Tall Zira'a
archäologische Stätte in Jordanien
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Der Tall Zirāʿa (تل زرعة / Tall Zarʿa; Tell Zerāʿa im jordanisch-arabischen Dialekt; deutsch etwa „Hügel der Landwirtschaft“) ist eine bedeutende historische Siedlungsstätte im Norden Jordaniens am Dreiländereck zu Syrien und Israel. Seit über 5000 Jahren war der Hügel immer wieder besiedelt; dabei haben sich Kulturschichten von bis zu 16 Metern Höhe aufgebaut. Seit 2001 wird im Rahmen des Gadara Region Project die Geschichte des Tall und der Region archäologisch erforscht.
Topografie
Der Tall Zirāʿa liegt im Norden Jordaniens etwa 20 km nordwestlich der Großstadt Irbid und 10 km südöstlich vom See Genezareth. Der Siedlungshügel hatte in der Bronze- und Eisenzeit eine wirtschaftlich günstige Lage im Wadi el-ʿArab, das sich von den Höhen des Ostjordanlands zum Jordan hinzieht. Als Teil einer alten Handelsroute von Ägypten bis nach Mesopotamien ermöglichte es mit seinem bequemen Anstieg die Überwindung des Höhenunterschieds von 290 Metern unter Seeniveau im Jordantal bis 550 Meter über den Meeresspiegel im Ostjordanischen Hochland. Die Region war vom Paläolithikum bis zur islamischen Zeit besiedelt. Mehr als hundert Fundstätten (Kanäle, Wassermühlen, Zisternen, Ölpressen, Weinkelter, Wachttürme, Grabanlagen und Siedlungen) legen davon Zeugnis ab.[1]

Der Tall ist ein fast kreisrunder Siedlungshügel mit einem Durchmesser von zirka 240 Metern an seiner Basis und etwa 160 Metern auf seinem Plateau. Seine Oberfläche liegt 17 Meter unter dem Meeresspiegel. Er erhebt sich (je nach Himmelsrichtung 22 bis 45 Meter) über die ihn umgebende Landschaft und beherrscht das gesamte zerklüftete Tal des Wadi el-ʿArab an der Einmündung des benachbarten Wadi ez-Zaḥar. Im Zentrum des Hügels befindet sich eine artesische Quelle. Damit war früh und auf Dauer eine besonders gute Voraussetzung für eine Ansiedlung gegeben.[2]
Name
In jüngster Vergangenheit wurde der Tall Zirāʿa nur noch landwirtschaftlich genutzt[3], wovon er seinen Namen erhielt: zaraʿa heißt säen, anbauen, pflanzen, Tall Zirāʿa also Hügel des Ackerbaues, der Landwirtschaft. Seit Beginn der Ausgrabungen ist der Getreideanbau auf dem Plateau eingestellt. Im Frühjahr wird es noch von Schaf- und Ziegenherden der Beduinenfamilien, die am Fuß des Talls traditionell in ihren Zelten leben, beweidet.
Während des Neuen Reiches war die Region (Kanaan) unter ägyptischer Herrschaft. Deshalb wurden Hinweise zum Namen der spätbronzezeitlichen Stadt auf dem Tall in ägyptischen Inschriften untersucht. Einen szenischen Bericht mit Ortsnamen ließ Pharao Sethos I. (1290–1279 v. Chr.) im Tempel in Karnak über seine Feldzüge in Palästina anbringen, bei denen er unter anderem Bet Sche’an eroberte, das 20 km südwestlich vom Tall Zirāʿa auf der rechten Seite des Jordans liegt. Eine weitere Quelle mit Ortsnamen der Region ist eine in Bet Sche’an entdeckte Stele. In diesem Zusammenhang wird eine Stadt qa-dú-rù genannt, was im Klang „Gadara“ entspricht. Bei Ausgrabungen in der gut vier Kilometer nördlich des Tall gelegenen hellenistischen Gründung Gadara wurde keine bronzezeitliche Vorgängersiedlung festgestellt. Einige Forscher vermuten daher, dass qa-dú-rù in der Bronzezeit die befestigte Stadt auf dem Tall Zirāʿa bezeichnete und der Name sich in der Region gehalten hat.[4]
Forschungsgeschichte
1885 erkundete der Ingenieur Gottlieb Schumacher das Ostjordanland und erkannte dabei die archäologische Bedeutung des Wadi el-ʿArab. Er beschreibt das Tal als sehr wasserreich und berichtet von mehreren Ruinen wasserbetriebener Mühlen. In dieser Zeit war die Region nur schwach besiedelt und das Wadi, wie ihm Beduinen berichteten, zu „einem beliebten Zufluchtsort für allerlei Flüchtlinge und verbrecherisches Gesindel“ verkommen. Von Schumacher stammt die erste Mitteilung über den Tall Zirāʿa, seine Lage und die Quelle in seinem Zentrum. Er schildert auch Mauerzüge und Reste einer Befestigung auf dem Plateau.[5]
Nelson Glueck kam 1942 durch das Wadi el-ʿArab. Er nennt den “singularly imposing and completely isolated hill of Tell Zera'ah ...” (deutsch: „einzigartig imposanten und völlig allein stehenden Hügel von Tell Zerāʿa“) und erwähnt die Quelle auf dem Plateau als “result of a natural siphon phenomenon leading the underground flow of the water from the higher level of the hills beyond down to below the bottom and, as through a pipe piercing its center, up to the top of Tell Zera'ah.” (deutsch: „Ergebnis eines natürlichen Siphon-Phänomens, das den Grundwasserstrom vom höheren Niveau der umliegenden Hügel hinunter unter die Basis und wie durch eine Röhre, die sein Zentrum durchbohrt, auf die Oberfläche des Tell Zerāʿa führt.“)[6]
Im Zuge der Staatsgründung Israels und des Sechstagekrieges im Jahr 1967 wurden Teile des Tales zum militärischen Sperrgebiet. Erst 1994 nach dem zwischen Jordanien und Israel geschlossenen Friedensvertrag wurde es wieder allgemein zugänglich. Seit 2001 findet die Erforschung des Tall Zirāʿa im Rahmen des Gadara Region Project statt, das auf einen Zeitraum von etwa 20 Jahren angelegt ist.
