TMSAT

künstlicher Erdsatellit From Wikipedia, the free encyclopedia

TMSAT (auch Thai-Paht-1, OSCAR 31 oder TMSAT-OSCAR 31) ist ein thailändischer experimenteller Erdbeobachtungs- und Amateurfunksatellit für Packet Radio. Er wurde an der Mahanakorn University of Technology entwickelt und in Zusammenarbeit mit Surrey Satellite Technology (SSTL) gebaut.

Schnelle Fakten Missionsdaten, Bahndaten ...
TMSAT (Thai-Paht-1)
Typ: Erdbeobachtungs- und Amateurfunksatellit
Land: Thailand Thailand
COSPAR-ID: 1998-043C
Missionsdaten
Masse: 55 kg
Start: 10. Juli 1998
Startplatz: Baikonur
Trägerrakete: Zenit-2
Status: Inaktiv
Bahndaten
Umlaufzeit: 101,3 min
Bahnneigung: 98,8°
Apogäumshöhe:  817 km
Perigäumshöhe:  845 km
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Aufbau

Der 55 kg schwere TMSAT basiert auf dem SSTL-70-Satellitenbus von SSTL. Seine Energieversorgung erfolgt über Solarzellen, die an vier Seiten der Satellitenstruktur angebracht sind.[1] Mittels eines ausfahrbaren 6,2 m langen Auslegers ist TMSAT gravitationsstabilisiert, so dass die Kameras mit weniger als 1,5° Abweichung auf den Nadir ausgerichtet sind.[2]

Der Satellit trägt drei experimentelle Nutzlasten:

  • Eine Erdbeobachtungsnutzlast mit Multispektralkameras, die Aufnahmen mit einer Bodenauflösung von 98 m ermöglichen, eine Schwarz-Weiß-Weitwinkel-Kamera und eine Videokamera. Das Multispektralkamerasystem operiert in drei Spektralbereichen (grün, rot und nahinfrarot), um aus den Aufnahmen Aufschlüsse zum Zustand der Vegetation gewinnen zu können.[1][3][4]
  • Ein GPS-Empfänger zur autonomen Positionsbestimmung im Orbit[1][3]
  • Eine digitale Kommunikationsnutzlast bestehend aus einem Bulletin Board, das Datenaustausch im Teilstreckenverfahren ermöglichte. Der Uplink ist im 2-m-Band und der Downlink im 70-cm-Band.[1][3][5]

Missionsverlauf

Der Satellit wurde am 10. Juli 1998 als Sekundärnutzlast mit einer Zenit-2-Rakete im Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und in einer sonnensynchronen Umlaufbahn ausgesetzt. Seine COSPAR-Bezeichnung ist 1998-043C.[3]

Literatur

  • Steve Ford: New Thai and Israeli microsats in orbit. In: QST, Oktober 1998, 100.

Einzelnachweise

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