TW Hydrae
Stern
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TW Hydrae, kurz TW Hya, ist mit einer Entfernung von etwa 60 Parsec (196 Lichtjahre)[2][5] der sonnennächste klassische T-Tauri-Stern. TW Hydrae hat etwa 80 % der Masse der Sonne, ist aber nur 5 bis 10 Millionen Jahre alt. Wie bei allen T-Tauri-Sternen ist TW Hydrae von einer Staubscheibe umgeben, aus welcher er selbst durch Akkretion entstanden ist. Die Staubscheibe wurde durch das Hubble-Weltraumteleskop nachgewiesen. In diesem Entwicklungsstadium akkretiert TW Hydrae ionisiertes Gas aus einer inneren Gasscheibe, welches vermutlich durch Magnetfelder, die der Stern selbst produziert, auf TW Hydrae geleitet werden.[8]
| Stern TW Hydrae | |||||||||||
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| AladinLite | |||||||||||
| Beobachtungsdaten Äquinoktium: J2000.0, Epoche: J2000.0 | |||||||||||
| Sternbild | Wasserschlange | ||||||||||
| Rektaszension | 11h 01m 51,906s [1] | ||||||||||
| Deklination | −34° 42′ 17,02″ [1] | ||||||||||
| Helligkeiten | |||||||||||
| Scheinbare Helligkeit | 10,92 mag[1] | ||||||||||
| G-Band-Magnitude | (10,4393 ± 0,0042) mag[2] | ||||||||||
| Spektrum und Indices | |||||||||||
| Veränderlicher Sterntyp | T-Tauri-Stern | ||||||||||
| B−V-Farbindex | 0,97[3] | ||||||||||
| R−I-Index | 1,7 | ||||||||||
| Spektralklasse | K6Ve - M1e[1][4] | ||||||||||
| Astrometrie | |||||||||||
| Parallaxe | (16,6428 ± 9,0416) mas[2] | ||||||||||
| Entfernung | (195,6 ± 0,5) Lj (59,982 ± 0,151) pc [5] | ||||||||||
| Visuelle Absolute Helligkeit Mvis | +7,27 mag[Anm 1] | ||||||||||
| Eigenbewegung[2] | |||||||||||
| Rek.-Anteil: | (−68,389 ± 0,054) mas/a | ||||||||||
| Dekl.-Anteil: | (−14,016 ± 0,059) mas/a | ||||||||||
| Physikalische Eigenschaften | |||||||||||
| Radius | 1,11 R☉[6] | ||||||||||
| Effektive Temperatur | (4057 ± 60) K[4] | ||||||||||
| Rotationsdauer | (2,80 ± 0,04) d[3] | ||||||||||
| Andere Bezeichnungen und Katalogeinträge | |||||||||||
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| Anmerkung | |||||||||||
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In der näheren Umgebung von TW Hydrae befinden sich weitere etwa 20 Sterne die wahrscheinlich das gleiche Alter wie TW Hydrae haben. Diese Ansammlung von Sternen wird die TW-Hydrae-Assoziation genannt.
Ein Team um Johny Setiawan vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg veröffentlichte 2007 eine Untersuchung, in der sie die Entdeckung eines substellaren Objekts mit einer Mindestmasse von (9,8 ± 3,3) Jupitermassen um TW Hya beanspruchten und als potentiellen Exoplaneten charakterisierten.[9] Eine Untersuchung durch andere Forscher im Jahr 2008 konnte die vermeintliche Entdeckung jedoch nicht bestätigen. Im Jahr 2013 auf Skalierungen zur vorherigen hydrodynamischen Simulationen der Spaltöffnung Kriterien für Embedded-Proto-Planeten basiert, könnte ein Planeten-Begleiter die den Spalt bilden eine Masse zwischen 6 und 28 M ⊕ (Bahnradius von 80 AE) haben.
Weblinks
- astronews.com: Ein entstehender Planet um TW Hydrae? 14. Juni 2013
- astronews.com: Eine entstehende Erde um TW Hydrae? 1. April 2016
- astronews.com: Methanol in Staubscheibe um jungen Stern 15. Juni 2016
- astronews.com: Sich auflösende Scheibe statt Planet? 16. September 2016
- astronews.com: Die Struktur der Scheibe um TW Hydrae 8. Februar 2017
- pro-physik.de: Wie ein junger Stern wächst 28. August 2020