Eine erste Sondage auf dem Tall Zirāʿa führte ein niederländisches Team unter der Leitung von Karel Vriezen in den Jahren 2001 und 2002 durch. Dabei wurde an der westlichen Hügelkante ein Testschnitt von sechs mal sieben Metern geöffnet.[7]
Bei einem ausführlichen Survey wurde 2001 die gesamte Oberfläche des Talls in 127 Quadrate von 20 Metern Kantenlänge aufgeteilt, die einzeln gründlich nach Keramikscherben und anderen Oberflächenfunden abgesucht wurden. Alle Scherben wurden zeitlich bestimmt. Die Zuordnung der Scherbenmengen aus den verschiedenen Epochen zum Quadratraster ergab an bestimmten Stellen deutliche Häufungen für die Keramik einer Epoche. Damit konnten Voraussagen über die zu erwartenden Architekturreste gemacht werden. Auch die geophysikalische Prospektion brachte über Widerstandsmessungen im Boden Aussagen über Strukturen in der Erde. Beides wurde für die Planung der Ausgrabungen herangezogen.[8]
Im Herbst 2003 begann das Biblisch-Archäologische Institut Wuppertal (BAI) mit seiner ersten Ausgrabungskampagne. Die dabei erzielten umfangreichen Ergebnisse bewogen das BAI und das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEIAHL) in Amman, im Jahr 2004 eine Kooperation einzugehen, um das Projekt in den folgenden Jahren gemeinsam in größerem Stil fortzusetzen. Dieser Arbeit schloss sich 2006 auch das DEIAHL in Jerusalem an. Das Projekt steht seit 2004 unter der gemeinsamen Leitung von Dieter Vieweger und Jutta Häser. Jeweils im Frühjahr und im Sommer fanden mehrwöchige Ausgrabungskampagnen statt.[9]
Archäologische Bedeutung
Die Geschichte Nordjordaniens von der frühen Bronzezeit bis in die islamische Neuzeit – und damit ein Zeitraum von mehr als fünf Jahrtausenden (3200 v. Chr.–1900 n. Chr.) – kann am Tall Zirāʿa erstmals an einem einzigen Siedlungsplatz untersucht werden. Der Siedlungshügel liefert sowohl einen Einblick in die frühbronzezeitliche Stadtkultur wie auch in die Periode der Re-Urbanisierung nach dem Niedergang städtischer Lebensweise gegen Ende der Frühbronzezeit (um 2150 v. Chr.)[10]. Die städtische Kultur der mittleren (2150–1550 v. Chr.)[10] und späten (1550–1200 v. Chr.)[10] Bronzezeit ist hier – wie der Stufenschnitt am Westhang (Areal I) zeigt – im nordjordanischen Bereich zum ersten Mal durchgängig greifbar. Nach biblischen und außerbiblischen Mitteilungen wird diese Zeit meist als „kanaanäische Epoche“ bezeichnet.[11]
Grundsätzlich interessiert bei der archäologischen Erforschung des Talls, wie die Bewohner im Verlaufe der Jahrtausende mit recht unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ihre Überlebensstrategien an die naturgegebenen Voraussetzungen des Talls anpassten bzw. wie sie auf die Veränderungen ihrer Ressourcen reagierten. Hierzu gehört eine Untersuchung der technischen Möglichkeiten der Bewohner des Talls durch die 5000 Jahre seiner Besiedlung, insbesondere im Bereich der Herstellung von Keramik, Glas, Fayence und Quarzfritte sowie der Metallverarbeitung. Außerdem werden die landwirtschaftlichen Voraussetzungen, Flora und Fauna sowie die Geologie (Wasser, Gesteinsformationen und Bodenarten) des Wadisystems erforscht.
Am Tall Zirāʿa ist auch der tief greifende Einschnitt von der Bronze- zur Eisenzeit nachzuvollziehen, in dessen Verlauf die ägyptische Oberherrschaft zerbrach, Stadtstaatengesellschaft sich auflöste und Seevölker in die südliche Levante kamen. Der Neubeginn nach diesem Umbruch veränderte während der Eisenzeit I und II die Siedlung auf dem Tall Zirāʿa. Während in der Eisenzeit I (1200–1000 v. Chr.)[10] eine nur lockere Bebauung auf eine kleine Ansiedlung schließen lässt, entstand in der Eisenzeit II (1000–520 v. Chr.)[10] wieder eine ummauerte Stadt.

