Tadeusz Lewandowski

polnischer Politiker, Mitglied des Sejm und des Senats From Wikipedia, the free encyclopedia

Tadeusz Stefan Lewandowski (* 6. Januar 1944 in Pluchów, Generalgouvernement, heute Pluhiw in der Ukraine; † 10. Juli 2021 in Jelenia Góra) war ein polnischer Politiker (Solidarność, AWS, PiS). Er war von 1991 bis 1993 Abgeordneter des Sejm in der I. Wahlperiode. Von 1997 bis 2001 und von 2005 bis 2007 gehörte er dem Senat der Republik Polen an.

Tadeusz Lewandowski (2005)

Leben und Beruf

Tadeusz Lewandowski schloss 1971 eine technische Fachschule im Bereich Maschinenbau ab. Später schloss er ein Fachhochschulstudium im Bereich Metrologie und Qualitätsmanagement ab. Er arbeitete im Papiermaschinenwerk in Cieplice Śląskie-Zdrój, bis er 1985 wegen seiner oppositionellen Tätigkeiten entlassen wurde. Von 1986 bis 2003 war er als Produktionsleiter bei einem Telekommunikationsunternehmen tätig. Anschließend ging er in den Ruhestand. Lewandowski war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Politik

Lewandowski engagierte sich ab 1980 in der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność. Unter Geltung des Kriegsrechts war er vom 29. August bis zum Oktober 1982 inhaftiert. Anschließend engagierte er sich in den Untergrundstrukturen der Solidarność.[1] Von 1989 bis 1992 war er Vorsitzender Regionalvorstandes der Solidarność in Jelenia Góra.

Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des Wahlkomitees der Solidarność erstmals in den Sejm gewählt.[2] Da das Wahlkomitee bei der Parlamentswahl 1993 mit 4,9 % der Stimmen an der neu eingeführten 5-%-Hürde scheiterte, schied er aus dem Sejm aus.[3] Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 errang er für die Solidarność einen Sitz im Stadtrat von Jelenia Góra und wurde anschließend stellvertretender Stadtpräsident. Bei der Wahl 1997 wurde er für das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), an dem sich das Wahlkomitee der Solidarność beteiligt hatte, in den Senat der Republik Polen gewählt.[4] Nachdem er sich 2001 für den Blok Senat 2001, an dem sich auch die AWS beteiligt hatte, vergeblich um die Wiederwahl bemüht hatte,[5] wurde er 2005 für die Prawo i Sprawiedliwość (PiS) wieder in den Senat gewählt.[6] Anschließend trat er der PiS auch als Mitglied bei. Bei den Wahlen zum Senat 2007[7] und 2011[8] wurde er jeweils erneut nicht gewählt.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 2010[9] und 2014[10] wurde er jeweils für die PiS in den Sejmik der Woiwodschaft Niederschlesien gewählt. 2014 kandidierte er zudem für das Amt des Stadtpräsidenten von Jelenia Góra. Mit 14,3 % der Stimmen belegte er den dritten Platz und verpasste damit den Einzug in die Stichwahl.[11] Bei der Parlamentswahl 2015 kandidierte er für die PiS vergeblich zum Sejm.[12] Da er bei den Selbstverwaltungswahlen 2018 nicht erneut antrat, schied er aus dem Sejmik aus.

Ehrungen

Commons: Tadeusz Lewandowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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