Teak Holz International
österreichisches Unternehmen
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Die Teak Holz International AG (THI) war ein österreichisches Unternehmen, das Teak-Holz-Plantagen in Costa Rica besaß. Das Unternehmen war von 2007 bis 2016 an der Wiener Börse notiert.[4][5][6]
| Teak Holz International | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft (Österreich) |
| Sitz | Wien, Österreich |
| Leitung | Vorstand: Franz Fraundorfer, Thomas Jakobowitz[1] |
| Mitarbeiterzahl | 60[2] |
| Umsatz | 283 TEUR[3] |
| Website | www.teak-ag.com |
| Stand: 20. September 2015 | |
Im Jahr 2006 hatten Klaus Hennerbichler und Erwin Hörmann ihre Teakholzplantagen in das Unternehmen eingebracht. Laut Gutachten sollten diese 89 Millionen Euro wert sein; die Bäume sollen jedoch nie wirklich gezählt worden sein.[7]
Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass THI statt 1,6 Millionen Bäume nur rund 700.000 Bäume besaß.
Das Unternehmen wies in seiner Bilanz einen Verlust von 64 Millionen Euro aus; die Bäume wurden – da von der Annahme der Unternehmensfortführung abgegangen wurde – um 58 Millionen Euro abgeschrieben.[8]
Unternehmensintern war diese Tatsache angeblich schon seit 2008 bekannt. Es gab auch Meldungen an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Im September 2015 musste THI Insolvenz anmelden, da eine Wandelanleihe nicht bedient werden konnte.[9]
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollten nun die Beteiligungen an der Betriebsgesellschaft und den Besitzgesellschaften in Costa Rica verwertet werden. Der Wert soll 3,5 Millionen Euro betragen.[10] Die Versteigerung fand am 14. Dezember 2015 statt, scheiterte jedoch.[11] Am 15. Jänner 2015 sollte über einen Sanierungsplan mit 20 % Quote abgestimmt werden, dieser wurde jedoch zurückgezogen.[12][13]
Der Insolvenzverwalter soll als Treuhänder Ansprüche gegen Wirtschaftsprüfer, Vorstände und ehemalige Gesellschafter einklagen.[14]
Auch ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nunmehr (nach Einstellung eines früheren Verfahrens im Jahr 2014) gegen THI sowie mehrere Personen wegen Bilanzfälschung, Untreue und schwerem Betrug. Es liegen nämlich neue Beweismittel vor.[14]
Im März 2016 fand eine Versteigerung der wichtigsten Beteiligungen statt, bei der ein Erlös von 2,2 Millionen Euro erzielt wurde.[15] Der Zuschlag war dem chinesischen Investor C-East Holding erteilt worden, jedoch wurde der Kauf durch den deutschen Ex-Minister Rudolf Scharping und den deutschen Unternehmer Ralph Piller zwischenfinanziert. Da die Chinesen nicht rechtzeitig zahlten, ging das Eigentum an Scharping und Piller über.[16]
Im Juli 2016 wurde ein Delisting der Aktie an der Wiener Börse durchgeführt.[6]