Im Anschluss an die Zerstörung dieser Stadt scheint es nach den bisherigen Grabungsergebnissen eine Siedlungspause gegeben zu haben, ehe in hellenistisch-frührömischer Epoche wieder eine geschlossene Siedlung entstand. Bis in die Spätantike (d.h. byzantinische Zeit) war die gesamte Oberfläche des Talls besiedelt; selbst in der umayyadischen Epoche blühte noch eine christliche Gesellschaft mit einer Kirche und Mosaik(inschriften) in einem Kloster. Die Erdbeben zwischen 747 und 749 n. Chr. setzten dieser Siedlung ein jähes Ende. Die nachfolgenden islamischen Zeiten waren durch bäuerliche Höfe und Felder auf dem Tall geprägt.
Ausgrabungen 2001 bis 2026
Auf dem Tall Zirāʿa wurden vier Grabungsbereiche geöffnet (Areale I-IV), die ganz verschiedenen Erkenntniszielen dienen. Während in Areal I die allgemeinen Wohnbereiche und insbesondere dabei die Produktionsstätten der Handwerker des Talls erkundet wurden, standen in Areal II (seit der Frühjahrskampagne 2006) vor allem die administrative Bebauung und in Areal III (seit Sommer 2008) ein (römisch-)byzantinischer Repräsentationsbau im Mittelpunkt des Interesses.[12] Zu den bereits geöffneten Grabungsbereichen kam 2025 und 2026 auch die artesische Quelle (Areal IV) hinzu.

Zu Tage traten Funde von 25 Strata. Die Ergebnisse sind in zehn Bänden bis 2025 publiziert worden und können unter www.tallziraa.de[13] kostenlos heruntergeladen werden.
Letztlich ist die Erkundung des Tall Zirāʿa und seines Umfeldes eine Aufgabe für mehrere Generationen von Forschern, wobei das BAI Wuppertal gemeinsam mit dem DEI Amman und Jerusalem den Grundstein hierfür legte.
Ergebnisse nach Epochen
Die Frühe und Mittlere Bronzezeit (Strata 25-16)
Schon während der Oberflächenuntersuchungen war eine sehr hohe Konzentration frühbronzezeitlicher Funde aufgefallen, sodass mit entsprechend herausragenden Siedlungsresten gerechnet werden durfte. Diese konnte mit einer massiven, derzeit auf 4,85 m Höhe freigelegten Befestigungsmauer und verschiedenen Strata typischer frühbronze-II/III-zeitlicher Wohnbebauung erkundet werden (Frühe Bronzezeit I-III; 3500-2250 v. Chr.). Die massive Steinmauer wird durch einen senkrechten Wasserentsorgungsschacht der Mittel- oder Spätbronzezeit durchbrochen, der nach 5 Metern Fallhöhe nach außen zum Hang abknickt und als gemauerter Tunnel endet.[14]
Während der folgenden kulturellen Umbruchszeit (Frühbronzezeit IV/Mittelbronzezeit I) steht der Niedergang der ehemals blühenden städtischen Kultur deutlich vor Augen. Zeltlager, Vorratsgruben, Feuerstellen und fragmentarische Mauerreste prägen nun das Siedlungsbild. Dabei ist der Nachweis einer durchgängigen Besiedlung von der Frühen zur Mittleren Bronzezeit am selben Siedlungsplatz von großer Bedeutung, da solche Befunde nur selten in der Levante nachgewiesen werden konnten.
Erst in der nachfolgenden Mittelbronzezeit II (1950-1550 v. Chr.) konnten wieder respektable Handwerksbereiche (u. a. Bronzeverarbeitung) und Wohnbauten ausgegraben werden, die den Beginn einer langen Tradition von Hofhäusern markieren. Eine gewaltige Stadtmauer schützte den Tall.[15]

Eine Katastrophe während der Späten Bronzezeit (Stratum 15)
In Areal I riss um 1400 v. Chr. ein Hangrutsch einen großen Teil der Siedlung in die Tiefe. Der abgebrochene Bereich wurde sorgsam - in jeweils 40 cm dicken Erdschichten mit enger Steinüberdeckung - repariert und neu aufgeschüttet.[16] Die vom Hangrutsch verschont gebliebenen Bereiche zeugen von einer ehedem hervorragenden städtischen Organisation.
Die Späte Bronzezeit (Stratum 14 d-a)
Die Spätbronzezeit (1550-1200 v. Chr.) zeigt eine reiche Stadt – vermutlich das Zentrum eines wohlhabenden Stadtstaats. Das markanteste Bauwerk war eine gewaltige Kasemattenmauer, welche die Siedlung an der Nordwestflanke schützte. Im südlichen Bereich mündete die Kasemattenmauer in einem großen, stadtwärts ausgerichteten Turm, in dem ein unterteilter Langraumtempel mit deutlichen Anzeichen eines Kultes der „Seevölker“ untergebracht war. Im östlich davor liegenden Hof befand sich ein mit Keramikscherben bedeckter Altar. Auch lokale Klutelemente wurden aufgefunden: insbesondere ein an der Standfläche behauener, nach oben hin spitz zulaufender gewaltiger Kultstein, eine Mazzebe.

