Taunggyi
Stadt in Myanmar
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Taunggyi (birmanisch တောင်ကြီးမြို့; BGN/PCGN: taunggyimyo Shan တူၼ်ႈတီး IPA: [to᷆n tí]) ist die größte Stadt und die Hauptstadt des Shan-Staats von Myanmar. Sie liegt im Shan-Hochland auf einer Höhe von 1430 Metern. Die Einwohnerzahl lag laut dem Zensus von 2014 bei 264.804.[1]
| တောင်ကြီး Taunggyi | ||
|---|---|---|
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| Koordinaten | 20° 47′ N, 97° 2′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Myanmar | |
| Staat | Shan-Staat | |
| Shan | တူၼ်ႈတီး | |
| ISO 3166-2 | MM-17 | |
| Höhe | 1430 m | |
| Einwohner | 264.804 (2014) | |
Blick über die Stadt | ||

Geographie
Taunggyi liegt auf einem Felssockel. Nach Westen geht es relativ abrupt 600 Meter hinab zu einem fruchtbaren Plateau, nach Osten weitere 300 Meter hinauf zu einer schroffen Felslinie.[2]
Geschichte
Während der Zeit der quasi-unabhängigen Shan-Staaten (Mong) hatten diese keine gemeinsame Hauptstadt, Taunggyi war eine unbedeutende Kleinstadt. Während der britischen Kolonialherrschaft wurde es Sitz des Superintendenten für die südlichen Shan-Staaten und im unabhängigen Birma schließlich Hauptstadt des vereinigten Shan-Staats. In den 1970er- und 1980er-Jahren war es die am schnellsten wachsende Stadt in Birma. Zwischen der Volkszählung von 1973 und der von 1985 stieg die Einwohnerzahl von 75.000 auf 108.000.
Wirtschaft
Zum Wachstum der Stadt trug der florierende Handel mit den Nachbarstaaten China, Laos und Thailand bei. Hauptprodukte waren die traditionellen birmanischen Zigarren (Cheroots) und Knoblauch. Daneben war Taunggyi auch ein Zentrum des Schmuggels und anderer illegaler Aktivitäten. Die Streitkräfte von Myanmar stationierten in Taunggyi viele Truppen, um von hier aus Separatisten und in den Opiumhandel verwickelte Warlords im Shan-Staat unter Kontrolle zu halten.[3]
Verkehr
Eisenbahn
Taunggyi erhielt am 24. Dezember 1997 Eisenbahnanschluss, als der Bau der Bahnstrecke Thazi–Keng Tung entsprechend weit fortgeschritten war. Dazu musste zwischen dem bis dahin bestehenden Endpunkt der Strecke in Shwenyaung, der nur 12 km Luftlinie entfernt liegt, eine 33,5 km lange Trasse gebaut werden, weil zwischen beiden Städten ein Höhenunterschied von knapp 550 m zu überwinden war. Dies erforderte ein Kreisviadukt und eine durchgängige Steigung von 40 ‰. Im Betrieb erwies es sich deshalb als völlig sinnlos, hier Personenzüge verkehren zu lassen. Diese brauchten für den Anstieg etwa 2½ Stunden, während die Fahrt auf der Straße nur etwa eine dreiviertel Stunde in Anspruch nimmt.[4]
Luftverkehr
Der nächste Flughafen befindet sich im 40 Kilometer entfernten Heho.[3]
Bevölkerung
Religion

Die Stadt ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Taunggyi, dessen Hauptkirche die Sankt-Josephs-Kathedrale ist. Daneben gibt es buddhistische und hinduistische Tempel sowie Moscheen.
Bildung
Die 1961 gegründete Fachhochschule von Taunggyi wurde 1992 zur Universität erhoben.

