Talavera (Würzburg)

Freifläche in Würzburg im Stadtteil Zellerau From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Talavera ist ein Fest- und Parkplatz im Würzburger Stadtbezirk Zellerau am linken Ufer des Mains. Sie liegt zwischen der Friedensbrücke und der Brücke der Deutschen Einheit. Der Name geht auf das frühere Gut Talavera zurück, das im Bereich des heutigen Festplatzes lag.

Geschichte

Im Bereich der heutigen Talavera entstand 1719 das Gut Talavera. Es gehörte mit den Gütern Moschee und Moskau zu den großen landwirtschaftlichen Gütern der Zellerau.[1]

Vom ehemaligen Hofgut blieb das Talavera-Schlösschen erhalten. Der Würzburger Baumeister Joseph Greissing errichtete es 1719 für Johann Friedrich Dietrich Faust zu Stromberg.[2] Die Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege führt den Bau als Gartenhaus des ehemaligen Hofguts Talavera und beschreibt ihn als zweigeschossigen barocken Mansardwalmdachbau mit Mittelrisalit, Putzfassade und Sandsteinrahmungen aus dem Jahr 1719.[3] Walter Schilling behandelt das Talavera-Schlösschen in seiner Übersicht der Burgen, Schlösser und Herrensitze Unterfrankens.[4]

1950 fand die erste Mainfranken-Messe auf den Mainwiesen beim ehemaligen Hofgut Talavera statt.[5]

Nutzung

Die Talavera dient als Großparkplatz und Festplatz. Die Stadt Würzburg nennt für den P+R-Parkplatz Talavera rund 1000 Stellplätze.[6] Bei Großereignissen sperrt die Stadt den Parkplatz ganz oder teilweise.[7]

Auf der Talavera finden unter anderem das Kiliani-Volksfest und das Würzburger Frühjahrsvolksfest statt.[8][9] Die angrenzenden Mainwiesen an der Talavera dienen ebenfalls als Veranstaltungsfläche. Dort finden beziehungsweise fanden unter anderem das Festival Umsonst & Draußen und das Africa Festival statt.[10][11]

Literatur

  • Leo H. Hahn: Streiflichter zur Geschichte der Zellerau und der Stadt Würzburg. Mainpresse Zeitungsverlagsgesellschaft, Würzburg 1995, ISBN 3-925232-16-8, S. 43 ff.
  • Johannes Mack: Der Baumeister und Architekt Joseph Greissing. Mainfränkischer Barock vor Balthasar Neumann. Gesellschaft für fränkische Geschichte, Würzburg 2008, ISBN 978-3-86652-816-1, S. 500 f.
  • Walter Schilling: Die Burgen, Schlösser und Herrensitze Unterfrankens. 1. Auflage, Würzburg 2012, S. 80.

Einzelnachweise

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