Der beeindruckende Stadtgrundriss beinhaltete Hofhäuser, gedeckte Wasserkanäle, mehrere steinausgekleidete birnenförmige Silos und etwa 1 m hoch anstehende und 1,20 m dicke Lehmziegelwände. Die Mauerstärken der äußerst solide errichteten Bauten lassen vermuten, dass diese Häuser zumindest ein Obergeschoss besaßen. Im Hof eines dieser Wohnhäuser wurden drei mit flachen Steinen gedeckte Kanäle entdeckt. Diese leiteten das Wasser, das von der Quelle kam und sich bei Regen hinter der Stadtmauer sammelte, in eine der Kasematten. Dort wurde es in einem halbkreisförmigen, aus unbehauenen Feldsteinen gemauerten Tosbecken zunächst aufgefangen und floss schließlich in einen tiefen, ebenfalls aus unbehauenen Feldsteinen gemauerten senkrechten Fallschacht von etwa 45 cm Durchmesser. Der Fallschacht wurde bisher auf eine Tiefe von ungefähr 2,6 m erforscht, ohne dass die Unterkante erreicht wurde.
Im nördlichen Bereich lag ein großer Anten-Tempel mit einem Treppenhaus und einer repräsentativen Cella, deren Dach von zwei Säulen getragen wurde, einem Hof und Nebengebäuden. Hier wurden ein Silberanhänger, ein Siegel mit der Kartusche Amenophis III. und 23 Rollsiegel an einer Stelle gefunden. Weitere Rollsiegel fanden sich in der Umgebung dieses Raumes. Die wertvollen Funde und der hohe Prozentsatz an Importkeramik sprechen für die große Bedeutung dieser Stadt als Handels- und Handwerkszentrum.[17]

Der sog. Orpheus-Krug, ein rot und schwarz bemaltes zweihenkliges Gefäß zeigt zwischen ornamental angeordneten Sandvipern auf einer Seite eine friedliche Tierszene mit Löwen, Stieren, einer Eidechse und weiteren Schlangen. Auf der anderen Seite wird ein sitzender Mensch auf einem vierbeinigen Hocker dargestellt, der eine Art Lyra spielt. Die Darstellung erinnert an den griechischen Orpheusmythos. Das Thema, die Farben und die Art der Bemalung deutet auf Neuankömmlinge in der letzten Phase der Späten Bronzezeit - die zu den nördlichen "Seevölkern" gehörten. Der Krug wurde aus über 200 Scherben restauriert und steht heute im Nationalmuseum Jordaniens, in Amman.[18]
Die Eisenzeit I (Stratum 13)
Die spätbronzezeitliche Stadt auf dem Tall Zirāʿa wurde um 1200 v. Chr. flächendeckend zerstört. Die Besiedlung kam jedoch mit diesem einschneidenden Ereignis in der Eisenzeit I (1200-1000/900 v. Chr.) nicht zum Erliegen. Die überlebenden Bewohner nutzten die Mauerreste der spätbronzezeitlichen Stadt trotz ihrer erheblichen Zerstörung weiter. Im Gegensatz zur vorangehenden Epoche war der Ort nun nicht mehr ummauert. Dennoch hielt die handwerkliche Fertigung von Metall, Glas, Fayence und Keramik auf hohem Niveau an.[19]
Im südlichen Abschnitt des Grabungsareals I wird zur gleichen Zeit solide Architektur angetroffen. Dort zeichnet sich ein großes Doppel-Gebäude mit Mauern aus sorgfältig gesetzten Feldsteinen ab. Hier wurde auch eine Bierbrauerei im ägyptischen Stil betrieben.

Besondere Keramikfunde aus diesem Bereich waren ein fast vollständiger Kernos[20] und ein Götterhaus[21] für den privaten Kult.

Mit den politischen Umwälzungen um 1200 v. Chr. war auch der Einfluss Ägyptens auf seine nördlichen Nachbarn verloren. Die ehedem im Dienste der Ägypter stehenden „Seevölker“ – wie die Scherden – waren bereits in der letzten Phase der Späten Bronzezeit auf dem Tall angekommen. Sie blieben nun dauerhaft hier und hinterließen auf dem Tall während der Eisenzeit I wie auch am Beginn der Eisenzeit II ihren bleibenden „Fingerabdruck“.[22]

Die Eisenzeit II und III
(EZ II A/B = Strata 12-11; IIC = Stratum 10 und III = Stratum 9)
Die Architektur der Eisenzeit IIA/B (1000/900- ca. 720 v. Chr.) deutet wieder auf eine erheblich größere Bevölkerung auf dem Tall Zirāʿa hin. Die Siedlung nahm nun einen urbanen Charakter an und wurde mit einer Zickzack-Mauer befestigt. Die Stadt scheint in einer Agglomerat-Bauweise errichtet worden zu sein, in der Wohnhäuser und öffentliche Bereiche direkt aneinandergrenzten. Die eisenzeitlichen Wohnhäuser in Areal I wurden auch handwerklich genutzt. In ihren Höfen wurden nicht nur Öfen und handwerkliche Installationen gefunden, sondern auch vielfache Zeichen der familiären Frömmigkeit wie die für die gesamte Region typischen Figurinen oder auch ein aufrecht stehender kultischer Stein (Mazzebe).

