Sören Schöbel-Rutschmann

deutscher Landschaftsarchitekt, Forscher und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Sören Schöbel-Rutschmann (* 1967) ist ein deutscher Landschaftsarchitekt, Forscher und Professor für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume an der Technischen Universität München (TUM).

Leben

Schöbel-Rutschmann studierte Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Berlin. Zwischen 1998 und 2003 war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und promovierte bei Jürgen Wenzel[1] über Freiräume in Berlin.[2] Seit 2005 ist er Professor für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume an der Technischen Universität München.[3] Schöbel-Rutschmann lebt in Berlin und Freising[4], ist verheiratet und hat drei Töchter.[5]

Wirken

An der TUM beschäftigt sich Schöbel-Rutschmann mit Fragen der Freiraumplanung, der Landschaftsästhetik, der Transformation von Kulturlandschaften sowie der Integration erneuerbarer Energien in Landschaftsräume.[3]

Er erstellt landschaftsarchitektonische Gutachten, darunter ein Gutachten zum Landschaftsbild in einem Raumordnungsverfahren für eine geplante Windfarm bei Denklingen/Fuchstal[6] sowie ein Gutachten zum Bebauungsplan Gewerbegebiet Nordwest / Landschaftspark Hachinger Tal der Gemeinde Ottobrunn.[7]

Schöbel-Rutschmann widmet sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit insbesondere der landschaftsbezogenen Gestaltung der Energiewende.

Publikationen

  • Windenergie und Landschaftsästhetik. Zur landschaftsgerechten Anordnung von Windfarmen (2012).[8]
  • Landschaftsvertrag: Zur kritischen Rekonstruktion der Kulturlandschaft (2018).[9]
  • (mit Sven Stremke) Research through design for energy transition: two case studies in Germany and The Netherlands (2019).[10]

Öffentliche Vorträge und Engagement

Schöbel-Rutschmann tritt regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionsformaten auf. Er moderierte unter anderem zwei Veranstaltungen zur Ästhetik der Energiewende im Haus der Architektur München[11]. Seit 2023 ist er Vizepräsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum[12].

Ansichten

Schöbel-Rutschmann vertritt die Auffassung, dass die Energiewende nicht nur eine technische oder wirtschaftliche Herausforderung darstellt, sondern auch eine kulturelle und gestalterische. Er plädiert dafür, erneuerbare Energieanlagen in das landschaftliche Umfeld einzubinden und Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in Planungsprozesse einzubeziehen.[13]

Er beteiligte sich zudem an Diskussionen zur Anordnung von Windkraftanlagen im Ebersberger Forst.[14]

Einzelnachweise

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