Tatort: Showtime
Fernsehfilm der Krimireihe Tatort
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Showtime ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom WDR produzierte Beitrag ist die 1335. Tatort-Episode und wurde am 12. April 2026 im SRF, im ORF und im Ersten ausgestrahlt. Das Kölner Ermittlerduo Ballauf und Schenk ermittelt in seinem 95. Fall.
| Folge 1335 der Reihe Tatort | |
| Titel | Showtime |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Regie | Isabell Šuba |
| Drehbuch | |
| Produktion | Jan Kruse |
| Musik | Olaf Didolff |
| Kamera | Falko Lachmund |
| Schnitt | David J. Achilles |
| Premiere | 12. Apr. 2026 auf Das Erste |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Frank Anders ist der Star der Kult-Kindersendung Sachen und Lachen, die er mit seiner Frau Caro moderiert. Seit Jahren arbeitet ein eingespieltes Kernteam an der Show. Doch als Kameramann Stefan Glück, genannt „Happy“, ermordet im Kofferraum seines ausgebrannten Autos gefunden wird, übernehmen Ballauf und Schenk die Ermittlungen. Schnell zeigt sich, dass hinter den Kulissen ein toxisches Arbeitsklima herrscht. Insbesondere Frank Anders dominiert das Studio und gerät häufig mit dem Puppenspieler Yassin Meret aneinander – der Täter könnte aus dem eigenen Team stammen.
Stefan Glück hatte Spielschulden durch Pferdewetten und erpresste Frank Anders nach einem Dreh mit Paul Conradi, bei dem dieser sich das Bein nach einem Sprung von einem Baumhaus, den Anders provozierte, gebrochen hatte. Anders ermordete Glück, was die Auswertung der Handydaten belegte, und wollte den Verdacht auf Meret legen, indem er Fasern von dessen Tapir-Kostüm in der Nähe des angezündeten Autos platzierte.
Marianne „Marie“ Wolters wuchs in einem Waisenhaus auf, wo die anderen Kinder sie schikanierten und ihre Ausflucht das Schauen der Sendung von Frank Anders war. Deshalb bewarb sie sich auf ein Praktikum für den Videoschnitt. In den Outtakes offenbarte sich aber das aufbrausende Naturell von Anders. Nachdem sie das Video von dem Dreh bei den Conradis gesehen hatte, lockte sie Anders zu dem leerstehenden Waisenhaus, um ihm ins Gewissen zu reden. Nach einem Handgemenge stürzte Anders in die Tiefe.
Marie kehrt am Ende zum Tatort zurück, wo Ballauf und Schenk sie antreffen und vor einem Sturz retten.
Vor dem Abspann ist eine Aufnahme von Frank Anders zu sehen, in dem dieser in einem Monolog vom Ende philosophiert und, als alle Lichter im Produktionsstudio ausgegangen sind, mit den Worten „Text?! Text?! Hallo?! Das darf doch nicht wahr sein! Jetzt mach doch mal aus, du scheiß Arsch!“ ausfällig und cholerisch wird.
Hintergrund
Der Film wurde vom 12. November 2024 bis zum 12. Dezember 2024 in Köln gedreht.[1]
Die Filmmusik wurde eigens für den Film von Olaf Didolff komponiert. Außerdem sind unter anderem Crowded House mit Don’t Dream It’s Over, Moby feat. Mindy Jones mit einer Coverversion von Heroes sowie Gordon Lightfoots If You Could Read My Mind zu hören.[2]
Rezeption
Kritiken
Marek Bang auf kino.de lobte den Film als „eine launige, überbordende Räuberpistole, die bestens zu unterhalten weiß.“ „Selten war ein Einsatz von Freddy Schenk und Max Ballauf schwungvoller als an diesem Sonntag, was auch an der ideenreichen Inszenierung von Isabell Šuba liegt, die erstmals einen ‚Tatort‘ als Regisseurin zu verantworten hat.“[3]
Steffi Lingscheid vom SWR urteilte, dass dieser Tatort „für den ein oder anderen stellenweise sicher zu überdreht“ sei. Sie persönlich „fand ihn kurzweilig und facettenreich erzählt, spannend geschnitten und mit toller Musik unterlegt. Vor allem gewinnt er aber durch den Cast und die Crew dahinter.“ Wer Max Giermann möge, dem „wird es richtig Spaß machen, ihn eskalieren zu sehen.“[4]
„Für einen beklemmenden Blick in menschliche Abgründe sind die Personen etwas zu exzentrisch geraten; ein kleiner Klischee-Abgrund tut sich auf, als die „Journaille“ abgefertigt wird. Im Detail aber überzeugt die Regiearbeit von Isabell Suba von Splitscreen über einen sehr originellen Szenenwechsel bis zum Ende, das auch ohne Bratwurstbude am Rheinufer gelingt.“
Einschaltquoten
Die Erstausstrahlung von Showtime am 12. April 2026 wurde in Deutschland von 8,54 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 33,8 % für Das Erste.[6]
Trivia
Der Titel der Kindersendung »Sachen und Lachen« ist an die Lach- und Sachgeschichten der Sendung mit der Maus angelehnt. Der cholerische Ausbruch von Frank Anders (Max Giermann) am Ende des Films, nachdem die Lichter im Produktionsstudio bereits ausgegangen sind, und dessen direkte Ansprache in die Kamera spielen auf die Wutausbrüche von Klaus Kinski an, dieser wird regelmäßig ebenfalls von Max Giermann parodiert.[7]
Weblinks
- Tatort: Showtime bei IMDb
- Showtime bei Tatort-Fans.de
- Tatort: Showtime beim WDR
- Showtime bei Bavaria Fiction