In den Häusern waren verschiedene handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt worden. Ein Raum enthielt beispielsweise vier Brotbacköfen, die gleichzeitig betrieben werden konnten. Dass Metall verarbeitet wurde, zeigt ein noch gefülltes Schmelzgefäß auf einer steingepflasterten Feuerstelle. Weitere dickwandige „Industriegefäße“ und Funde von Rohglas weisen auch auf Glasherstellung, oder zumindest -verarbeitung hin. Im Norden des Areals I wurden auf einer Fläche ohne typische Bebauungsstrukturen über zwölf einfache Brotbacköfen und zwei große Öfen mit mehrschichtiger, gut isolierender Wandung ausgegraben. In einem der beiden fand sich ein Keramiktopf mit mehreren Henkeln. Ob diese Öfen zu handwerklichen Arbeiten oder zum Kochen benutzt wurden, ist noch nicht geklärt.[23]
In einem Hausbereich standen drei Säulenbasen aus massiven Feldsteinen in Reihe und vor ihnen exakt auf die Reihe ausgerichtet, eine Mazzebe in situ. Der Kultstein war somit in das Alltagsleben einbezogen. Weitere Bezüge zum religiös-kultischen Leben stellen einige Kleinfunde dar: eine Bronzefigurine in Form eines sitzenden Gottes (El-Typ) mit Gold- und Silberauflagen, das Oberteil einer weiblichen Terrakotta-Figurine mit Hathor-Frisur und ein Siegelabdruck mit einem Gott vom Baal-Typ (siehe Einzelfunde).
Viele Gebäude in diesem Stratum weisen zwei Bauphasen auf. Daher wird vermutet, dass Teile der Stadt gegen Ende des 10. Jahrhunderts v. Chr. durch Erdbeben, Brand oder einen feindlichen Angriff zerstört wurden. Falls es sich dabei um ein kriegerisches Ereignis handelte, würde das zeitlich mit den in den alttestamentlichen Königsbüchern und auf der Tel-Dan-Stele dokumentierten, israelitisch-aramäischen Kämpfen übereinstimmen.
In dieser klassisch-alttestamentlichen Zeit bildeten sich weiter südlich die territorialen Königtümer Ammon, Moab und (etwas später) Edom heraus. Der Tall Zirāʿa in Gilead gehörte möglicherweise zum Einflussbereich des von Samaria aus regierten Reiches Israel. Während dieser Zeit – der Eisenzeit IIA/B – haben die israelitischen Könige nach Aussage der Bibel (1 Kön 4,13 LUT) „sechzig große Städte, ummauert und mit eisernen Riegeln“ in Gilead beherrscht. Gilead heißt im Alten Testament und in neuassyrischen Texten das Ostjordanland nördlich des Jabbok (vgl. auch Num 32,39–42 LUT; Dtn 3,13–15 LUT; Jos 13,29–31 LUT; Ri 10,3–5 LUT; 1 Chr 2,21–23 LUT).
Mit der alles umwälzenden Expansion der Assyrer im 8. Jahrhundert v. Chr. hörten viele Städte im nördlichen Ostjordanland auf zu bestehen. Auch der Tall Zirāʿa verlor Ende des 8. Jh. v. Chr. erneut seinen urbanen Charakter. Zur gleichen Zeit gelangten die südlich gelegenen Königtümer Ammon und Moab unter assyrischer Oberaufsicht zu großer Blüte und brachten gewaltige kulturelle Leistungen hervor.[24][25]
Während der Eisenzeit III (520-332 v. Chr.) unter persischer Hoheit befand sich eine dörfliche Siedlung auf dem Tall. In Areal I lagen reich ausgestattete Grabstätten. Auch Keramik dieser Zeit wurde nachgewiesen.
Die hellenistische, römische, spätantike und frühislamische Zeit
(Hell = Stratum 8, röm = Strata 7-5, spätant. = Strata 4 c-a, frühisl. = Stratum 3 b-a; zwischen 332 v. Chr. und 747/749 n. Chr.)
