Söhnke Streckel

deutscher Kommunikationswissenschaftler und Publizist From Wikipedia, the free encyclopedia

Söhnke Streckel (* 1970 in Hohenmölsen) ist ein deutscher Kommunikationswissenschaftler, Publizist und Sexologe.

Leben

Er wuchs in Wernigerode auf, besuchte von 1977 bis 1987 die dortige POS „Maxim Gorki“ und erlangte an der EOS „Gerhart Hauptmann“ 1989 die allgemeine Hochschulreife. Nach Wehr- und Zivildienst studierte er Kommunikationswissenschaften mit den Nebenfächern Marketing und Kunstwissenschaft mit der Ergänzung Literaturvermittlung und Medienpraxis an der Universität Duisburg-Essen. Seine Studien schloss er 1996 als Magister Artium bei Jo Reichertz mit dem Thema „Das Jugendgefängnis als soziale Lebenswelt. Fotografien als Mittel der Kommunikationsanalyse“ ab. Danach studierte er Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg, wo er den Abschluss 2016 Master of Arts (M.A.) bei Harald Stumpe[1] und Heinz-Jürgen Voß mit dem Thema „Intime Schmuckstücke. Fragmente einer neosexuellen Transformation“ erlangte.

Als Journalist und Autor publiziert Streckel zu politischen Themen und zum politischen Extremismus, über Militär, Nachrichten- und Geheimdienste sowie zur Regionalgeschichte des Ostharzes. Als einer von wenigen Journalisten hatte er von 1991 bis zu deren vollständigen Auflösung im Jahre 1994 Zutritt zur russischen Abhöranlage, die sich auf dem höchsten Berg Sachsen-Anhalts, dem Brocken, befand. Dort hielt er u. a. den russischen Truppenabzug in Wort und Bild fest. Das entsprechende Material arbeitet er für den zweiten Band seiner Monographie Brockensplitter auf, deren erster Teil im April 2026 erschienen ist.[2]

Werke (Auswahl)

Monographien

  • (Hrsg.): Berliner Mauer. Architektur der Gewalt. Streckel, Essen 1992.
  • Lizenzierte Spionage. Die alliierten Militärverbindungsmissionen und das MfS. Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Magdeburg 2008 (Auszug: Söhnke Streckel: Das tödliche Ende einer Fahrt der französischen Militärverbindungsmission. (Memento vom 14. Januar 2017 im Internet Archive)).
  • mit Herbert Friedrich und Horst Männchen: Probleme des Einsatzes spezifischer technisch-physikalischer Mittel und Methoden durch das MfS bei der Abwehr und Aufklärung des „elektronischen Kampfes“ in der Klassenkampfauseinandersetzung zwischen Imperialismus und Sozialismus. Books on Demand, Norderstedt 2009.
  • (Mitautor): Napola. Verführte Elite im Harz. Ballenstedt – Ilfeld. Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Saale) 2018, ISBN 978-3-935971-94-2.
  • (Hrsg.): Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz. Band 1, Streckel, Wernigerode [2018], ISBN 978-3-935971-93-5.
  • (Hrsg.): Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz. Band 2, Streckel, Wernigerode 2019, ISBN 978-3-935971-73-7.
  • mit Wolfgang Schilling: Schierke. Juwel unterm Brocken. Schilling, Blankenburg 2019, ISBN 978-3-935971-95-9.
  • (Mitautor): Napola. Verführte Elite im Harz. Ballenstedt – Ilfeld. 2., erw. Auflage. Blankenburg 2020, ISBN 978-3-935971-94-2.
  • mit Wolfgang Schilling: Thale – Sagenhaft natürlich. Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Saale) 2022, ISBN 978-3-935971-99-7.
  • mit Wolfgang Schilling: Brockensplitter Band 1. Schilling, Blankenburg 2026, ISBN 978-3-00-085847-5.

Hörfunk

  • mit Thomas Gaevert: Lizenz zur Spionage – Militärische Verbindungsmissionen im Kalten Krieg. 2011 (Doku, SWR2 Feature, 55 Min.).
  • mit Thomas Gaevert: Lange Schatten – DDR-Grenzer, der „Mordfall Runge“ und ein Prozess. 2012 (Doku, SWR 2 Feature, 55 Min.).
  • mit Thomas Gaevert: Spitzelnde Freunde – Deutschland und der amerikanische Geheimdienst NSA. 2014 (Doku, SWR2 Feature, 55 Min.).

Einzelnachweise

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