Szropy
Siedlung in Polen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Szropy (deutsch Schroop, früher auch Srop[1]) ist eine Ortschaft in der Landgemeinde (Gmina) Stary Targ im Powiat Sztumski der polnischen Woiwodschaft Pommern.
Geographische Lage
Das Kirchdorf liegt im ehemaligen Westpreußen, etwa zwölf Kilometer nordöstlich von Sztum, elf Kilometer südöstlich von Malbork und vier Kilometer östlich von Dąbrówka Malborska.
Geschichte

Ältere Ortsbezeichnungen sind die Schrape (1316), Schroppe (1404), Schropa, Scrope und Scroppe (15. Jh.), Sropen (1518), Schrope (1554), Schroop (1648), Szropy (1659), Schrave (1694) sowie Sruppy und Szruppy (1764).[2] Das Dorf gehörte zur Zeit des Deutschordensstaats zur Komturei Marienburg und hatte dem Zinsbuch zufolge im 14. Jahrhundert 32 zinspflichtige Hufen zu kulmischem Recht. Die früheste urkundliche Erwähnung des Orts erfolgte 1280 in der Handfeste für das Nachbardorf Iggeln.[3]
Nach der preußischen Wiedervereinigung 1772 war Schroop aus der polnischen Zeit vom preußischen Staat als Gratialdorf übernommen worden,[1] d. h. als ein Dorf, das zuvor einer staatlicherseits begünstigten Person auf Lebenszeit oder für eine begrenzte Generationenfolge zu ermäßigter Pachtgebühr zur Nutzung überlassen worden war. Solche Gratialdörfer, wie auch die Gratialgüter, wurden von den königlichen Domänenämtern gewöhnlich nicht vor Ablauf der Gewährungsfrist eingezogen.
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Grünfelde in die Landgemeinde Schroop im Landkreis Stuhm eingegliedert.[4]
Im Jahr 1945 gehörte die Landgemeinde Schroop zum Landkreis Stuhm im Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs. Schroop war dem Amtsbezirk Grünfelde zugeordnet.
Im Januar 1945 wurde Schroop von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Schroop wurde unter der polnischen Ortsbezeichnung „Szropy“ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde mit wenigen Ausnahmen von der polnischen Administration aus Schroop vertrieben.
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1783 | – | Gratial-Bauerndorf nebst einer katholischen Filialkirche im kleinen Werder, königlichen Patronats, 27 Feuerstellen (Haushaltungen), in Westpreußen[1] |
| 1818 | 296 | königliches Dorf, Amt Stuhm, mit Filialkirche von Kalwe[5] |
| 1864 | 461 | Dorf, darunter 144 Evangelische und 305 Katholiken[6] |
| 1910 | 498 | Landgemeinde, am 1. Dezember, darunter 151 Evangelische und 333 Katholiken; 117 Personen mit polnischer Muttersprache[7] |
| 1933 | 698 | [8] |
| 1939 | 725 | [8] |
Kirche
Literatur
- Schroop, Dorf, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Schroop (meyersgaz.org).
- Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Stuhmer Kreises. Thorn 1868 (Google Books).
- Bernhard Schmid: Die Bau- und Kunstdenkmäler Pomesaniens – 3. Kreis Stuhm (= Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Westpreussen, Band 13), Danzig 1909, S. 332–333 (Google Books).