In hellenistischer Zeit änderte sich das Siedlungsbild noch einmal vollständig. Das Wadi el-ʿArab mit seinen Siedlungen wurde zum Umland der hellenistischen Gründung Gadara, die in römischer Zeit dem Zehnstädtebund (Dekapolis) angehörte und zu großer Blüte kam. Selbst die römische Straßenführung richtete sich gegen die topografischen Gegebenheiten zum neuen Zentrum des Großraums – nach Gadara – aus.[26]

Die gravierenden politischen Veränderungen hatten auch auf die Bewohner des Tall Zirāʿa erheblichen Einfluss. Viele wanderten in die hellenistische und später frührömische Neugründung aus und nahmen ihren Städtename qa-dú-rù mit in die neue Siedlung: Gadara. Mit der Gründung der hellenistischen Stadt Gadara verlor der Tall zwar seinen städtischen Charakter, doch wurde er ständig – auch angesichts seines Wasserreichtums – dicht besiedelt. Die Hausbebauung zeigt durch die römische, spätantike und frühislamische (umayyadische) Epoche (324-747 n. Chr.) hindurch einen erstaunlichen Reichtum. In hasmönäischer Zeit siedelte eine jüdische Bevölkerung auf dem Berg - wie die überaus reichen Kalksteingefäß-Funde (die sich aus den jüdischen Reinheitsgeboten ergeben) bezeugen. Bei der Eroberung Gadaras durch den Hasmonäer Alexander Jannäus scheint der Tall Zirāʿa eine besondere Rolle gespielt zu haben, da seine extrem großen Verteidigungsanlagen die Idee beflügeln, dass hier Aleaxander Jannäus hier seine Aufmarschbasis etablierte.[27] Die hasmonäisch-jüdische Ansiedlung, die römischen und spätantiken Siedlungsschichten mit Villen, Lagerhäusern und Getreidesilos sowie ein spätantiker Kirch- oder Klosterkomplex legen ein beredtes Zeugnis von Wohlhabenheit ab.[28][29] Nach den Erdbeben 747-749 n. Chr. wurde der Tall allerdings nur noch zu dem, was sein Name sagt: ein Hügel der Landwirtschaft mit bäuerlichen Gehöften.[2]
Islamische Epochen
Die Blüte der Stadt Gadara, die nach der Schlacht am Jarmuk im Jahr 636 unter arabischen Einfluss gekommen war, endete durch ein verheerendes Erdbeben im 8. Jahrhundert n. Chr. Hinzu kamen die grundlegenden politischen Veränderungen in frühislamischer Zeit. Das Wadi el-ʿArab gewann aufgrund seiner ausgezeichneten Bedingungen für die Landwirtschaft nun wiederum stärker an Bedeutung, doch blieb diese regional begrenzt. Im Auf und Ab des islamischen Mittelalters und der osmanischen Zeit blieb der Tall Zirāʿa eine dörfliche Siedlungsstätte.[30]
Die Auswertung der islamischen Epochen soll im Jahr 2027 mit dem Erscheinen des XI. Bandes der finalen Grabungspublikation abgeschlossen werden.
Die Ausgrabung der artesischen Quelle 2025 bis 2026
Vom 14. Oktober bis 22. November 2025 und vom 26. März bis zum 17. April 2026 führte das Team des DEI untzer Leitung von Dieter Vieweger und Katja Soennecken zwei Grabungskampagnen auf dem Tall Zirāʿa in Nordjordanien einschließlich Fundaufbearbeitung durch. Das Ziel der archäologischen Untersuchung war es, die artesische Quelle zu erforschen. Diese schuf zunächst den Travertinberg selbst und später auf diesem über Jahrtausende beste Siedlungsmöglichkeiten, da sie das ganze Jahr über die Wasserversorgung der Siedlung sicherte. Der Wasserfluss war noch zu Beginn der Ausgrabungen des DEI/BAI zu bewundern. Allerdings ist dieser in den Jahren 2004/2005 durch die Bohrungen von Wasserbauingenieuren unterbunden worden. Noch einige Jahre stand im Quellteich Wasser, der nun aber seit 2011 ausgetrocknet ist. Nachdem 2021 geophysikalische Vorarbeiten (Bohrungen der Universität Kiel; Stefan Dreibrodt) an der Quelle durchgeführt wurden, begannen dort am 19. Oktober die Ausgrabungen (Areal IV). Mit einem Team von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ebenso vielen jordanischen Arbeitern wurde der Bereich zuerst gesäubert und dann innerhalb der verschiedenen Quadrate ergraben, um eine Stratigraphie zu erstellen. Weiterhin sollte die Einfassung der Quelle durch die verschiedenen Besiedlungsepochen des Talls (von der Frühen Bronzezeit bis in die Neuzeit) erforscht und die Tiefe des Quellteiches ermittelt werden. Außerdem wurde mit archäobotanischen Methoden das Klima und die Vegetation durch die Jahrhunderte und mit archäologischen Mitteln die Bebauung rings um die Quelle erkundet.

Unsere Untersuchungen zeigten, dass sich Menschen bereits in prähistorischer Zeit (Natufien und Neolithikum) auf dem Travertinplateau des Tall Zirāʿa um vermutlich zahlreiche natürliche Quellöffnungen im Travertin versammelten und zeitweise oder dauerhaft in der Nähe des Hügels lebten. Der Boden des Quellbeckens befand sich auf einer Höhe von -33,60 m unter dem Meeresspiegel (NN), während die Oberfläche von Areal IV bei -23,24 m NN liegt. Zu unserer völligen Überraschung fehlten im ausgegrabenen Quellteich wie auch bei den Bohrungen die beiden wichtigsten Besiedlungsphasen – die Bronze- und die Eisenzeit. Es wurden keine die Siedlung vom Wasserbecken begrenzenden Steinmauern zur Auskleidung der Quellwände, wie z.B. in Byblos, entdeckt. Die für die Bronze- und Eisenzeit typischen Trockenmauerkonstruktionen konnten im ausgegrabenen Gebiet nirgendwo identifiziert werden.
