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Südöstliche Taschenratte

Art der Gattung Flachland-Taschenratten (Geomys) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Südöstliche Taschenratte oder Pinientaschenratte (Geomys pinetis) ist ein in den südöstlichen Vereinigten Staaten endemisches Nagetier in der Gattung der Flachland-Taschenratten. Das Typusexemplar stammt aus dem Screven County im östlichen Georgia. Die Population wurde schon 1806 in der Gattung Mäuse und mit dem Artzusatz tuza beschrieben, doch die Abhandlung reichte für eine spätere Anerkennung nicht aus.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Südöstliche Taschenratte

Südöstliche Taschenratte (Geomys pinetis)

Systematik
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Überfamilie: Taschennager (Geomyoidea)
Familie: Taschenratten (Geomyidae)
Gattung: Flachland-Taschenratten (Geomys)
Art: Südöstliche Taschenratte
Wissenschaftlicher Name
Geomys pinetis
Rafinesque, 1817
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Unterarten und Verbreitung

Es werden sechs lebende Unterarten unterschieden[1][2]:

  • G. p. pinetis, lebt im zentralen und südlichen Georgia.
  • G. p. austrinus, ist im Westen von Zentral-Florida verbreitet.
  • G. p. colonus, bewohnt das Camden County in Georgia.
  • G. p. cumberlandius, ist aus der Umgebung des Ortes Cumberland im südöstlichen Georgia bekannt.
  • G. p. floridanus, ist vom südwestlichen Georgia bis Zentral-Florida verbreitet.
  • G. p. mobilensis, lebt im zentralen und südlichen Alabama sowie bis in den äußersten Westen Floridas.

Zwei weitere Unterarten gelten als ausgestorben.[2] Davon lebte die Unterart G. p. goffi im Brevard County in Florida.[3]

Merkmale

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 130 bis 240 mm, einer Schwanzlänge von 55 bis 120 mm und einem Gewicht von 135 bis 210 g hat die Art die typische Größe ihrer Gattung, auch wenn sie etwas leichter ist. Weibchen sind allgemein kleiner als Männchen. Wie bei anderen Taschenratten kommen ein walzenförmiger Körper und innen mit Fell bedeckte Backentaschen vor. Auf der Oberseite variiert die Fellfarbe zwischen graubraun und rotbraun und unterseits ist leicht helleres Fell vorhanden. Manche Exemplare tragen einen weißen Fleck auf der Kehle oder auf der Stirn. Typisch sind tiefe Rillen im Zentrum der Vorderseite der oberen Schneidezähne. Weniger deutliche Rillen befinden sich nahe der Seiten dieser Zähne. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 42 Chromosomen (2n=42).[2]

Lebensweise

Dieses Nagetier lebt in Landschaften in deren Boden sich keine Nässe staut und die mit Gras oder Baumgruppen bewachsen sind. Lehmiger Boden mit viel Schluff wird gemieden. Gewöhnlich vorhandene Bäume sind Sumpf-Kiefer, Gabel-Eiche (Quercus laevis) und Virginia-Eiche. Vermutlich ist die Südöstliche Taschenratte zu allen Tageszeiten aktiv, vor allem zur Abend- und Morgendämmerung, was jedoch einer Bestätigung bedarf. Die Art hält keinen Winterschlaf und hat keine torpiden Phasen. Sie bleibt die meiste Zeit in ihrem Bau und besucht selten den nahe am Eingang liegenden Grund. Laut wenigen Beobachtungen sind erwachsene Tiere aggressiv gegen Artgenossen. Der Bau hat ein Netzwerk von Tunneln kurz unter der Erdoberfläche, in denen nach Nahrung gesucht wird. Dieses ist mit einem tieferen Netzwerk verbunden, in dem ein oder mehrere Nestkammern, Latrinen und verschiedenen Vorratskammern liegen.[2][3]

Die Südöstliche Taschenratte hat überwiegend Wurzeln, Knollen und Stängel von Kräutern als Nahrung. Als Kompliment dienen Blätter und andere grüne Pflanzenteile, die vor dem Ausgang des Baus gefunden werden. Die meisten Nachkommen werden zwischen Februar und März sowie zwischen Juni und August geboren auch wenn die Fortpflanzung in allen Monaten möglich ist. Es kommen ein bis zwei Würfe pro Jahr vor, die bis zu drei Neugeborene enthalten. Weibchen säugen ihre Nachkommen etwa 30 Tage und vier bis sechs Monate nach der Geburt sind die Jungtiere geschlechtsreif.[2]

Wenn die Südöstliche Taschenratte ihre Nahrung in Feldern sucht, wird sie als Schadtier betrachtet. Andererseits sorgt sie mit ihrer grabenden Lebensweise für eine gute Durchmischung des Bodens, was die Anzahl der vorhandenen Pflanzenarten hoch hält. Das Tier ist eine wichtige Nahrungsquelle für Beutegreifer.[2][3]

Gefährdung

Regional können sich Landschaftsveränderungen negativ auswirken, speziell für Unterarten mit einer begrenzten Verbreitung. In geeigneten Habitaten kommt das Tier häufig vor. Die IUCN listet die Südöstliche Taschenratte als nicht gefährdet (least concern).[3]

Commons: Südöstliche Taschenratte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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