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São-Tomé-Drossel

Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die São-Tomé-Drossel (Turdus olivaceofuscus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
São-Tomé-Drossel

São-Tomé-Drossel (Turdus olivaceofuscus)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: São-Tomé-Drossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus olivaceofuscus
Hartlaub, 1852
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Verbreitungsgebiet der São-Tomé-Drossel

Der Vogel ist endemisch auf São Tomé.

Bis 2010 wurde die Art als konspezifisch mit der als Unterart betrachteten Príncipedrossel (Turdus xanthorhynchus) angesehen, die als Turdus olivaceofuscus xanthorhynchus bezeichnet wurde.[3]

Der Lebensraum umfasst Wälder, bevorzugt dichte schattige Primär-, Sekundärwald im Tiefland, Plantagen, auch trockene Bauminseln in Savanne und Wolken- und Nebelwald von Meereshöhe bis 2000 m. ü. M.[4]

Der Artzusatz kommt von lateinisch olivaceus ‚olivfarben‘ und lateinisch fuscus ‚braun‘.[5]

Merkmale

Der Vogel misst etwa 24 cm und wiegt 75–95 g. Die Oberseite ist matt olivbraun bis zum Schwanz, der Kopf ist etwas dunkler. Kinn und Kehle grau bis gelbbraun mit weißlicher Strichelung, die leicht gelbbräunliche Brust weist eine grau gelbbraune Schuppung auf, die übrige Unterseite mit ähnlicher Schuppenzeichnung auf weißlichem Grund. Die Unterflügeldecken sind blass orange gelbbraun und gegen die cremeweißen Armschwingen abgesetzt. Die Iris ist braun bis rot, der große Schnabel dunkel mit blasser gelblichen Spitze. Die Beine sind dunkel bräunlich grau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind heller gefleckt an der Oberseite und an der Unterseite kräftig braun gefleckt.[4]

Geografische Variation

Stimme

Der meist versteckt vorgetragene Gesang des Männchens wird als gemächliche, rhythmische Folge von 3–5 sanften Pfeiftönen und einzelnen höheren Trillern „tyuu tuuiiuu tiiuu tsss tsss… twii tuuiiuu tiiwo tuuii tuu tsss trrr trrr tsss…“ beschrieben, oft von 2–3 abfallenden Lauten „wiiit wiit wiit“ gefolgt. Der Gesang kann sich über mehr als 10 Minuten erstrecken. Morgens erklingt eine Folge von lauten „tschrii tschii“ Tönen. Der Warnruf ist ein „chup“ oder „chupchup“, im Fluge kommt ein dünnes „sip“ oder wiederholtes „psriii“ hinzu.[4]

Lebensweise

Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Käfern, Insekten, Raupen, Regenwürmern und Schnecken, auch aus vielen Früchten, die jeweils am Erdboden in gefallenem Laub gesucht werden. Schnecken werden oft auf Amboss-Steinen zerschlagen.

Die Brutzeit liegt zwischen Juli und Januar, meist zwischen Oktober und Dezember. Das massige Nest wird in 0,5–4 m Höhe in dichtem Gebüsch angelegt, auf einer Astgabel oder einer Bananenblatt-Achse. Das Gelege besteht aus 2 blaugrünen Eiern mit dunklen rötlichen oder purpur-braunen Flecken. Viele Nester werden von Hausratten (Rattus rattus) zerstört.[4]

Gefährdungssituation

Die São-Tomé-Drossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[8]

Literatur

  • K. J. G. Hartlaub: Turdus olivaceofuscus. In: Abhandlungen aus dem Gebiete der Naturwissenschaften herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen Verein in Hamburg, Band 2, S. 49, Abbildung 3, 1852, Biodiversity Library
  • P. Jones, und A. Tye: The birds of São Tomé & Príncipe with Annobón: islands of the Gulf of Guinea. BOU Checklist no. 22. In: British Ornithologists Union & British Ornithologists’ Club, Oxford, 2006

Einzelnachweise

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