Die drei im Jahr 2022 entnommenen Bohrkerne hatten bereits gezeigt, dass die Sedimente aus der Quelle nur prähistorische Ablagerungen und „jüngeres“ Material aus der frührömischen bis zur Neuzeit enthielten. Auch hier wurden keinerlei Funde aus der Bronze- oder Eisenzeit nachgewiesen. Die Ausgrabungen ergaben, dass es sich beim Quellgebiet um eine große, ovale natürliche Senke handelte, die seit der frührömischen Zeit durch alle Epochen bearbeitet und zur Wasserentnahme genutzt worden war. Zeitweise war der Quellteich in zwei Becken unterteilt, wobei sich die Quellöffnung im östlichen Becken befand. Das westliche Becken wurde über eine Keramikleitung mit Wasser versorgt. Nachdem der Teich schließlich verschlammt und verschmutzt war, wurde in der osmanischen Zeit ein brunnenähnlicher Schacht hinzugefügt, durch den Wasser aus der Tiefe des Teiches an die Oberfläche gezogen werden konnte. Die Datierung dieser Quelleinbauten ist durch Radiokarbonproben gesichert. Gemeinsam mit Stefan Dreibrodt (Universität Kiel) wird nach der Kampagne im Frühjahr 2026 eine archäologisch-naturwissenschaftliche und bodenkundliche Analyse des Gesamtbefundes vorgelegt.
Diese überraschenden Ergebnisse lassen mehrere Fragen aufkommen: Warum verlegte man den Schöpfbereich einer artesischen, stets reichlich Trinkwasser abgebenden Quelle im ersten Jh. v. Chr.? Und warum an diese Stelle? Warum nutzte man das alte Wasserentnahmesystem nicht weiter, wo doch durch die Bronze und Eisenzeit durchgängig Wasserableitungen auf dem Tell nachgewiesen sind - also ein funktionierendes System des Wassermanagements bestand?
Bei künftigen geophysikalischen Untersuchungen auf dem Tall steht zunächst die Frage im Vordergrund, wo der Quellbereich der Bronze- und Eisenzeit lag. Bisher sind nur vage Hinweise bekannt.
Ausgewählte Einzelfunde

In einem Haus der späten Bronzezeit entdeckten die Ausgräber eine ungewöhnlich dichte Fundansammlung. Auf einer Fläche von etwas mehr als zwei Quadratmetern wurden 23 Rollsiegel und Dutzende Glasperlen geborgen, dazu ein Skarabäus und ein ovaler 3,4 cm × 5,8 cm großer Silberanhänger mit dem Reliefbild einer Frau. An dieser Fundhäufung lässt sich die besondere Bedeutung des Hauses und der Reichtum der bronzezeitlichen Stadt ablesen.[31]
In einem Wohnhaus der Eisenzeit II wurde ein 5 cm × 5 cm großes Bruchstück einer Terrakotta-Statuette ausgegraben, das in der Aufsicht den Schulter- und Kopfbereich einer Frauenfigur zeigt. Sie stellt die Fruchtbarkeitsgöttin Astarte oder Aschera dar, mit der Haartracht der ägyptischen Göttin Hathor. In der seitlichen Ansicht lässt sich der Kopf einer Löwin erkennen und somit ist auch die ägyptische Göttin Sachmet in der Figur dargestellt. Die Statuette muss daher eine mächtige Taschengottheit gewesen sein.[32]
Darstellungen männlicher Gottheiten wurden im Stratum der Eisenzeit II ebenfalls entdeckt. Als Bauopfer am Fuß einer Hausmauer abgelegt, fand sich eine kleine Bronzefigur mit Goldauflage, die den sitzenden Gott El mit Segensgeste darstellt. Nicht weit davon lag ein Lehmabdruck eines Siegels mit dem Wettergott Ba’al oder Hadad – stehend auf einem Stier. Auf der Rückseite des Abdruckes sind noch die Spuren der Verschnürung zu erkennen, die mit dem Zeichen des Gottes besiegelt war.[32]
Finale Grabungspublikation
Sonderausstellung im jordanischen Nationalmuseum
Im Jahr 2019 wurde die Sonderausstellung „Tall Zirāʿa – Mirror of Jordan‘s History“ im Jordan Museum in Amman gezeigt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prinzessin Sumaya bint El Hassan, der deutschen Botschafterin Birgitta Maria Siefker-Eberle und Dieter Vieweger. Die Jordan Times vom 19.2. 2020 titelte: „Jordan’s ancient history ‘comes home’.“[33]

Visualisierung und pädagogische Aufbereitung
Im Jahr 2019 war es endlich so weit. Die lange ins Auge gefasste und von Jutta Häser betreute Sonderausstellung „Tall Zirāʿa – Mirror of Jordan‘s History“ konnte im Jordan Museum in Amman eingeweiht werden. Alle waren sie gekommen: das Königshaus, die jordanischen und internationalen Kollegen, Schulgruppen und unsere Grabungsmitarbeiter. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prinzessin Sumaya bint El Hassan, der deutschen Botschafterin Birgitta Maria Siefker-Eberle und Dieter Vieweger. Jutta Häser/Katharina Schmidt/Dieter Vieweger/Catreena Hamarneh, Handicraft-tradition meets innovation, in: Jutta Häser/Katharina Schmidt, Tall Zirā a. Mirror of Jordan’s History, Amman 2019, 156-219
