T-Link Lines

italienische Reederei mit Sitz in Palermo From Wikipedia, the free encyclopedia

T-Link Lines di Navigazione S.p.A. war eine italienische Reederei mit Sitz in Palermo.[1][2][3] Die Reederei betrieb ausschließlich die Route Genua-VoltriPalermo-Termini Imerese mit RoPax-Schiffen. Die Verbindung wurde subventioniert, weil sie zur Meeresautobahn gehörte und somit der Entlastung der Autobahnen diente.[4] In den wenigen Jahren, in denen die Route betrieben wurde, transportierte die Fährgesellschaft 130.000 Fahrzeuge und 85.000 Passagiere.[5] Das Ziel war es innerhalb von zwei Jahren einen Umsatz von 40 Millionen Euro zu erzielen.

Schnelle Fakten
T-Link Lines di Navigazione S.p.A
Rechtsform S.p.A. (Aktiengesellschaft)
Gründung 2008
Auflösung März 2012
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Palermo, Italien Italien
Leitung Stefano Costa
Branche Transport, Schifffahrt
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Geschichte

Die Reederei wurde 2008 gegründet.[6]

Die damaligen Eigentumsverhältnisse waren wie folgt:

  • 56 % Investmentfonds Cape-Regione siciliana
  • 23 % Aelle Investimenti
  • 15 % Caronte & Tourist
  • 06 % Finanzgesellschaft Oxon

Moby Lines kam erst später als Investor dazu.[7]

Im April 2009 startete der Betrieb der Route.[8]

Nach zwei erfolgreichen Jahren musste der Betrieb 2011 eingestellt werden. Gründe dafür waren der große Wettbewerb durch GNV(Grandi Navi Veloci), welche die Route Genua-Palermo schon seit 1993 betreibt[9] und der steigende Kraftstoffpreis aufgrund der Libyschen Krise.

Im März 2012 ging das Unternehmen schließlich in Konkurs.[10]

Im Januar 2021 wurden nach jahrelangen Gerichtsverhandlungen, wegen des Verdachts auf betrügerische Insolvenz, alle sechs Angeklagten freigesprochen.[11]

Gerichtsverfahren

Nach der Insolvenz wurden folgende Mitglieder der Geschäftsleitung beim Gericht von Palermo aufgrund der betrügerischen Insolvenz angeklagt:[12]

  • Stefano Costa, Geschäftsführer
  • Luca Romeo, Vizepräsident und Maritimer
  • Onofrio Contu, Wirtschaftsprüfer von T-Link und Sekretär der Carige Foundation
  • Edoardo Bonanno, zeitweise Geschäftsführer von T-Link und Mitglied im Verwaltungsrat des Gesellschafters Caronte & Tourist
  • Simone Cimino, Leiter des Fonds Cape Regione Siciliana als Mehrheitsaktionär
  • Giovanni Maniscalco, Liquidator

Nur für Stefano Costa und Edoardo Bonanno beantragte die Staatsanwaltschaft jeweils eine Strafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Für die anderen vier Beteiligten wurde Freispruch beantragt.

Den Beteiligten wurde vorgeworfen, die Schiffe zu teuer gechartert zu haben, allerdings entsprachen diese Preise den damaligen Marktpreisen. Die Angeklagten wurden alle freigesprochen, weil sie nach Treu und Glauben gehandelt hatten.[13]

Flotte

Alle Schiffe, die T-Link Lines einsetzte, waren gechartert.[14][15] Abgesehen von der T Rex waren es alles Schiffe der Visentini-Klasse, die von der italienischen Visentini-Werft in Porto Viro gebaut wurden.

Weitere Informationen Schiff, Bild ...
Schiff Bild Baujahr Einsatzdauer Länge Breite Gechartert von Aktuell
T Rex[16] 1998 2009 179,93 m[17] 24,30 m[18] Aktuell Kaiarahi für Interislander auf der Route WellingtonPitcon in Neuseeland.[19]
T Rex Uno[20] 2007 2009–2010 186,50 m 25,60 m Visemar di Navigazione[21] Ciudad de Palma bei Grimaldi Trasmed.[22]
Maria Grazia On[23] 2004 Moby Lines Venezia bei Grimaldi Lines[24]
Akeman Street[25] 2009 2010–2011 Visemar di Navigazione Nach einer Havarie vor der albanischen Küste in Aliağa verschrottet
Watling Street[26] 2008 Stena Flavia bei Stena Line auf der Verbindung LiepājaTravemünde[27]
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Einzelnachweise

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