Tanja Schmidbauer
deutsche Filmeditorin, Sound-Editorin, Studio Sound Effects Director und Regieassistentin
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Tanja Schmidbauer (* 1940 in Regensburg) ist eine deutsche Filmeditorin, Sound-Editorin, Studio Sound Effects Director und Regieassistentin, die insbesondere durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Dieter Wedel bekannt wurde.[1]
Leben
Tanja Schmidbauer begann 1963 als Filmeditorin zu arbeiten. Ihre erste Beteiligung an einem deutschen Kinofilm fand im Herbst 1978 statt. In der Folge war sie sowohl im Kino als auch in der Produktion von Fernsehfilmen tätig.
Sie war an bedeutenden deutschen Fernsehproduktionen und Kinofilmen beteiligt.[2] In den 1990er Jahren prägte sie als Editorin den Schnitt mehrerer großer TV-Mehrteiler.[3]
Ihre erste Zusammenarbeit mit Dieter Wedel hatte sie beim Fernsehfilm Der große Bellheim. Zunächst war ein anderer Cutter mit dem Film Der Schattenmann beschäftigt, da Wedel mit dessen Arbeit aber unzufrieden war, wurde schließlich Schmidbauer engagiert, obwohl diese zunächst noch andere Verpflichtungen hatte.[4]
Filmografie
Filmeditor Kino
- 1978: Deutschland im Herbst, Regie: Alf Brustellin, Bernhard Sinkel[5]
- 1980: Engel aus Eisen, Regie: Thomas Brasch, Internationale Filmfestspiele von Cannes 1981, Bayerischer Filmpreis
- 1982: Dabbel Trabbel, Regie: Dorothea Neukirchen
- 1982: Domino, Regie: Thomas Brasch, Locarno Film Festival, Silberner Löwe
- 1983: Die flambierte Frau, Regie: Robert van Ackeren
- 1984: Baby, Regie: Uwe Frießner
- 1985: Die Grünstein-Variante, Regie: Bernhard Wicki, Filmband in Gold
- 1987: Maschenka, Regie: John Goldschmidt
- 1987: Der Passagier – Welcome to Germany, Regie: Thomas Brasch, Internationale Filmfestspiele von Cannes 1988, Wettbewerb
- 1988: Die Venusfalle, Regie: Robert van Ackeren
- 1989: Das Spinnennetz, Regie: Bernhard Wicki, Internationale Filmfestspiele von Cannes 1989, Nominierung Goldene Palme, Bayerischer Filmpreis
- 1990: Hard Days, Hard Nights, Regie: Horst Königstein
- 1992: Schtonk, Regie: Helmut Dietl, Deutscher Filmpreis, Filmband in Gold, Gilde-Filmpreis Gold, Academy Award, Nominierung als bester fremdsprachiger Film 1993, Golden Globe Award, Nominierung als bester fremdsprachiger Film 1993
- 1993: Alles auf Anfang, Regie: Reinhard Münster
- 1994: Mario und der Zauberer, Regie: Klaus Maria Brandauer
- 2001: Not Afraid, Not Afraid, Regie: Annette Carducci
- 2002: Jedermanns Fest, Regie: Fritz Lehner
Filmeditor Fernsehen
- 1963: Rennfahrer, Idole, Serengeti
- 1963: Doppelkonzert, Regie Franz-Josef Spieker, Kurz-Dokumentarfilm
- 1963: Madelaine, Madelaine, Regie: Vlado Kristl[6]
- 1964: Protokoll einer Revolution, Regie: Günter Lemmer, Autoren: Alexander Kluge, Peter Berling
- 1965: Autorennen, Regie: Vlado Kristl
- 1966: Die vier Musketiere, Hochschule für Gestaltung Ulm, später Institut für Filmgestaltung
- 1973: Floris von Rosemund, Regie: Ferry Radax, Fernsehserie
- 1990: Eine Liebe in Istanbul, Regie: Jürgen Haase
- 1992: Der große Bellheim, Regie: Dieter Wedel
- 1995: Der Schattenmann, Regie: Dieter Wedel
- 1996: Sperling – Sperling und sein Spiel gegen alle, deutscher Fernsehfilm, Regie: Torsten C. Fischer
- 1997: Der König von St. Pauli, Regie: Dieter Wedel
- 1998: HeliCops – Einsatz über Berlin, Pilot
- 1998: Sperling – Sperling und das schlafende Mädchen, deutscher Fernsehfilm, Regie: Juraj Herz
- 2003: Passion Hölderlin, Harald Bergmann, Dokumentarfilm
- 2004: Unter Verdacht – Beste Freunde, Uwe Frießner
Sound Editor / Studio Sound Effects Director
- 1960: Adieu Philippine, Regie: Jacques Rozier, Assistent für Synchronisation
- 1975: Die Eroberung der Zitadelle, Regie: Bernhard Wicki, Internationale Filmfestspiele Berlin 1977, Nominierung Goldener Bär, Deutscher Filmpreis, Filmband in Silber 1977
- 1977: Der Soldat von Oranien, Regie: Paul Verhoeven
- 1977: Taugenichts, Regie: Bernhard Sinkel, Bundesfilmpreis
- 1980: Spetters, Regie: Paul Verhoeven
- 1985: Flesh and Blood, Regie: Paul Verhoeven
Regieassistenz
- 1979: Der ganz normale Wahnsinn, 6 Folgen, Regie: Helmut Dietl