Virtuelle Rekonstruktion
Eine archäologische Grabung, insbesondere auf einem vielschichtigen Hügel wie dem Tall Zirāʿa, ist immer mit einer Zerstörung von Befunden verbunden. Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen enthalten zwar zahlreiche Zeichnungen und Fotos, aber es braucht die konstruktive Fantasie der Fachleute, um daraus das Bild einer antiken Stadt wieder entstehen zu lassen. In Zusammenarbeit von Architekten und Archäologen wurde am Beispiel der spätbronzezeitlichen Stadt eine virtuelle, dreidimensionale Rekonstruktion erstellt. Im weiteren Fortschritt der Ausgrabung soll sie jeweils an die neuen Befunde angepasst werden.[34]
Kinderbuch
Der Tall Zirāʿa stand auch Pate für das Kinderbuch Das Geheimnis des Tells, geschrieben von Grabungsleiter Vieweger und einer Studentin in Zusammenarbeit mit einer sechsten Schulklasse. Zwei Kinder aus Köln besuchen darin die Ausgrabungsstätte ihres Großvaters im Orient, die nicht zufällig dem Tall Zirāʿa sehr ähnlich sieht. Anhand eines freigelegten eisenzeitlichen Vierraumhauses und weiterer typischer Architektur dieser Epoche gibt das Buch eine Einführung in das Leben während der israelischen Königszeit (Eisenzeit II). Detailreiche Illustrationen veranschaulichen dies unter anderem mit Rekonstruktionen von Befunden anderer Talls westlich des Jordan.[35]
Literatur
- Jan Dijkstra, Meindert Dijkstra, Dieter Vieweger, Karel Vriezen: Regionaal Archaeologisch Onderzoek Nabij Umm Qes (Ant. Gadara) De Opgravingen op Tell Zera’a en de Ligging van Laatbrons Gadara. In: Phoenix 51/1, 2005, S. 5–26.
- Jutta Häser, Dieter Vieweger: Preliminary Report on the Archaeological Investigations of the Wadi al-’Arab and the Tall Zar’a, 2003 and 2004. In: Annual of the Department of Antiquities of Jordan 49, 2005, S. 135–146.
- Jutta Häser, Dieter Vieweger: The ‚Gadara Region Project‘ in Northern Jordan: The spring Campaign 2006 on Tall Zar’a. In: Annual of the Department of Antiquities of Jordan 50, 2006, S. 135–146.
- Jutta Häser, Dieter Vieweger: The ‚Gadara Region Project‘ in Northern Jordan. The spring campaign 2007 on Tall Zir’a. In: Annual of the Departement of Antiquities of Jordan 51, 2007, S. 21–34.
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- Dieter Vieweger, Jutta Häser: Jordanien: Tell Zera'a. Eine antike Siedlung – Schicht für Schicht. In: Welt und Umwelt der Bibel 36, 2005, ISSN 1431-2379, S. 62–64.
- Dieter Vieweger, Jutta Häser: Das „Gadara Region Project“. Der Tell Zerāʿa in den Jahren 2005 und 2006. In: Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 123, 2007, S. 1–27.
- Dieter Vieweger, Jutta Häser: …sechzig große Städte, ummauert und mit eisernen Riegeln. In: Antike Welt. 38/1, 2007, ISSN 0003-570X, S. 63–69.
- Dieter Vieweger, Jutta Häser: Tall Zira‘a. Five Thousand Years of Palestinian History on a Single-Settlement Mound. In: Near Eastern Archaeology. 70/3, 2007, ISSN 1094-2076, S. 147–167.
- Dieter Vieweger, Jutta Häser: Das „Gadara Region Project“. Der Tell Zerāʿa in den Jahren 2007 bis 2009. In: Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 126, 2010, S. 1–28.
- Andrea Gropp: Die religionsgeschichtliche Entwicklung Nordpalästinas von der Frühen Bronzezeit bis zum Ende der Eisenzeit am Beispiel des Tall Zira'a. 2014. (Digitalisat).
- Tall Zirā‘a. The Gadara Region Project (2002–2011), Final Report. (Digitalisate aller Bände)
- Volume 1: Introduction. ISBN 978-3-579-08290-5.
- Volume 3: Late Bronze Age (Strata 16-14). Gütersloher Verlagshaus 2024, ISBN 978-3-579-08292-9.
- Volume 4: Iron Age (Strata 13-9). Gütersloher Verlagshaus 2024, 1188 Seiten, ISBN 978-3-579-08293-6.
- Volume 8.1: The Wādī al-ʿArab Survey. Gütersloher Verlagshaus 2024, ISBN 978-3-579-08297-4.
- Volume 8.2: The Wādī al-ʿArab Survey: Catalogue of sites. Gütersloher Verlagshaus 2024, ISBN 978-3-579-08297-4.
- Volume 9: