Világháborús emlékművek)
- Bronzeornament einer römischen Kutsche, gefunden in Somodorpuszta
- Ortsmitte, rechts das Gemeinschaftshaus
- Röm.-kath. Kirche Szent Mihály
- Kirchturmhaube
- Nepomuki-Szent-János-Statue
Verkehr
In Szomor treffen die Landstraßen Nr. 1105 und Nr. 1123 aufeinander, eine Nebenstraße führt in den Ortsteil Somodorpuszta. Es bestehen Busverbindungen nach Bajna, über Zsámbék nach Budapest sowie nach Tatabánya. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich südlich in Bicske und Herceghalom.
Literatur
- Szomor Község Településképi Arculati Kézikönyve. Hrsg. von der Gemeindeverwaltung, Szomor 2019.
