Taka-See
See in Griechenland
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Der Taka-See (griechisch Λίμνη Τάκα, Limni Taka) ist ein See in Arkadien (Peloponnes), nahe der Stadt Tripoli. Mit seinem Umland ist der See eins der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete Griechenlands.
| Taka-See | ||
|---|---|---|
| Lage: | Peloponnes, Griechenland | |
| Nächste Stadt: | Tripoli (Griechenland) | |
| Gründung: | 1995 | |
Lage
Geschichte
Ausgrabungen am See förderten Spuren einer antiken Stadt zutage, die vermutlich „Manthyrea“ hieß, worauf auch der frühere Name der Region „Manthurisches Feld“ («Μανθουρικό Πεδίο») hinweist.[3] Diese Stadt wurde von Pausanias erwähnt.[4]
Limni Taka ist seit 1995 als Natura 2000 Schutzgebiet mit der Registriernummer GR25200002 ausgewiesen.[5]
Im Jahr 2000 wurde in der Mitte des Sees ein rechteckiger Damm errichtet. Der Seegrund ist wasserdicht, da es in diesem Gebiet keine Senken gibt und eine Schicht aus Tonsedimenten kleinere Risse abdichtet. So blieb das Wasser über den Sommer im aufgestauten Bereich.[4] Durch anhaltenden Regenmangel und die Dürre, trocknet der See jedoch immer mehr aus. Der dramatische Rückgang des Wasserstands in den 2020er Jahren bedroht die landwirtschaftliche Produktion in seiner Nachbarschaft und bringt das ökologische Gleichgewicht dort ins Wanken (Stand 2025).[6]
Beschreibung
Der Taka-See wird zu den Karstseen gezählt.[4] Ein 4,5 Kilometer langer Spazierweg führt um den gesamten See herum,[7] der durch Regenwasser, Quellen und Bäche gespeist wird. Im Sommer läuft der See vollständig ab. Er wird ausschließlich durch Ponore („Καταβόθρες“, Katavothres, Schlucklöcher) entwässert. Diese befinden sich am Fuße der umliegenden Hügel. Es gibt keinen oberirdischen Abfluss.[4]
In der Trockenzeit dient das Gebiet dem Ackerbau und als Weideland. Um der Landwirtschaft als Wasserreservoir zu nutzen, wurde der Taka-See zum Stausee ausgebaut. Nach dem Sommer füllt er sich normalerweise wieder, sodass das Wasser im Winter seinen höchsten Stand und eine Ausdehnung von 6 Quadratkilometern hat.[3]
Flora
Im Naturschutzgebiet sind Silber-Weiden und Silber-Pappeln registriert.[5]
Fauna

Das Naturschutzgebiet beherbergt mit seinem Feuchtgebiet zahlreiche bedeutende Vogelarten, deren Anzahl durch unkontrollierte Jagd deutlich zurückging. Dort kommen Teichhühner, Blässhühner, Königsfischer, Schlangenadler, Habichte und Steinadler vor. Neben Vögeln beherbergt das Gewässer auch Amphibien wie Molche und Frösche, während unter den Reptilien Wasserschlangen, Wassermolche, Vipern und andere Arten gesichtet wurden.[3]
Als in Griechenland gefährdete Arten wurden dort auch die Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhli) und der Graue Zwerghamster (Cricetulus migratorius) beobachtet.[5]

