Teehaus Ronnefeldt
Teehandels-Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main
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Das Teehaus Ronnefeldt ist ein auf Tee spezialisiertes Handelsunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Darüber hinaus wird ein Produktionsstandort in Worpswede betrieben.

| J.T. Ronnefeldt KG | |
|---|---|
| Rechtsform | KG |
| Gründung | 1823 |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Leitung | Jan-Berend Holzapfel |
| Mitarbeiterzahl | ~ 130[1] |
| Branche | Tee |
| Website | www.ronnefeldt.de |

Unternehmensgeschichte
Johann Tobias Ronnefeldt, der in Rotterdam und London aktiv war, gründete das Unternehmen im Jahr 1823. Als er 1845 im Alter von 51 Jahren starb, führte seine Witwe Friederike 15 Jahre lang das Geschäft gemeinsam mit Prokuristen weiter, bis ihre Söhne die Nachfolge antraten. Die Geschäftsräume befanden sich 1865 in der Neuen Kräme 12 in Frankfurt.[2] Gründerenkel Rudolf Ronnefeldt reiste 1889 im Alter von 24 Jahren um die Welt und dokumentierte seine Erfahrungen in einem Tagebuch, das Aufschluss über den Teehandel seiner Zeit gibt. Nach seiner Weltreise heiratete er Emma Rössler, die Tochter des Degussa-Gründers Friedrich Ernst Roessler.[3]
Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
Im Jahr 1904 entwarf Hans Christiansen, ein Jugendstilkünstler aus der Darmstädter Künstlerkolonie, ein Werbeplakat mit einem Drachenkopf als Symbol für chinesischen Tee. 1914 zog das Unternehmen in die Goethestraße 3, nachdem es zuvor zehn Jahre lang am Roßmarkt 8 ansässig war.
Die beiden Weltkriege brachten den Teehandel weitestgehend zum Erliegen. Im Ersten Weltkrieg gründete das Unternehmen zusammen mit der Ed. Meßmer GmbH und der Weinhandelsfirma Bernhard Wiesengrund das Gemeinschaftsunternehmen Getränke GmbH zur Herstellung eines koffeinhaltigen Ersatztees, der unter dem Markennamen Stimula vermarktet wurde.
Anfang der 1950er-Jahre kam Herwerth Westphal, der Enkel von Rudolf Ronnefeldt, ins Unternehmen, das sich nach der Zerstörung des Gebäudes in der Goethestraße bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main in Frankfurt-Bockenheim angesiedelt hatte. Er führte das Unternehmen gemeinsam mit Georg Lülmann, Geschäftsführer und Mitinhaber bis Anfang der achtziger Jahre.
Seit den 1970er-Jahren
Ende der 1970er-Jahre kam Frank Holzapfel zu Ronnefeldt. Er übernahm 1984 das Unternehmen von Herwarth Westphal, der 1987 in Ruhestand ging. Sein Sohn Jan-Berend Holzapfel wurde sukzessive in die Leitung des Unternehmens eingebunden. 2004 wurde er Geschäftsführer und trat 2012 die Nachfolge seines Vaters an. Im Jahr 2009 wurde ein Ladengeschäft im Einkaufszentrum MyZeil eröffnet.[4]
