Tamburello-Kurve

Kurve der Formel-1-Rennstrecke in Imola From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Tamburello-Kurve war bis zu ihrem Umbau eine Hochgeschwindigkeitskurve der Motorsport-Rennstrecke Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola. In dieser Linkskurve wurden Geschwindigkeiten über 300 km/h erreicht. Auf dieser Streckenvariante wurde unter anderem zwischen 1981 und 2006 jährlich der Große Preis von San Marino im Rahmen der Formel 1 ausgetragen.[1]

Die Tamburello-Kurve bis einschließlich 1994
Die aktuelle Streckenführung mit der entschärften Tamburello

Am 1. Mai 1994, beim Großen Preis von San Marino, verunglückte der dreimalige Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna in der Tamburello-Kurve durch einen bis heute nicht vollständig geklärten Unfall tödlich. Bereits fünf Jahre zuvor, beim Grand Prix 1989, hatte Gerhard Berger in dieser Kurve einen schweren Unfall, bei dem sein Ferrari in Flammen aufging; 1987 verunglückte Nelson Piquet dort während der Trainingseinheiten schwer. Nach Sennas Tod wurde die schnelle Kurve modifiziert. Seitdem ist die Tamburello eine langsame, S-förmige Schikane (links-rechts-links).[2][3] Die Anlage einer ausreichend großen Auslaufzone war ebenso wie eine Änderung des Verlaufs zur Außenseite hin nicht möglich, da der Fluss Santerno dort verläuft.

Commons: Tamburello-Kurve – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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